Petition updateSofortiger Abschiebestopp nach AfghanistanBild über Afghanistan - emails an de Maiziere und Sigmar Gabriel
Jana Büttner-RoßbergOelsnitz/Erzgeb., Germany
9 Mar 2017
Liebe Unterstützterinnen und Unterstützer,
in meinem letzten Update lud ich Sie zu einer Veranstaltung in Chemnitz zum Thema Afghanistan ein. Über diese möchte ich kurz berichten. Eindrucksvoll schilderte der Fotograf Erik Marquardt seine wenige Wochen alte Eindrücke von der seit über einem Jahr geschlossenen Flüchtlingsroute sowie aus Kabul und Masar-e-Sharif. Seine Erfahrungen decken sich exakt mit den offiziellen Berichten, wie bspw. dem UNCHR, die de Maiziere nach wie vor sehr konsequent ignoriert und damit die Menschenrechte mit Füßen tritt.
In Afghanistan gibt es derzeit weit mehr Binnenflüchtlinge als Flüchtlinge, die bei uns in Europa Schutz gesucht haben. Die Einwohnerzahl von Kabul ist rasant auf über 6 Millionen gestiegen. Erik Marquardt berichtet von einer völlig überfüllten Stadt, die von Armut, einer unglaublich großen Militärpräsens und überall Waffen gekennzeichnet ist. Kinder gehen arbeiten statt zur Schule, um ihre Familien zu unterstützen. Täglich machen sich tausende Menschen auf den Weg, um für wenig Geld einen Tagesjob zu bekommen. Erik Marquardt sieht in diesem Kabul, wohin die Bundesregierung seit Dezember letzten Jahres abschiebt, keinerlei Lebensgrundlage und keine Lebensperspektive.
Nach wie vor treibt mich die Frage um, was muss getan werden, um diesen menschenverachtenden Kurs der Abschiebung nach Afghanistan endlich zu stoppen. Dazu habe ich 2 Vorschläge, die kaum 2 Minuten in Anspruch nehmen:
1. Schreiben Sie de Maiziere eine email und fordern Sie ihn auf, endlich
die zugesandten Berichte über die Lage in Afghanistan erstens zu
lesen und zweitens ernst zu nehmen. Gern können Sie diese Vorlage
kopieren:
thomas.demaiziere@bundestag.de
Abschiebungen nach Afghanistan
Sehr geehrter Herr Innenminister,
ich fordere sie höflichst auf, die Ihnen vorliegenden Berichte über die Lage in Afghanistan zu lesen und diese ernst zu nehmen. Teile von Afghanistan wider besseres Wissen als „sicher“ zu bezeichnen, ist für mich unbegreiflich. Bitte ändern Sie den Kurs Ihrer Flüchtlingspolitik, es ist niemals zu spät dazu. Aber es ist früh genug, um jetzt endlich Menschlichkeit zu zeigen und die Menschenwürde und zwar die jedes einzelnen Menschen zu achten.
Mit freundlichen Grüßen,
2. Schreiben Sie Sigmar Gabriel eine email mit der Bitte, sich als neuer
Außenminister zur Lage in Afghanistan zu äußern und damit eine
Veränderung in der Abschiebepolitik nach Afghanistan zu
bewirken.
Auch dazu stelle ich eine Kopiervorlage bereit:
sigmar.gabriel@bundestag.de
Abschiebungen nach Afghanistan
Sehr geehrter Herr Außenminister,
ich bitte Sie höflichst als neuer Amtsinhaber des Auswärtigen Amtes sich über die aktuelle Lage in Afghanistan zu äußern. Zu dieser liegen der Bundesregierung zahlreiche Berichte vor. Auf deren Basis wurde die zu Recht von Ihrem Amt herausgegebene Reisewarnung veröffentlicht. Es ist absurd, vor Reisen in ein Land aufgrund von allgegenwärtigen Gefahren durch terroristisch oder kriminell motivierte Gewaltakte zu warnen und gleichzeitig dorthin Menschen abzuschieben. Bitte setzen Sie diesen menschenunwürdigen Abschiebungen in den Krieg ein Ende.
Mit freundlichen Grüßen
Wenn jeder sich die 2 Minuten für diese beiden emails Zeit nimmt, haben wir vielleicht eine Chance, etwas zu erreichen.
Und immer noch und immer wieder gilt: Seid laut!!
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