Petition zur Wiedereinführung der bisherigen Sperrzeiten für Spielhallen in Niedersachsen

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Birgit und 19 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Die Verschiebung der Sperrzeiten für Spielhallen in Niedersachsen von 00:00–06:00 Uhr auf 03:00–09:00 Uhr ist aus Sicht des Spielerschutzes und der Beschäftigten ein Schritt in die falsche Richtung.

Die Sperrzeit wurde zwar nicht verkürzt, jedoch in einen Zeitraum verschoben, der ihren ursprünglichen Zweck deutlich abschwächt. Während Spielhallen früher ab Mitternacht schließen mussten, dürfen sie nun bis 03:00 Uhr geöffnet bleiben. Gerade die Stunden zwischen Mitternacht und 03:00 Uhr gelten jedoch als besonders sensible Zeit für problematisches Spielverhalten. Wer bereits viele Stunden spielt, erhält nun die Möglichkeit, sein Spiel bis tief in die Nacht fortzusetzen. Die eigentliche Sperrzeit beginnt hingegen erst in den frühen Morgenstunden, wenn das Besucheraufkommen in vielen Spielhallen ohnehin deutlich geringer ist.

Sperrzeiten sollen nicht nur den Betrieb regeln, sondern auch dem Spielerschutz dienen. Sie schaffen eine tägliche Unterbrechung und setzen klare Grenzen. Mit der Verschiebung dieser Grenze wird ein wichtiger Schutzmechanismus geschwächt. Eine verantwortungsvolle Glücksspielpolitik sollte sich nicht ausschließlich an wirtschaftlichen Interessen orientieren, sondern den Schutz der Spieler in den Mittelpunkt stellen.

Ebenso schwer wiegen die Auswirkungen auf die Beschäftigten. Für viele Mitarbeiter bedeutet die neue Regelung, dass ihre Arbeitszeiten künftig regelmäßig bis 03:00 Uhr dauern können. Menschen, die ihren Alltag, ihre Familie oder ihr Studium an den bisherigen Arbeitszeiten ausgerichtet haben, stehen nun vor erheblichen Problemen. Längere Nachtarbeit belastet den Schlaf-Wach-Rhythmus, erschwert die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben und kann dazu führen, dass langjährige Beschäftigte ihren Arbeitsplatz aufgeben müssen, obwohl sich an ihrer eigentlichen Tätigkeit nichts geändert hat.

Besonders kritisch ist, dass Beschäftigte diese Veränderung nicht beeinflussen können. Wer seinen Arbeitsplatz behalten möchte, ist häufig gezwungen, die neuen Arbeitszeiten zu akzeptieren. Für viele Teilzeitkräfte, Studierende und Eltern ist dies jedoch schlicht nicht möglich.

Wir fordern die Niedersächsische Landesregierung daher auf, die Entscheidung zu überdenken und die bisherige Sperrzeit von 00:00 Uhr bis 06:00 Uhr wieder einzuführen. Gleichzeitig fordern wir, dass zukünftige Änderungen im Glücksspielrecht nicht ausschließlich unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten getroffen werden, sondern die Auswirkungen auf den Spielerschutz sowie auf die Beschäftigten umfassend berücksichtigt werden.

Diese Petition richtet sich nicht gegen Spielhallen oder deren Betreiber. Sie richtet sich gegen eine gesetzliche Regelung, die aus unserer Sicht den Schutz von Spielern schwächt und die Arbeitsbedingungen vieler Beschäftigter verschlechtert.

Bitte unterstützen Sie diese Petition mit Ihrer Unterschrift. Gemeinsam können wir uns für einen wirksamen Spielerschutz, faire Arbeitsbedingungen und eine verantwortungsvolle Glücksspielpolitik in Niedersachsen einsetzen.

Belastung der Beschäftigten

Die Diskussion um Spielhallen konzentriert sich häufig auf wirtschaftliche Interessen oder die Spieler selbst. Dabei wird eine Gruppe oft übersehen: die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Längere Öffnungszeiten bedeuten für viele Beschäftigte deutlich längere Nachtarbeitszeiten. Wer bisher bis Mitternacht gearbeitet hat, muss nun unter Umständen regelmäßig bis 03:00 Uhr im Dienst bleiben. Das erschwert die Vereinbarkeit von Beruf, Familie, Studium und Privatleben erheblich.

Nachtarbeit ist nachweislich belastender als Arbeit am Tag. Sie kann Schlafrhythmus, Gesundheit und soziale Kontakte beeinträchtigen. Viele Beschäftigte haben ihre Lebensplanung an den bisherigen Arbeitszeiten ausgerichtet. Die neue Regelung zwingt sie nun möglicherweise dazu, ihre Arbeitszeiten grundlegend zu verändern oder ihren Arbeitsplatz aufzugeben.

Auswirkungen auf den Spielerschutz

Mindestens ebenso problematisch sind die Folgen für den Spielerschutz.

Sperrzeiten erfüllen nicht nur eine organisatorische Funktion. Sie schaffen bewusst eine tägliche Unterbrechung des Spielbetriebs und setzen natürliche Grenzen. Gerade für Menschen mit problematischem Spielverhalten können solche Unterbrechungen eine wichtige Schutzfunktion erfüllen.

Werden Spielhallen länger geöffnet, verlängert sich automatisch auch die Zeit, in der Glücksspiel verfügbar ist. Dadurch können längere Spielsitzungen ermöglicht werden. Für suchtgefährdete Menschen bedeutet dies eine zusätzliche Belastung, während gleichzeitig ein wichtiger Schutzmechanismus abgeschwächt wird.

Eine verantwortungsvolle Glücksspielpolitik sollte sich nicht ausschließlich an wirtschaftlichen Interessen orientieren, sondern den Schutz der Menschen in den Mittelpunkt stellen.

Unser Anliegen

Wir fordern die Niedersächsische Landesregierung auf,

die bisherigen Sperrzeiten wieder einzuführen,
den Spielerschutz als zentrales Ziel der Glücksspielpolitik zu stärken,
die Auswirkungen längerer Öffnungszeiten auf Beschäftigte und suchtgefährdete Menschen erneut wissenschaftlich zu überprüfen,
sowie zukünftige Änderungen nur nach einer umfassenden Evaluation und unter Beteiligung von Beschäftigten, Suchtexperten und Präventionsstellen vorzunehmen.
Gemeinsam handeln

Diese Petition richtet sich nicht gegen Spielhallen oder ihre Betreiber. Sie richtet sich gegen eine Regelung, die den Schutz von Beschäftigten und Spielern schwächt.

Wir bitten die Landesregierung, die Entscheidung zu überdenken und die bisherigen Sperrzeiten wieder einzuführen.

Unterzeichnen Sie diese Petition und setzen Sie gemeinsam mit uns ein Zeichen für mehr Verantwortung, besseren Spielerschutz und faire Arbeitsbedingungen in Niedersachsen.

Zusätzlich könnten diese längeren Öffnungszeiten zu einer erhöhten Gefahr für problematisches Spielverhalten führen. Forschungsergebnisse zeigen, dass erweiterte Glücksspielzeiten das Suchtrisiko erhöhen können, da weniger schützende Faktoren bestehen, um den übermäßigen Konsum einzuschränken. Die Umstellung auf die Sperrzeit von 06:00 bis 00:00 Uhr war ursprünglich implementiert, um den Schutz der Spieler zu gewährleisten und Probleme des pathologischen Spieles zu reduzieren.

Land  Niedersachsen muss dringend die Sperrzeiten zurück auf 6 bis 24 Uhr setzen, um den Schutz der Spieler zu gewährleisten und die Arbeitsbelastung der Beschäftigten zu reduzieren. Wir fordern die Landesregierung auf, im Interesse aller Beteiligten zu handeln, um die verantwortungsvolle Nutzung von Glücksspielangeboten zu sichern und ein sichereres Arbeitsumfeld für die Arbeitnehmer zu schaffen. Unterzeichnen Sie diese Petition, um eine Veränderung in Niedersachsen zu bewirken. Bitte helfen Sie uns, eine verantwortungsvolle und nachhaltige Lösung zu erreichen.

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Michelle SPetitionsstarter*in

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