Petition zur Rettung der deutschen Kultur- und Medienlandschaft! 3sat muss bleiben!

Das Problem

Die neusten Reformpläne der Länder sehen eine erhebliche Verschlankung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks vor. Grundsätzlich begrüße ich Sparmaßnahme auch, zumal ich auch viele Dinge des heutigen Programms sehr kritisch betrachte.

Allerdings sieht diese Reform einige Dinge vor, die ich als äußerst problematisch erachte und worin ich sogar eine Gefahr für den Bildungsauftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sehe. Hier sei an erster Stelle die geplante Fusion 3sats mit arte genannt. Diese halte ich für einen absolut fragwürdigen Schritt, da es sich bei beiden Sendern um nationsübergreifende Gemeinschaftsprogramme handelt. Arte markiert ein wichtiges Symbol der deutsch-französischen Freundschaft, da er ja nicht nur kooperative Produktionen zeigt, sondern vor allem auch ein durchweg zweisprachiges Angebot sendet. Insofern markiert dieser Sender vor allem diplomatisch einen wichtigen Meilenstein, welcher definitiv in dieser Form erhalten bleiben sollte. 

3sat hingegen verfolgt als Gemeinschaftssender zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz einen vollkommen anderen Ansatz, nämlich als überregionale Plattform für alle deutschsprachigen Länder in Mitteleuropa. Hier hat man zum gleichen Anteil Produktionen der Muttersender ARD, ZDF, ORF und SRF. Natürlich kann man einige (allerdings bei Weitem nicht alle) ausländische Sendungen heute auch über das Internet verfolgen, allerdings sollte man sich hier ernsthaft die Frage stellen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dies wirklich zu tun. Es stellt einen entscheidenden Unterschied dar, ob man zufällig auf eine Sendung - da diese beispielsweise im Anschluss an eine andere läuft - stößt oder diese bewusst und aktiv sucht. Denn zu letzterem würde sich vermutlich kaum jemand hingegen, während viele bei einem linearen Angebot aus Interesse doch weiterschauen würden.

Gerade aktuell erachte ich es für wichtiger, als jemals zuvor, sich mit anderen Ländern zu befassen und auch deren Perspektive - auch deren Blickweise auf Deutschland - vor Augen zu führen. Insofern sehe ich auch ausländische Nachrichtensendungen als einen wichtigen Bestandteil des deutschen Fernsehprogramms an; da diese massiv zur gegenseitigen Völkerverständigung beitragen können.

Ebenfalls sollte das kulturelle Angebot nicht unerwähnt bleiben. Es handelt sich ja um ein offenes Geheimnis, dass die öffentlich-rechtlichen Sender, in einer angeblichen Kulturnation, wie Deutschland, ihrem Kulturauftrag im Hauptprogramm nur äußerst dürftig nachzukommen scheinen. Stattdessen sendet man lieber tagtäglich massentaugliches Unterhaltungsprogramm, obwohl es ja gerade ein Privileg des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ist, nicht allein die Quote im Blick haben zu müssen und auch Nischenprogramm senden zu können. 

3sat bietet hier im deutschen Fernsehen aktuell die größte Plattform, für kulturelle Inhalte im deutschen Fernsehen. Neben der regelmäßigen Übertragung kultureller Veranstaltungen, wird mit der Kulturzeit auch das einzige regelmäßige Kulturmagazin im deutschen Fernsehen ausgestrahlt. Darin bekommt man wochentags immer einen genauen Überblick, über alle aktuellen gesellschaftlichen Themen aus kultureller Perspektive. Dies muss auf jeden Fall erhalten bleiben! Selbiges gilt auch für das Wissenschaftsmagazin NANO, was ebenfalls täglich aktuelle Themen aus der Wissenschaft genau beleuchtet. 

Genau jener Form des Bildungsfernsehens wird im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, eben vor allem im Hauptprogramm, kaum bis gar kein Raum mehr gewehrt und mit 3sat droht nun auch jene letzte Heimat für diese Inhalte zu verschwinden. Aber auch andere tiefgreifendere Sendungen, wie beispielsweise die vom SRF produzierte „Sternstunde - Philosophie”, sollte in Deutschland weiterhin einen angemessenen Raum haben, gerade, da ein vergleichbares Format im deutschen Fernsehen nicht vorhanden ist. 

Hier gilt das selbe bereits angesprochene Prinzip: Die Sendung ist sehr interessant und man schaut gerne hinein, wenn sie im Anschluss an eine andere Sendung läuft. Aktiv würden sich hingegen wohl die wenigsten Menschen die Zeit nehmen, online nach dieser zu suchen und dann eine Stunde konzentriert anzusehen. Gerade, da man ja beim Klicken nur den Titel sieht und wenn dieser einen nicht anspricht, werden die meisten es wohl gar nicht erst ansehen. Bei einer Livesendung, wo man gleich hineingeführt wird, bleibt man viel eher dabei. Ebenfalls sollte bedacht werden, dass ein solches Format ja erst einmal vom Zuschauer entdeckt werden muss. Gerade jene angesprochenen Nischenformate, die nur geringe Popularität aufweisen - gerade, wenn es sich um ausländische Produktionen handelt - sind den meisten Menschen gar nicht bekannt. Häufig entdeckt man diese eher durch Zufall, wenn man im Programm darauf stößt, in der Mediathek oder Social-Media-Plattformen, wie YouTube, würden wohl nur die aller Wenigsten darauf stoßen.

Ebenfalls Erwähnung sollte meiner Meinung nach aber auch die morgendliche Kult-Schleife „Alpenpanorama” finden, die nicht nur für mich, sondern auch für viele andere Fans, zu einer festen Routine ihres Tagesablaufs geworden ist. Jeden Tag 90 Minuten, wo man einfach einmal entspannt seinen Blick durch die schönen Landschaften Mitteleuropas (von mir aus könnte das Angebot auch gerne erweitert werden) schweifen zu lassen. Auch so ein Format, was rein in linearer Form funktioniert und einen perfekten Gegenentwurf zu unserer immer lauter und schneller werdenden Welt darstellt. Diese einfach wegfallen zu lassen würde einen erheblichen Verlust für die deutsche Medienlandschaft bedeuten. 

Daher bitte ich darum, die Stimme zu erheben und appelliere klar daran, die Reformpläne zu überdenken und 3sat und arte in ihrer jetzigen Form bestehen zu lassen. Denn es sollte nicht zusammenwachsen, was nicht zusammen gehört! Nur so kann gewährleistet werden, dass es auch zukünftiges ein qualitatives länderübergreifendes Programm gibt. 

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Das Problem

Die neusten Reformpläne der Länder sehen eine erhebliche Verschlankung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks vor. Grundsätzlich begrüße ich Sparmaßnahme auch, zumal ich auch viele Dinge des heutigen Programms sehr kritisch betrachte.

Allerdings sieht diese Reform einige Dinge vor, die ich als äußerst problematisch erachte und worin ich sogar eine Gefahr für den Bildungsauftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sehe. Hier sei an erster Stelle die geplante Fusion 3sats mit arte genannt. Diese halte ich für einen absolut fragwürdigen Schritt, da es sich bei beiden Sendern um nationsübergreifende Gemeinschaftsprogramme handelt. Arte markiert ein wichtiges Symbol der deutsch-französischen Freundschaft, da er ja nicht nur kooperative Produktionen zeigt, sondern vor allem auch ein durchweg zweisprachiges Angebot sendet. Insofern markiert dieser Sender vor allem diplomatisch einen wichtigen Meilenstein, welcher definitiv in dieser Form erhalten bleiben sollte. 

3sat hingegen verfolgt als Gemeinschaftssender zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz einen vollkommen anderen Ansatz, nämlich als überregionale Plattform für alle deutschsprachigen Länder in Mitteleuropa. Hier hat man zum gleichen Anteil Produktionen der Muttersender ARD, ZDF, ORF und SRF. Natürlich kann man einige (allerdings bei Weitem nicht alle) ausländische Sendungen heute auch über das Internet verfolgen, allerdings sollte man sich hier ernsthaft die Frage stellen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dies wirklich zu tun. Es stellt einen entscheidenden Unterschied dar, ob man zufällig auf eine Sendung - da diese beispielsweise im Anschluss an eine andere läuft - stößt oder diese bewusst und aktiv sucht. Denn zu letzterem würde sich vermutlich kaum jemand hingegen, während viele bei einem linearen Angebot aus Interesse doch weiterschauen würden.

Gerade aktuell erachte ich es für wichtiger, als jemals zuvor, sich mit anderen Ländern zu befassen und auch deren Perspektive - auch deren Blickweise auf Deutschland - vor Augen zu führen. Insofern sehe ich auch ausländische Nachrichtensendungen als einen wichtigen Bestandteil des deutschen Fernsehprogramms an; da diese massiv zur gegenseitigen Völkerverständigung beitragen können.

Ebenfalls sollte das kulturelle Angebot nicht unerwähnt bleiben. Es handelt sich ja um ein offenes Geheimnis, dass die öffentlich-rechtlichen Sender, in einer angeblichen Kulturnation, wie Deutschland, ihrem Kulturauftrag im Hauptprogramm nur äußerst dürftig nachzukommen scheinen. Stattdessen sendet man lieber tagtäglich massentaugliches Unterhaltungsprogramm, obwohl es ja gerade ein Privileg des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ist, nicht allein die Quote im Blick haben zu müssen und auch Nischenprogramm senden zu können. 

3sat bietet hier im deutschen Fernsehen aktuell die größte Plattform, für kulturelle Inhalte im deutschen Fernsehen. Neben der regelmäßigen Übertragung kultureller Veranstaltungen, wird mit der Kulturzeit auch das einzige regelmäßige Kulturmagazin im deutschen Fernsehen ausgestrahlt. Darin bekommt man wochentags immer einen genauen Überblick, über alle aktuellen gesellschaftlichen Themen aus kultureller Perspektive. Dies muss auf jeden Fall erhalten bleiben! Selbiges gilt auch für das Wissenschaftsmagazin NANO, was ebenfalls täglich aktuelle Themen aus der Wissenschaft genau beleuchtet. 

Genau jener Form des Bildungsfernsehens wird im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, eben vor allem im Hauptprogramm, kaum bis gar kein Raum mehr gewehrt und mit 3sat droht nun auch jene letzte Heimat für diese Inhalte zu verschwinden. Aber auch andere tiefgreifendere Sendungen, wie beispielsweise die vom SRF produzierte „Sternstunde - Philosophie”, sollte in Deutschland weiterhin einen angemessenen Raum haben, gerade, da ein vergleichbares Format im deutschen Fernsehen nicht vorhanden ist. 

Hier gilt das selbe bereits angesprochene Prinzip: Die Sendung ist sehr interessant und man schaut gerne hinein, wenn sie im Anschluss an eine andere Sendung läuft. Aktiv würden sich hingegen wohl die wenigsten Menschen die Zeit nehmen, online nach dieser zu suchen und dann eine Stunde konzentriert anzusehen. Gerade, da man ja beim Klicken nur den Titel sieht und wenn dieser einen nicht anspricht, werden die meisten es wohl gar nicht erst ansehen. Bei einer Livesendung, wo man gleich hineingeführt wird, bleibt man viel eher dabei. Ebenfalls sollte bedacht werden, dass ein solches Format ja erst einmal vom Zuschauer entdeckt werden muss. Gerade jene angesprochenen Nischenformate, die nur geringe Popularität aufweisen - gerade, wenn es sich um ausländische Produktionen handelt - sind den meisten Menschen gar nicht bekannt. Häufig entdeckt man diese eher durch Zufall, wenn man im Programm darauf stößt, in der Mediathek oder Social-Media-Plattformen, wie YouTube, würden wohl nur die aller Wenigsten darauf stoßen.

Ebenfalls Erwähnung sollte meiner Meinung nach aber auch die morgendliche Kult-Schleife „Alpenpanorama” finden, die nicht nur für mich, sondern auch für viele andere Fans, zu einer festen Routine ihres Tagesablaufs geworden ist. Jeden Tag 90 Minuten, wo man einfach einmal entspannt seinen Blick durch die schönen Landschaften Mitteleuropas (von mir aus könnte das Angebot auch gerne erweitert werden) schweifen zu lassen. Auch so ein Format, was rein in linearer Form funktioniert und einen perfekten Gegenentwurf zu unserer immer lauter und schneller werdenden Welt darstellt. Diese einfach wegfallen zu lassen würde einen erheblichen Verlust für die deutsche Medienlandschaft bedeuten. 

Daher bitte ich darum, die Stimme zu erheben und appelliere klar daran, die Reformpläne zu überdenken und 3sat und arte in ihrer jetzigen Form bestehen zu lassen. Denn es sollte nicht zusammenwachsen, was nicht zusammen gehört! Nur so kann gewährleistet werden, dass es auch zukünftiges ein qualitatives länderübergreifendes Programm gibt. 

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