Qualität aus Bayern - Futtermittel aus Europa und mehr Tierschutz

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Kein Tierfutter aus dem Regenwald! Futtermittelimporte führen in den Anbauländern zu Umweltproblemen, agrarindustriellen Strukturen, Nahrungsmittel-konkurrenz und sozialen Konflikte. Sie verursachen großflächige Landnutzungs-änderungen und den Verlust wertvoller Wald- und Savannenflächen. Besonders der für das Weltklima so wichtige Regenwald fällt dem zum Opfer. Bei uns tragen die importierten Futtermittel zu Nährstoffüberschüssen durch zuviel Gülle bei.

Gentechnik hat in bayerischen Futtertrögen nichts verloren! Noch immer besteht keine Kennzeichnungspflicht für tierische Produkte, wenn gentechnisch veränderte Futtermittel eingesetzt wurden. Aber rund 80 % des weltweiten Sojas ist gentechnisch verändert und bei „Qualität aus Bayern“ erlaubt.

Wir brauchen auch in Bayern eine artgerechte Tierhaltung mit ausreichend Platz für die Tiere! Das bayerische Qualitätssiegel muss endlich an höhere Tierschutzstandards angepasst werden. Finanzierungsvorschläge wie die sog. „Tierwohlabgabe“ zeigen einen für die Landwirte gangbaren Weg des Umbaus auf und müssen einkommenswirksam gestaltet werden.

PETITIONSTEXT:

Staatliches Qualitätssiegel „Geprüfte Qualität – Bayern“: Hofeigene und europäische, gentechnikfreie Futtermittel einsetzen und Tierschutzkriterien stärken

Wir fordern folgende Aktualisierungen der Qualitätsbestimmungen des staatlichen Siegels für den tierischen Produktbereich

1. Futtermitteleinsatz: Mind. 50 % der Futtermittel müssen vom eigenen Betrieb stammen und bis zu 50 % der Futtermittel können europäischen Ursprungs aus EU-Ländern sein. Bei Sojaprodukten müssen diese der Zertifizierung von „Donausoja“ entsprechen. Futtermittel aus Übersee dürfen nicht eingesetzt werden. Die Qualifizierung ist umzusetzen ab dem 01.01.2022.

2. Gentechnikfrei: Die mit GQB ausgelobten Produkte sind gentechnikfrei, der Einsatz von gentechnisch veränderten Futtermitteln ist nicht zulässig. Die Qualifizierung ist umzusetzen ab dem 01.01.2022.

3. Tiergerechter: Die Leistungsinhalte (Haltungsbedingungen, Transportzeiten für Schlachttiere, Tierzukäufe und -verkäufe) sind an die Anforderungen an eine tiergerechte Nutztierhaltung anzupassen. Die Kriterien müssen deutlicher als bisher über dem gesetzlichen Mindeststandard liegen (mind. Stufe 1 des staatlichen Tierwohlkennzeichens). Die Qualifizierung ist umzusetzen ab dem 01.01.2023.

Petent: Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, AbL-Bayern e.V.

Ausführliche Begründung hier  www.abl-bayern.info/startseite/

Unsere Initiative wird von zahlreichen Vereinen und Verbänden unterstützt: Bund Naturschutz Bayern | Greenpeace | Katholische Landvolkbewegung – KLB | Katholische Landjugend Bayern - KLJB | Landesbund für Vogelschutz in Bayern – LBV | Misereor | Nord-Süd-Forum München | Parents for future | ProVieh

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft e.V. (AbL) ist eine bäuerliche Interessenvertretung, die für eine nachhaltige, sozial- und umweltverträgliche Landwirtschaft eintritt. In der AbL haben sich sowohl konventionell als auch ökologisch wirtschaftende Bäuerinnen und Bauern zusammengeschlossen, die den Weg in eine industrielle Landwirtschaft nicht mitgehen wollen. Unser Motto „Bauernhöfe statt Agrarfabriken“ ist heute aktueller denn je. Zu unseren Mitgliedern zählen auch viele Menschen, die sich als Verbraucher, Umwelt- oder Tierschützer oder als entwicklungspolitisch Engagierte für den Erhalt einer bäuerlichen Landwirtschaft einsetzen.

Kontakt: abl-bayern@web.de