

Einschränkungen bei der Schulwahl
Proteste gegen „Umleitung"
Das Wagenburg-Gymnasium sich am Tag der offenen Tür ist so beliebt, dass es einige die Schule anschaute.
Kinder ablehnen musste. Die Doch Leon ist unter den Eltern protestieren dagegen.
Kindern, die keine Zusage
Rund ein Dutzend Kinder, die bekommen haben. Er möchte ab dem kommenden Schuljahr nicht den bilingualen deutsch-
das Wagenburg-Gymnasium
französischen Zug besuchen
besuchen wollten, haben eine und hat auch keine Geschwis-Absage bekommen. Sie wur-ter im Wagenburg-Gymna-
den vom Schulamt auf andere sium, was beides als Plus-Schulen wie das Zeppelin- punkt zählen würde. Ein wei-Gymnasium „umgeleitet". Da- teres Kriterium ist der Schul-runter waren mehrere Kinder weg, allerdings nicht in aus der Grund- und Werk- Kilometern, sondern die Zeit, realschule Ostheim, wo sich „die für das Zurücklegen des nun eine Elterninitiative for- Schulweges mit dem ÖPNV miert hat.
beansprucht wird". Das
Familie P. wohnt in Ostheim. schreibt das Regierungspräsi-Mit dem Fahrrad käme ihr dium in einem Schreiben Sohn Leon in neun Minuten an Leons Vater Vincenzo. zum Wagenburg-Gymnasium, Damit hadern die betroffenen für den Rückweg bräuchte er Eltern, denn durch diese nur drei Minuten. Zum Stöck- Regelung kämen vor allem achplatz mit dem Zeppelin- Kinder, die auf der Gänsheide Gymnasium ist es zwar nicht oder der Uhlandshöhe woh-viel weiter, aber aufgrund nen, zum Zug, während die
der verkehrlichen Situation
aus dem weniger privilegier-
schwieriger und gefährlicher. ten Ostheim ausweichen müs-Am wichtigsten ist für Leon sten, sagen sie. „Wir fühlen
aber sowieso, dass fast alle uns ungerecht behandelt und
seine Freunde aus dem Fuß-strukturell benachteiligt"
ball, „das Wagenburg" besu- schreibt die Elternbeiratsvor-chen werden. Wie seine Eltern sitzende der Grund- und war er zudem begeistert, als er Werkrealschule Ostheim.