Pendlerfrust nach Fahrplanwechsel: Attraktiven Anschluss Bad Saarow - Berlin sichern!


Pendlerfrust nach Fahrplanwechsel: Attraktiven Anschluss Bad Saarow - Berlin sichern!
Das Problem
Mit dem Fahrplanwechsel am 15.12.2024 bricht für Anwohnende und Besuchende aus Bad Saarow eine neue Ära an: die derzeit sehr engmaschig auf Berlin ausgerichteten Anschlüsse an den RE1 in Fürstenwalde werden in dieser Form nicht mehr Angeboten, die Fahrzeiten von und insbesondere nach Berlin verlängern sich deutlich.
Das folgende Bild verdeutlicht die Situation und zeigt die Fahrzeitverlängerung und den "vor der Nase weg gefahrenen" Zug:
Über diese Problemstellung hat auch bereits die Märkische Oderzeitung (MOZ) zweimal berichtet, am 04.11. (https://www.moz.de/lokales/fuerstenwalde/bahn-rb35-in-bad-saarow-aerger-wegen-fahrplanwechsel-fahrzeiten-deutlich-verlaengert-77621019.html und am 22.11. (https://www.moz.de/lokales/fuerstenwalde/bahn-re35-bad-saarow-aerger-wegen-fahrplan-deutlich-laengere-fahrzeit-nach-berlin-77670439.html
Der Verkehrsbund Berlin-Brandenburg begründet diesen Paradigmenwechsel damit, dass die Anschlüsse nach Frankfurt (Oder) und die Resilienz hauptsächlich im Umstieg von Berlin nach Bad Saarow verbessert werden. In der Pressemeldung nennt der VBB dies eine "neue Zeitlage mit entspannteren Übergangszeiten in Fürstenwalde von/nach Berlin und neuen Anschlüssen von/nach Frankfurt (Oder)". Auch kündigt der Verkehrsbund in den kommenden Jahren weitere Änderungen im Zusammenhang mit den Baumaßnahmen in Berlin-Köpenick und Fangschleuse an. Langfristig habe man aber das Ziel, in beide Richtungen verlässliche und attraktive Umstiege anzubieten.
Als Bewohner von Bad Saarow und regelmäßiger Nutzer der RB35 für meinen Arbeitsweg nach Berlin, aber auch für private und berufliche Reisen, werde ich ab dem 15.12. starke Zeitverluste in Kauf nehmen müssen und bei jedem Umstieg aus Bad Saarow das Gefühl haben, dass mir gerade ein Zug "vor der Nase weg" gefahren ist. Laut dem Penderleratlas pendeln deutlich mehr Menschen aus dem Landkreis Oder-Spree nach Berlin als nach Frankfurt (Oder). Der VBB bestreitet dies nicht, und verweist nur darauf, dass die meisten Nutzenden der RB35 im "Binnenverkehr Bad Saarow <-> Fürstenwalde" fahren. In dieser Situation kann ich es leider nicht akzeptieren, darauf zu hoffen, dass in einigen Jahren wieder Besserung eintritt, weshalb ich diese Petition erstellt habe. Ich nehme an, dass die vielen Menschen, die täglich bzw. mehrmals die Woche mit mir nach / von Berlin fahren, hier die gleichen "Schmerzen" haben (werden) und hoffe, dass wir uns hier gemeinsam für eine Verbesserung unserer Situation einsetzen können.
Eine kleine Bemerkung am Rande: diese neuen, "entpannten Umstiege" wiegen für mich so schwer, dass die Freude über das zusätzliche Fahrtenpaar am Abend, welches ich lange ersehnt hatte, sehr stark geschmälert ist.
Im Kern sehe ich die folgenden Aspekte in den Betrachtungen des VBB und der darauf basierenden Festlegung des Fahrplans untergewichtet:
- "Berlin gegen Frankfurt (Oder)": In Anbetracht der Annahme, dass bei der RB35 nach dem Binnenverkehr (welcher vermutlich bei Verschiebungen im Minutenbereich verschmerzen können) die Umsteiger nach Berlin in Überzahl sind (wie auch im gesamten Landkreis Oder-Spree), finde ich es schwierig zu argumentieren, dass die Änderungen aufgrund vieler Beschwerden zum knapp verpassten Anschluss zum Zug zur Minute 47 dadurch „besänftigt“ werden sollen, dass man eine eben solche Situation nun in Richtung Berlin schafft. Am Ende wird Richtung Frankfurt derselbe Zug erreicht, sodass auch dort der Zugewinn für mich nicht offensichtlich ist. Ich stimme mit dem VBB überein, dass es kein entweder Berlin oder Frankfurt sein sollte, sehe in der schwierigen Zeitlage der RE1 in Fürstenwalde und Ihrer Schilderungen aber derzeit keinen anderen Weg, als eine Seite zu bevorteilen. Aufgrund des Überschusses an Fahrgästen nach Berlin sollten dies aus meiner Sicht dann die Anschlüsse von / nach Berlin sein.
- Resilienz: Es stimmt, dass aus Berlin der Anschluss Minute 3 zu Minute 8 derzeit sehr knapp und unzuverlässig ist. Ich selbst habe hier viel Erfahrung mit Sprints und Bitten um Vormeldung zum Warten sammeln dürfen. Eine Verbesserung in dieser Hinsicht habe ich auch schon positiv zur Kenntnis genommen. Wenn man aber bedenkt, dass man aktuell mit dem Zug, welcher in Fürstenwalde zur Minute 47 ankommt, noch eine Option hat, proaktiv einen "entspannteren Umstieg“ von 21 Minuten zu haben, sieht es in die Gegenrichtung schlecht aus. Bei Verspätungen oder gar Ausfällen des Zuges zur Minute 12 gibt es keinerlei Alternative außer Ausharren und im Zweifel eine Umsteigezeit von 58 Minuten mit dem Zug zur Minute 54 in Kauf nehmen zu müssen. Insbesondere, wenn dies in den Morgenstunden den Pendler*innen nach Berlin geschieht, die vermutlich Verpflichtungen (wie Arbeitsbeginn) haben, wäre dies mehr als ärgerlich. Hier empfinde ich die (verlorene) Resilienz als deutlich schwächer als die gewonnene.
- Anschlüsse an den Fernverkehr: im Folgenden habe ich einen Vergleich der Verbindungen aus Bad Saarow in die größten deutschen Städte (exkl. Berlin) zusammengestellt:
Hier kann man zusammenfassen, dass sämtliche dieser Städte bis auf Leipzig erst (deutlich) später erreicht werden können. Bei den Reisezeiten gibt es ein gemischtes Bild. Für jemanden, der wie ich häufig private und berufliche Fernreisen in Deutschland unternimmt, verliert Bad Saarow hier deutlich an Attraktivität als Ausgangspunkt. - Attraktivität der RB35: Insgesamt sinkt die Attraktivität der RB35 für Personen, die nach Berlin fahren wollen, stark. Die Fahrzeiten sind derzeit sehr konkurrenzfähig im Vergleich zum Auto. Dies ändert sich durch die deutliche Verlängerung der Fahrzeit leider. Aktuell ist bspw. Berlin Alexanderplatz mit RB35 und RE1 aus Bad Saarow Klinikum in einer guten Stunde (59 Minuten) erreichbar, daraus werden ab dem Fahrplanwechsel eine Stunde und 12 Minuten - eine Verlängerung um ein gutes Fünftel der Zeit (pro Richtung). Wenn hier noch weitere Anschlüsse (S- oder U-Bahn) hinzukommen, was für viele Pendler*innen der Fall sein sollte, potenziert sich diese Verlängerung der Fahrzeit. Am Ende haben wir eine Situation, wo sogar die Linienbusse trotz längerer Fahrzeit z.T. eine vergleichbare Gesamtreisezeit und wo es mit dem Auto trotz Parkplatzsuche wieder schneller sein kann.
Aus diesem Grund fordere ich mit dieser Petition den Verkehrsbund Berlin-Brandenburg und das Verkehrsministerium des Landes Brandenburg dazu auf, zum nächstmöglichen Zeitpunkt wieder einen Anschluss an die Züge des RE1 zur Minute 54 anzubieten oder aber den Fahrplan des RE1 so zu verändern, dass in beide Richtungen ein attraktiver Umstieg von weniger als 10 Minuten angeboten werden kann.
1.260
Das Problem
Mit dem Fahrplanwechsel am 15.12.2024 bricht für Anwohnende und Besuchende aus Bad Saarow eine neue Ära an: die derzeit sehr engmaschig auf Berlin ausgerichteten Anschlüsse an den RE1 in Fürstenwalde werden in dieser Form nicht mehr Angeboten, die Fahrzeiten von und insbesondere nach Berlin verlängern sich deutlich.
Das folgende Bild verdeutlicht die Situation und zeigt die Fahrzeitverlängerung und den "vor der Nase weg gefahrenen" Zug:
Über diese Problemstellung hat auch bereits die Märkische Oderzeitung (MOZ) zweimal berichtet, am 04.11. (https://www.moz.de/lokales/fuerstenwalde/bahn-rb35-in-bad-saarow-aerger-wegen-fahrplanwechsel-fahrzeiten-deutlich-verlaengert-77621019.html und am 22.11. (https://www.moz.de/lokales/fuerstenwalde/bahn-re35-bad-saarow-aerger-wegen-fahrplan-deutlich-laengere-fahrzeit-nach-berlin-77670439.html
Der Verkehrsbund Berlin-Brandenburg begründet diesen Paradigmenwechsel damit, dass die Anschlüsse nach Frankfurt (Oder) und die Resilienz hauptsächlich im Umstieg von Berlin nach Bad Saarow verbessert werden. In der Pressemeldung nennt der VBB dies eine "neue Zeitlage mit entspannteren Übergangszeiten in Fürstenwalde von/nach Berlin und neuen Anschlüssen von/nach Frankfurt (Oder)". Auch kündigt der Verkehrsbund in den kommenden Jahren weitere Änderungen im Zusammenhang mit den Baumaßnahmen in Berlin-Köpenick und Fangschleuse an. Langfristig habe man aber das Ziel, in beide Richtungen verlässliche und attraktive Umstiege anzubieten.
Als Bewohner von Bad Saarow und regelmäßiger Nutzer der RB35 für meinen Arbeitsweg nach Berlin, aber auch für private und berufliche Reisen, werde ich ab dem 15.12. starke Zeitverluste in Kauf nehmen müssen und bei jedem Umstieg aus Bad Saarow das Gefühl haben, dass mir gerade ein Zug "vor der Nase weg" gefahren ist. Laut dem Penderleratlas pendeln deutlich mehr Menschen aus dem Landkreis Oder-Spree nach Berlin als nach Frankfurt (Oder). Der VBB bestreitet dies nicht, und verweist nur darauf, dass die meisten Nutzenden der RB35 im "Binnenverkehr Bad Saarow <-> Fürstenwalde" fahren. In dieser Situation kann ich es leider nicht akzeptieren, darauf zu hoffen, dass in einigen Jahren wieder Besserung eintritt, weshalb ich diese Petition erstellt habe. Ich nehme an, dass die vielen Menschen, die täglich bzw. mehrmals die Woche mit mir nach / von Berlin fahren, hier die gleichen "Schmerzen" haben (werden) und hoffe, dass wir uns hier gemeinsam für eine Verbesserung unserer Situation einsetzen können.
Eine kleine Bemerkung am Rande: diese neuen, "entpannten Umstiege" wiegen für mich so schwer, dass die Freude über das zusätzliche Fahrtenpaar am Abend, welches ich lange ersehnt hatte, sehr stark geschmälert ist.
Im Kern sehe ich die folgenden Aspekte in den Betrachtungen des VBB und der darauf basierenden Festlegung des Fahrplans untergewichtet:
- "Berlin gegen Frankfurt (Oder)": In Anbetracht der Annahme, dass bei der RB35 nach dem Binnenverkehr (welcher vermutlich bei Verschiebungen im Minutenbereich verschmerzen können) die Umsteiger nach Berlin in Überzahl sind (wie auch im gesamten Landkreis Oder-Spree), finde ich es schwierig zu argumentieren, dass die Änderungen aufgrund vieler Beschwerden zum knapp verpassten Anschluss zum Zug zur Minute 47 dadurch „besänftigt“ werden sollen, dass man eine eben solche Situation nun in Richtung Berlin schafft. Am Ende wird Richtung Frankfurt derselbe Zug erreicht, sodass auch dort der Zugewinn für mich nicht offensichtlich ist. Ich stimme mit dem VBB überein, dass es kein entweder Berlin oder Frankfurt sein sollte, sehe in der schwierigen Zeitlage der RE1 in Fürstenwalde und Ihrer Schilderungen aber derzeit keinen anderen Weg, als eine Seite zu bevorteilen. Aufgrund des Überschusses an Fahrgästen nach Berlin sollten dies aus meiner Sicht dann die Anschlüsse von / nach Berlin sein.
- Resilienz: Es stimmt, dass aus Berlin der Anschluss Minute 3 zu Minute 8 derzeit sehr knapp und unzuverlässig ist. Ich selbst habe hier viel Erfahrung mit Sprints und Bitten um Vormeldung zum Warten sammeln dürfen. Eine Verbesserung in dieser Hinsicht habe ich auch schon positiv zur Kenntnis genommen. Wenn man aber bedenkt, dass man aktuell mit dem Zug, welcher in Fürstenwalde zur Minute 47 ankommt, noch eine Option hat, proaktiv einen "entspannteren Umstieg“ von 21 Minuten zu haben, sieht es in die Gegenrichtung schlecht aus. Bei Verspätungen oder gar Ausfällen des Zuges zur Minute 12 gibt es keinerlei Alternative außer Ausharren und im Zweifel eine Umsteigezeit von 58 Minuten mit dem Zug zur Minute 54 in Kauf nehmen zu müssen. Insbesondere, wenn dies in den Morgenstunden den Pendler*innen nach Berlin geschieht, die vermutlich Verpflichtungen (wie Arbeitsbeginn) haben, wäre dies mehr als ärgerlich. Hier empfinde ich die (verlorene) Resilienz als deutlich schwächer als die gewonnene.
- Anschlüsse an den Fernverkehr: im Folgenden habe ich einen Vergleich der Verbindungen aus Bad Saarow in die größten deutschen Städte (exkl. Berlin) zusammengestellt:
Hier kann man zusammenfassen, dass sämtliche dieser Städte bis auf Leipzig erst (deutlich) später erreicht werden können. Bei den Reisezeiten gibt es ein gemischtes Bild. Für jemanden, der wie ich häufig private und berufliche Fernreisen in Deutschland unternimmt, verliert Bad Saarow hier deutlich an Attraktivität als Ausgangspunkt. - Attraktivität der RB35: Insgesamt sinkt die Attraktivität der RB35 für Personen, die nach Berlin fahren wollen, stark. Die Fahrzeiten sind derzeit sehr konkurrenzfähig im Vergleich zum Auto. Dies ändert sich durch die deutliche Verlängerung der Fahrzeit leider. Aktuell ist bspw. Berlin Alexanderplatz mit RB35 und RE1 aus Bad Saarow Klinikum in einer guten Stunde (59 Minuten) erreichbar, daraus werden ab dem Fahrplanwechsel eine Stunde und 12 Minuten - eine Verlängerung um ein gutes Fünftel der Zeit (pro Richtung). Wenn hier noch weitere Anschlüsse (S- oder U-Bahn) hinzukommen, was für viele Pendler*innen der Fall sein sollte, potenziert sich diese Verlängerung der Fahrzeit. Am Ende haben wir eine Situation, wo sogar die Linienbusse trotz längerer Fahrzeit z.T. eine vergleichbare Gesamtreisezeit und wo es mit dem Auto trotz Parkplatzsuche wieder schneller sein kann.
Aus diesem Grund fordere ich mit dieser Petition den Verkehrsbund Berlin-Brandenburg und das Verkehrsministerium des Landes Brandenburg dazu auf, zum nächstmöglichen Zeitpunkt wieder einen Anschluss an die Züge des RE1 zur Minute 54 anzubieten oder aber den Fahrplan des RE1 so zu verändern, dass in beide Richtungen ein attraktiver Umstieg von weniger als 10 Minuten angeboten werden kann.
1.260
Die Entscheidungsträger*innen
Diese Petition teilen
Petition am 10. Dezember 2024 erstellt