"Der langjährige Bundesfachgruppenleiter Einzel- und Versandhandel der Gewerkschaft liegt mit dem Verdi-Establishment über Kreuz, weil er gegen dessen Willen einen Sitz im Bundesvorstand anstrebt. Vor dem Arbeitsgericht Berlin gewann der abtrünnige Gewerkschaftler vor einigen Wochen gegen seinen Arbeitgeber Verdi. Alle Kündigungen und die Abberufung als Bundesfachgruppenleiter wurden für unwirksam erklärt.
Akman sagte der LZ im Anschluss an die Bundeskonferenz: "Das Procedere der Nominierung werde ich rechtlich prüfen lassen. Nach meinem Dafürhalten ist es satzungswidrig und demokratisch nicht legitimiert. Anhand der rechtlichen Prüfung werde ich entscheiden, ob die Nominierung angefochten wird. An meiner Kandidatur für den Bundesvorstand halte ich jedenfalls fest."
Die Wahl des neuen Verdi-Bundesvorstandes findet auf dem 6. ordentlichen Bundeskongress der Gewerkschaft vom 17. bis 23. September 2023 in Berlin statt. Akman: "Gerne möchte ich auf dem Kongress meine Ideen und Konzepte für die Modernisierung der Gewerkschaft vorstellen. Ich möchte darstellen, dass der Vorstand mit den bisherigen Methoden nicht in der Lage ist, die Krise von ver.di richtig zu analysieren und dem entgegenzuwirken. Im Vorstand sollten daher auch kritische Leute vertreten sein. Wer gehofft hat, ich werde aufgeben, der hat sich massiv geirrt."
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(Auszug aus dem Artikel aus der Lebensmittel Zeitung vom 19.4.2023 - Quelle: https://www.lebensmittelzeitung.net/politik/nachrichten/streit-bei-verdi-akman-will-kampf-um-platz-im-bundesvorstand-nicht-aufgeben-170790