Online-Petition gegen das geplante Containerdorf am Postweg in Taufkirchen

Das Problem

Der Gemeinderat Taufkirchen hat sich mit einem privaten Investor geeinigt das Gelände des ehemaligen Tennisclubs am Postweg für ein Containerdorf für 300 Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen. Hierfür wurde dem Investor vermutlich ein zukünftiges Baurecht zugesagt, welches der Gemeinderat die letzten Jahre regelmäßig abgelehnt hat. (Richtigstellung: Die Vermutung basiert auf dem Artikel der SZ vom 24.12.22, SZ-Archiv-20230422_123822.pdf. Richtig ist, dass kein Beschluss des Gemeinderats vorliegt, der die Vergabe des Baurechts an den privaten Investor bestätigt. Aber es liegt auch kein Beschluss vor, der eine zukünftige Vergabe des Baurechts an den Investor ausschließt). Die Kosten für die Miete wird vom Landratsamt bzw. der Regierung von Oberbayern übernommen. Das LRA prüft augenblicklich die Machbarkeit und führt die Verhandlungen mit dem Investor und dies obwohl es angeregt hat, dass die Gemeinde das Containerdorf auf der Festwiese im Sport- und Freizeitpark errichtet.

Der Flächennutzungsplan am Postweg weist ein Sport- und Freizeitgelände am Postweg aus, das durch Sportanlagen, ein Rasenfußballplatz, ein letztes Jahr eingeweihter Kunstrasenplatz und einen erhaltenen Tennisplatz, der noch von einer Interessensgemeinschaft gepflegt und bespielt wird, gezeichnet ist. Es befinden sich auf dem Gelände zwei Kindergärten und ein kleiner Spielplatz. Direkt hinter dem ehemaligen Tennisplatz, keine 20 Meter entfernt,  befindet sich eine Häuserreihe, die als reines Wohngebiet ausgewiesen ist.

Besonders besorgt sind die Anwohner der Häuserreihe, Dorfstraße 21-21k. Kein Containerdorf ist so nah an eine Wohnanlage gebaut. Das Containerdorf darf und muss dreistöckig errichtet werden, damit es 60 bis 70 Container aufnehmen kann. Stellen Sie sich nur einmal die Lebensbedingungen vor, die dadurch für die Flüchtlinge und Anwohner entstehen.

Auch große Sorgen und Bedenken haben die Eltern, der am Postweg beheimateten Kindergärten. Der Kindergarten Wawuschel liegt keine 50 Meter entfernt. 300 Flüchtlinge, auf deren Auswahl keiner einen Einfluss hat und die auf einem sehr beengten Raum leben müssen, viel Zeit, aber keinen Platz zu Zeitvertreib haben, sind ein Unsicherheitsfaktor. Nicht nur für die Kinder und Bewohner, auch für die vielen anderen Nutzer des Spor- und Freizeitgeländes.

Auch die Interessensgemeinschaft Tennis, die dankenswerterweise von der Gemeinde geduldet, ihren sportlichen Interessen nachgehen kann, ist zum großen Teil sehr traurig, wenn der Spielbetrieb eingestellt werden müsste.

Vorteile, besonders finanzielle Vorteile, hat der private Investor. Er erhält das Baurecht und die nächsten Jahre eine sicherlich nicht unerhebliche Miete. Wer noch Vorteile dadurch hat ist spekulativ. Aber auffällig ist, dass der Gemeinderat plötzlich seine früheren Entscheidungen geändert hat und sich für die schlechteste Lösung dreier Lösungsvorschläge entschieden hat. Dabei verzichtet er auch noch auf die möglichen Mieteinnahmen und gibt diese einem Privatmann.

Nur durch Zufall wurde das Bauvorhaben den Betroffenen bekannt. Dazu ist eine Ausführung des LRA bemerkenswert: „ dass Sie über Umwegen von unseren Überlegungen erfahren haben, ist natürlich unglücklich und war nicht unsere Absicht .“ Die Gemeinde drückt natürlich auch ihr Bedauern aus. Beiden wäre es lieber gewesen, dass der Bauplan erstellt ist und dann keine Chance besteht ein Containerdorf am Postweg zu verhindern.

Neben eines Geländes, das nördlich vom Postweg liegt, aber noch erschlossen werden müsste, dann aber als erschlossener Bauplatz zur Verfügung stehen würde, ist die beste Alternative die Festwiese. Sie bietet alles: Platz, Freizeitmöglichkeiten, keine direkt angrenzende Wohnanlage, einfacher Zugang zu den öffentlichen Verkehrsmitteln. Hier wurden bereits erfolgreich Flüchtlinge untergebracht. 

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt unsere Gemeinde darauf aufmerksam zu machen, dass Bürgernähe in Taufkirchen auch bedeutet die Sorgen und Bedenken ernst zu nehmen. Unterstützen sie bitte diese Petition.

Ergänzung: In der Gemeinderatssitzung am 25.5.23 hat der Gemeinderat neben dem Standort Postweg zwei weitere mögliche Standorte zur Prüfung freigegeben. Festwiese und eine Fläche nördlich des Parkplatzes an der Realschule. Nach nochmaliger Überprüfung durch das LRA wurde die Personenzahl interessanter Weise von 300 auf 168 reduziert. Jetzt ist es umso wichtiger, dass Sie diese Petition unterstützen!! Bitte unterzeichnen Sie! 

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Armin PUTZKEPetitionsstarter*in

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Das Problem

Der Gemeinderat Taufkirchen hat sich mit einem privaten Investor geeinigt das Gelände des ehemaligen Tennisclubs am Postweg für ein Containerdorf für 300 Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen. Hierfür wurde dem Investor vermutlich ein zukünftiges Baurecht zugesagt, welches der Gemeinderat die letzten Jahre regelmäßig abgelehnt hat. (Richtigstellung: Die Vermutung basiert auf dem Artikel der SZ vom 24.12.22, SZ-Archiv-20230422_123822.pdf. Richtig ist, dass kein Beschluss des Gemeinderats vorliegt, der die Vergabe des Baurechts an den privaten Investor bestätigt. Aber es liegt auch kein Beschluss vor, der eine zukünftige Vergabe des Baurechts an den Investor ausschließt). Die Kosten für die Miete wird vom Landratsamt bzw. der Regierung von Oberbayern übernommen. Das LRA prüft augenblicklich die Machbarkeit und führt die Verhandlungen mit dem Investor und dies obwohl es angeregt hat, dass die Gemeinde das Containerdorf auf der Festwiese im Sport- und Freizeitpark errichtet.

Der Flächennutzungsplan am Postweg weist ein Sport- und Freizeitgelände am Postweg aus, das durch Sportanlagen, ein Rasenfußballplatz, ein letztes Jahr eingeweihter Kunstrasenplatz und einen erhaltenen Tennisplatz, der noch von einer Interessensgemeinschaft gepflegt und bespielt wird, gezeichnet ist. Es befinden sich auf dem Gelände zwei Kindergärten und ein kleiner Spielplatz. Direkt hinter dem ehemaligen Tennisplatz, keine 20 Meter entfernt,  befindet sich eine Häuserreihe, die als reines Wohngebiet ausgewiesen ist.

Besonders besorgt sind die Anwohner der Häuserreihe, Dorfstraße 21-21k. Kein Containerdorf ist so nah an eine Wohnanlage gebaut. Das Containerdorf darf und muss dreistöckig errichtet werden, damit es 60 bis 70 Container aufnehmen kann. Stellen Sie sich nur einmal die Lebensbedingungen vor, die dadurch für die Flüchtlinge und Anwohner entstehen.

Auch große Sorgen und Bedenken haben die Eltern, der am Postweg beheimateten Kindergärten. Der Kindergarten Wawuschel liegt keine 50 Meter entfernt. 300 Flüchtlinge, auf deren Auswahl keiner einen Einfluss hat und die auf einem sehr beengten Raum leben müssen, viel Zeit, aber keinen Platz zu Zeitvertreib haben, sind ein Unsicherheitsfaktor. Nicht nur für die Kinder und Bewohner, auch für die vielen anderen Nutzer des Spor- und Freizeitgeländes.

Auch die Interessensgemeinschaft Tennis, die dankenswerterweise von der Gemeinde geduldet, ihren sportlichen Interessen nachgehen kann, ist zum großen Teil sehr traurig, wenn der Spielbetrieb eingestellt werden müsste.

Vorteile, besonders finanzielle Vorteile, hat der private Investor. Er erhält das Baurecht und die nächsten Jahre eine sicherlich nicht unerhebliche Miete. Wer noch Vorteile dadurch hat ist spekulativ. Aber auffällig ist, dass der Gemeinderat plötzlich seine früheren Entscheidungen geändert hat und sich für die schlechteste Lösung dreier Lösungsvorschläge entschieden hat. Dabei verzichtet er auch noch auf die möglichen Mieteinnahmen und gibt diese einem Privatmann.

Nur durch Zufall wurde das Bauvorhaben den Betroffenen bekannt. Dazu ist eine Ausführung des LRA bemerkenswert: „ dass Sie über Umwegen von unseren Überlegungen erfahren haben, ist natürlich unglücklich und war nicht unsere Absicht .“ Die Gemeinde drückt natürlich auch ihr Bedauern aus. Beiden wäre es lieber gewesen, dass der Bauplan erstellt ist und dann keine Chance besteht ein Containerdorf am Postweg zu verhindern.

Neben eines Geländes, das nördlich vom Postweg liegt, aber noch erschlossen werden müsste, dann aber als erschlossener Bauplatz zur Verfügung stehen würde, ist die beste Alternative die Festwiese. Sie bietet alles: Platz, Freizeitmöglichkeiten, keine direkt angrenzende Wohnanlage, einfacher Zugang zu den öffentlichen Verkehrsmitteln. Hier wurden bereits erfolgreich Flüchtlinge untergebracht. 

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt unsere Gemeinde darauf aufmerksam zu machen, dass Bürgernähe in Taufkirchen auch bedeutet die Sorgen und Bedenken ernst zu nehmen. Unterstützen sie bitte diese Petition.

Ergänzung: In der Gemeinderatssitzung am 25.5.23 hat der Gemeinderat neben dem Standort Postweg zwei weitere mögliche Standorte zur Prüfung freigegeben. Festwiese und eine Fläche nördlich des Parkplatzes an der Realschule. Nach nochmaliger Überprüfung durch das LRA wurde die Personenzahl interessanter Weise von 300 auf 168 reduziert. Jetzt ist es umso wichtiger, dass Sie diese Petition unterstützen!! Bitte unterzeichnen Sie! 

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