Stefan Weinert88212 Ravensburg, Alemanha
24 de mai. de 2019

"Colony Collapse Disorder", das ist der Fachbegriff für das Bienensterben. Die Varroamilbe, das CO2, Smog oder hohe Ozonwerte allein reichen als Erklärung für das Bienen- und Insektensterben nicht aus. Vor allem die Mobilfunkstrahlung (bisher "nur" LTE = 4G) und der E-Smog allgemein, sind die Hauptbedrohung für Insekten und Bienen.

Insekten leben in natürlichen elektromagnetischen Feldern. Studienergebnisse belegen, dass bei Bienen die Größe der Kolonien, die Leistung der Arbeiterbienen, der Polleneintrag, die Honigproduktion, die Orientierungsfähigkeit unter Mobilfunkstrahlen leiden und ihre Immunabwehr geschwächt wird.  Bei zunehmender Stärke der Mobilfunkstrahlung nimmt die Zahl unterirdisch nistender und damit besser geschützter Wildbienen zu.

Im deutschen Mobilfunkforschungsprogramm, das in den Jahren 2002-2008 mit 17 Millionen Euro ausgestattet war, haben Insekten keine Rolle gespielt. Und dies, obwohl schon im Jahr 2000, die ICNIRP, eine Kommission für den Schutz vor nichtionisierender Strahlung, Untersuchungen an „Pflanzen, Tieren, Vögeln und anderen lebendenden Organismen“ als notwendig gefordert habe. Dass es durchaus Zusammenhänge von Mobilfunk und Insektensterben gibt, machte der NABU 2017 deutlich, in dem dieser Klima- und Biotopveränderungen als Hauptverursacher für das Insektensterben ausgeschlossen hat.

Bemerkung: Bei der 5. Mobilfunkgeneration (5G) sind die Reichweiten der Strahlen kurz, weshalb es aber mehr Sendeanlagen brauchen wird. Es gelten auch hier einzuhaltende Sicherheitabstände, die jedoch von Insekten und Vögeln nicht wahrgenommen werden können.

In einer wissenschaftlichen Untersuchung mit vier Bienenstöcken beobachteten indische Forscher eine hohe Sensibilität der Honigbienen gegenüber Mobilfunkstrahlung. An zwei Bienenstöcken wurden seitlich jeweils zwei Handys angebracht. Zweimal täglich wurden diese für fünfzehn Minuten miteinander verbunden. Bei einem dritten Bienenstock wurden nur Handy-Attrappen installiert. Am vierten Stock wurde nichts angebracht. Nach 90 Tagen waren die zwei bestrahlten Bienenvölker deutlich verkleinert, und die Honigproduktion hatte ganz aufgehört. Die Königinnen legten durchschnittlich nur noch 145 Eier pro Tag, in den Vergleichsbienenstöcken dagegen 376. Die Arbeitsbienen irrten desorientiert im Bienenstock umher. Wenn sie ihn verließen, kehrten sie immer seltener zurück. Am Ende des Experiments gab es in diesen Bienenstöcken weder Pollen noch Honig, noch Brut, noch Bienen.
[https://www.mudita.com/journal/how-does-mobile-radiation-affect-honey-bees

Stefan Weinert, Ravensburg


Quellen: Raum & Zeit, diagnose:funk, Die Wurzel

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