PRO BIOTOP --- Erhalt und Erweiterung des Biotops zwischen Ravensburg und Weingarten

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WIR --- DIE UNTERZEICHNERINNEN UND UNTERZEICHNER DIESER ÖKOWICHTIGEN PETITION AUS NAH UND FERN --- SETZEN UNS FÜR DEN ERHALT UND DIE OPTIMIERUNG DES BIOTOPS AUF DER GEMARKUNGSGRENZE RAVENSBURG/WEINGARTEN - IM SINNE DER ZU ERREICHENDEN KLIMAZIELE - EIN! 

>>> Plan BIOTOP: https://www.docdroid.net/cmfsqf9/biotop-rv-wgt.pdf

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Naturfreunde, liebe Mitstreiter/innen,

auf der Gemarkungsgrenze der beiden oberschwäbischen Städte 88212 Ravensburg und 88250 Weingarten, liegt ein 1,8 ha großes Grundstück, auf dem in den Jahren 1989 bis 2017 zwischen 80 bis 150 Flüchtlinge in vier Häusern in Leichtbauweise (also eher Baracken) und einem doppelstöckigen Container  untergebracht waren. 

Seit die Baracken abgerissen wurden (der Container steht noch) verwildert das Grundstück mehr und mehr und es geschieht dort nichts. Es weiß auch niemand aus der Bevölkerung, was mit diesem "Filetgrundstück" (so wird es inzwischen von Presse und Politik genannt) geschehen soll. Eigentümer des von 99,9 Prozent der Bevölkerung und Politik einst gemiedenen aber von der Polizei oft "besuchten" Areals, ist die Stadt Ravensburg - mit Begehrlichkeiten der Kreisverwaltung, die es gerne kaufen möchte.

Nun hatte ich vor über drei Monaten der Stadtverwaltung Ravensburg vorgeschlagen, dass Gemarkungsgrundstück der ehemaligen Flüchtlingsunterkunft nicht zu überbauen, sondern es als Biotop zu belassen und als solches noch zu optimieren. Ich erhielt nie eine Antwort. Daraufhin schrieb ich vor wenigen Tagen einem Stadtrat, der auch im Kreistag sitzt eine entsprechende Mail und erhielt von ihm folgende Antwort: 

"Lieber Herr Weinert, danke für Ihr Schreiben. Auch wenn wir sicher unterschiedliche Richtungen vertreten, bin ich überzeugt, dass es uns immer um die Sache geht und dies ist für manche eher belastend. Eine lebendige Demokratie lebt aber vom sich einmischen. Als Mandatsträger bin ich dies unserer Bevölkerung besonders schuldig. Natürlich ist Ihr „Biotopvorschlag“ im Rahmen der laufenden Überlegungen nicht realisierbar. Ich bedaure aber, dass unsere Verwaltung auf Ihr Schreiben nicht antwortete. Mit freundlichen Grüßen"

Was nun - so frage ich mich - sind die "laufenden Überlegungen"? Ein auf Dauer angelegter Parkplatz für noch mehr SUV?  Erweiterungsbebäude für die gegenüberliegende Gewerbliche Schule *) des Kreises? Ein weiterer Hotelkomplex? 

*) Die dort groß mit Schildern angekündigten "Biostreifen" (70cm breit) waren und sind ein absoluter Flop. Ich wohne direkt nebenan. Das ist Blendwerk! 

Das ehemalige Flüchtlingsareal (ein von der Bevölkerung einst gemiedenes und als "entzündetes Rudiment" betrachtet -  und jetzt auf einmal "Filetgrundstück") ist an der Ost- und Nordseite von hohen Bäumen umgeben und grenzt an der Südseite an einen Bach und die dahinterliegenden Schrebergärten. Ein idealer Platz für ein Biotop, wie ich es in anliegender Zeichnung vorschlage.

(abrufbar unter auch unter:   https://www.docdroid.net/cmfsqf9/biotop-rv-wgt.pdf

Der Klimawandel ist nicht "etwas, das uns erwartet", sondern wir leben mitten drin!!

Deshalb appellieren wir an die Verantwortlichen im Rathaus, im Gemeinderat und im Landratsamt, sich hier für ein BIOTOP einzusetzen. Danke!!

Im Namen der Mitpetent*innen,

Stefan Weinert, 88212 Ravensburg