Nutzer sozialer Medien selbst entscheiden lassen, ob sie KI im Feed wollen!

Das Problem

Soziale Medien waren einst ein Ort für echte Interaktion, authentische Unterhaltung und Kommunikation von Informationen. Doch mit dem jüngsten Anstieg an KI-generierten Inhalten hat sich dieses Erlebnis massiv verändert. Heute fragen wir uns bei fast jedem Bild oder Video: Moment mal – ist das überhaupt echt, oder nur KI bzw.„AI Slop“?

Der Aufstieg von KI-Inhalten ist dabei kein Randphänomen, das nur eine kleine Gruppe betrifft – es ist ein weitverbreitetes Problem. Dabei geht es nicht nur um den Verlust von Authentizität und menschlicher Kreativität, die viele Nutzer gegenüber KI-generiertem Content & „AI Slop“ bevorzugen. Es geht vor allem um den Anstieg von Desinformation und Deepfakes durch diese Technologien und die damit einhergehenden Gefahren. Oder um die Entwertung kreativer Arbeit. 

KI-generierte Videos werden mit jedem Updates realistischer. Wenn wir dem nichts entgegensetzen, bewegen wir uns auf eine Gesellschaft zu, bei der wir keinem digitalen Produkt mehr vertrauen können. Und da die digitale und die analoge Welt heute aufs engste miteinander verwoben sind und Deepfakes ihren Weg in ebenjene Bereiche finden, in denen die beiden Welten aufeinander treffen, wird dieser Anstieg des Misstrauens uns vor gewaltige Herausforderungen stellen. Denn Demokratien und der demokratische Alltag leben vom Vertrauen. Wenn aber niemand mehr den Menschen und Objekten um sich herum vertrauen kann, verlieren wir unsere Handlungsfähigkeit und bringen uns deshalb mit Blick auf das Bestehen der Demokratie in eine beängstigende Lage.

Und das entscheidende hierbei ist: Es gibt bereits KI-Label auf Plattformen. Aber was nützt mir das, wenn die so versteckt sind, dass ich sie eh nicht sehe? Und es muss nicht nur über die Sichtbarkeit dieser Labels gesprochen werden, sondern vor allem darum, dass man selbst entscheiden können muss, ob man als KI gelabelte Inhalte im Feed haben möchte oder nicht. 

Daher schlage ich zwei Lösungen vor, die die aktuellen Entwicklungen entschärfen könnten:

Option 1: Eine spezielle Funktion, mit der Nutzer Inhalte, die als KI-generiert markiert sind, vollständig aus ihren Feeds blockieren können, indem man in den Einstellungen der App einen entsprechenden Haken aktiviert.

Option 2: Einen separaten „KI-freien Feed“. In diesem Szenario gäbe es also sowohl den gemischten Feed mit menschlichen und nicht-menschlichen Inhalten als auch einen natürlichen, KI-freien Feed.

Die Regeln dafür, was in den KI-freien Feed darf, könnten zwar eine Herausforderung darstellen, sind aber definitiv zu lösen. Hier daher ein erster Arbeitsvorschlag, was unter das KI-Label fallen sollte:
Regel Nr. 1: Die Hauptfigur(en) eines Videos dürfen niemals KI-generiert sein (dadurch werden Videos rausgefiltert, in denen Menschen oder Tiere im Mittelpunkt stehen, die KI generiert sind).
Regel Nr. 2: Selbst wenn die Hauptfigur(en) nicht KI-generiert sind, dürfen nicht mehr als 50 % (zeitlich betrachtet) des Videos KI-darf KI-generierte Inhalte beinhalten (für andere KI-basierte Videos ohne klaren Protagonisten).

So bleibt es für Creator möglich, KI-generiertes Material zur Verbildlichung zu nutzen, ohne dass ihr Video gleich aus dem KI-freien Feed rausfällt. Beim Hochladen eines Videos müssten Nutzer einfach zwei kurze Fragen auf Grundlage dieser Regeln beantworten, um zu bestimmen, ob ihr Video im gemischten oder nur im KI-Feed erscheint.

Die Umsetzung einer solchen Funktion könnte das Nutzererlebnis erheblich verbessern und demokratiegefährdende Tendenzen entschieden bekämpfen. Gleichzeitig würde wieder eine ehrlichere Umgebung entstehen, in der menschliche Kreativität geschätzt wird und authentische Beiträge nicht in der Masse an KI-generiertem Material untergehen.

Ob eine solche Änderung (oder eine vergleichbare, andere Option) letztlich von den Plattformen freiwillig umgesetzt wird, oder indem die Politik sie dazu durch Gesetze verpflichtet, ist egal. Hauptsache, der gegenwärtigen Entwicklung wird etwas entgegengesetzt. Da eine freiwillige Selbstverpflichtung der Unternehmen erfahrungsgemäß allerdings selten der Fall ist, solange die Gewinnmaximierung wegen der im Fokus stehenden Entwicklungen noch nicht unter Druck geraten ist, richtet sich diese Petition in erster Linie an die Politik und die zuständigen Ministerien für Justiz und Digitales. Nutzer von Sozialen Medien brauchen die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, ob Sie mit KI generiertem Content agieren wollen, oder nicht! 

Mit deiner Unterschrift setzt du ein Zeichen für eine Social-Media-Landschaft, die echte Verbindungen über künstliche Interaktionen stellt. Deine Stimme ist wichtig, um eine Veränderung anzustoßen, die die Integrität und Menschlichkeit unserer digitalen Welt bewahrt.

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Niklas T.Petitionsstarter*in

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Das Problem

Soziale Medien waren einst ein Ort für echte Interaktion, authentische Unterhaltung und Kommunikation von Informationen. Doch mit dem jüngsten Anstieg an KI-generierten Inhalten hat sich dieses Erlebnis massiv verändert. Heute fragen wir uns bei fast jedem Bild oder Video: Moment mal – ist das überhaupt echt, oder nur KI bzw.„AI Slop“?

Der Aufstieg von KI-Inhalten ist dabei kein Randphänomen, das nur eine kleine Gruppe betrifft – es ist ein weitverbreitetes Problem. Dabei geht es nicht nur um den Verlust von Authentizität und menschlicher Kreativität, die viele Nutzer gegenüber KI-generiertem Content & „AI Slop“ bevorzugen. Es geht vor allem um den Anstieg von Desinformation und Deepfakes durch diese Technologien und die damit einhergehenden Gefahren. Oder um die Entwertung kreativer Arbeit. 

KI-generierte Videos werden mit jedem Updates realistischer. Wenn wir dem nichts entgegensetzen, bewegen wir uns auf eine Gesellschaft zu, bei der wir keinem digitalen Produkt mehr vertrauen können. Und da die digitale und die analoge Welt heute aufs engste miteinander verwoben sind und Deepfakes ihren Weg in ebenjene Bereiche finden, in denen die beiden Welten aufeinander treffen, wird dieser Anstieg des Misstrauens uns vor gewaltige Herausforderungen stellen. Denn Demokratien und der demokratische Alltag leben vom Vertrauen. Wenn aber niemand mehr den Menschen und Objekten um sich herum vertrauen kann, verlieren wir unsere Handlungsfähigkeit und bringen uns deshalb mit Blick auf das Bestehen der Demokratie in eine beängstigende Lage.

Und das entscheidende hierbei ist: Es gibt bereits KI-Label auf Plattformen. Aber was nützt mir das, wenn die so versteckt sind, dass ich sie eh nicht sehe? Und es muss nicht nur über die Sichtbarkeit dieser Labels gesprochen werden, sondern vor allem darum, dass man selbst entscheiden können muss, ob man als KI gelabelte Inhalte im Feed haben möchte oder nicht. 

Daher schlage ich zwei Lösungen vor, die die aktuellen Entwicklungen entschärfen könnten:

Option 1: Eine spezielle Funktion, mit der Nutzer Inhalte, die als KI-generiert markiert sind, vollständig aus ihren Feeds blockieren können, indem man in den Einstellungen der App einen entsprechenden Haken aktiviert.

Option 2: Einen separaten „KI-freien Feed“. In diesem Szenario gäbe es also sowohl den gemischten Feed mit menschlichen und nicht-menschlichen Inhalten als auch einen natürlichen, KI-freien Feed.

Die Regeln dafür, was in den KI-freien Feed darf, könnten zwar eine Herausforderung darstellen, sind aber definitiv zu lösen. Hier daher ein erster Arbeitsvorschlag, was unter das KI-Label fallen sollte:
Regel Nr. 1: Die Hauptfigur(en) eines Videos dürfen niemals KI-generiert sein (dadurch werden Videos rausgefiltert, in denen Menschen oder Tiere im Mittelpunkt stehen, die KI generiert sind).
Regel Nr. 2: Selbst wenn die Hauptfigur(en) nicht KI-generiert sind, dürfen nicht mehr als 50 % (zeitlich betrachtet) des Videos KI-darf KI-generierte Inhalte beinhalten (für andere KI-basierte Videos ohne klaren Protagonisten).

So bleibt es für Creator möglich, KI-generiertes Material zur Verbildlichung zu nutzen, ohne dass ihr Video gleich aus dem KI-freien Feed rausfällt. Beim Hochladen eines Videos müssten Nutzer einfach zwei kurze Fragen auf Grundlage dieser Regeln beantworten, um zu bestimmen, ob ihr Video im gemischten oder nur im KI-Feed erscheint.

Die Umsetzung einer solchen Funktion könnte das Nutzererlebnis erheblich verbessern und demokratiegefährdende Tendenzen entschieden bekämpfen. Gleichzeitig würde wieder eine ehrlichere Umgebung entstehen, in der menschliche Kreativität geschätzt wird und authentische Beiträge nicht in der Masse an KI-generiertem Material untergehen.

Ob eine solche Änderung (oder eine vergleichbare, andere Option) letztlich von den Plattformen freiwillig umgesetzt wird, oder indem die Politik sie dazu durch Gesetze verpflichtet, ist egal. Hauptsache, der gegenwärtigen Entwicklung wird etwas entgegengesetzt. Da eine freiwillige Selbstverpflichtung der Unternehmen erfahrungsgemäß allerdings selten der Fall ist, solange die Gewinnmaximierung wegen der im Fokus stehenden Entwicklungen noch nicht unter Druck geraten ist, richtet sich diese Petition in erster Linie an die Politik und die zuständigen Ministerien für Justiz und Digitales. Nutzer von Sozialen Medien brauchen die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, ob Sie mit KI generiertem Content agieren wollen, oder nicht! 

Mit deiner Unterschrift setzt du ein Zeichen für eine Social-Media-Landschaft, die echte Verbindungen über künstliche Interaktionen stellt. Deine Stimme ist wichtig, um eine Veränderung anzustoßen, die die Integrität und Menschlichkeit unserer digitalen Welt bewahrt.

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Niklas T.Petitionsstarter*in

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Petition am 21. Oktober 2025 erstellt