NRW-Kitas kochen: Hitzeschutz jetzt!

Soziale Bewegung:Hitzefreie Kitas! ☀️

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Das Problem

❌ 30 Grad im Schlafraum: Die Gefahr ist real.

Ich heiße Admir Kadric und bin Erzieher aus Lippstadt. Im Sommer höre ich immer wieder von Eltern, wie erschöpft ihre Kinder nach einem Tag in der Kita sind.

Kein Wunder: 30 Grad im Schlafraum machen nicht nur müde, sondern sind ein sehr ernstes Gesundheitsproblem.

☀️ Die Hitzewellen kommen – und werden nicht weniger.

Dabei liegt das Problem auf der Hand: Kinder liegen mittags in aufgeheizten Ruheräumen, können nicht schlafen, trinken zu wenig, sind erschöpft, noch bevor der Tag vorbei ist. Auch die Fachkräfte trifft es hart: Konzentrationsprobleme, Kreislaufbeschwerden und konstante Dehydrierung machen wachsames Arbeiten nahezu unmöglich.

Verdunkeln allein hilft nicht, denn die Räume bleiben heiß. Bei vielen neuen Kitas verschärfen große Glasflächen und fehlende Außenbeschattung das Problem zusätzlich – eine Klimaanlage allein ist da keine nachhaltige Lösung. 

🤯 Kita-Gesetz reformiert – und Hitzeschutz vergessen?

Bis heute fehlen in NRW verbindliche Regelungen, wann und wie Kitas bei gefährlicher Hitze reagieren müssen.

Die Ironie: Ausgerechnet in der Woche, in der der Landtag am 16. Juli die Kita-Reform (KiBiz) endgültig beschlossen hat, gibt es im selben Plenum eine „Aktuelle Stunde" zum Hitzeschutz – ohne dass es ein einziger Kita-Schutzparagraf es ins neue Kita-Gesetz schafft! (LZ.de)

Bis Ende Juni 2026 gab es in NRW bereits rund 1.230 hitzebedingte Todesfälle, mehr als im gesamten Vorjahr (nw.de). Es ist nur eine Frage der Zeit, bis es erste Fälle auch in Kitas geben wird.

Ich habe deshalb bereits an Ministerpräsident Hendrik Wüst und an die NRW-Familienministerin Verena Schäffer geschrieben. Passiert ist nichts.

📣 Familienministerin Schäffer: Tun Sie was gegen kochende Kitas!

Die NRW Regierung darf nicht länger nur zuschauen und die extremen Temperaturen als normalen Sommer abtun. Wir fordern die Einführung eines landesweit verbindlichen Hitzeschutzkonzeptes für Kitas in Nordrhein-Westfalen mit folgenden Maßnahmen:

  1. Verbindliche Temperaturgrenzen: Klare gesetzliche Vorgaben, ab welchen Raumtemperaturen Schutzmaßnahmen verpflichtend greifen müssen.
  2. Rechtliche Grundlage für Hitzefrei in Kitas: Eine Möglichkeit zur Verkürzung der Betreuungszeiten, früheren Abholung von Kindern, zeitweisen Schließung von Einrichtungen und Einführung von „hitzefrei“ analog zum Schulbereich.
  3. Schutz von Schlaf- und Ruheräumen: Verpflichtende Temperaturkontrollen und Höchstgrenzen in Schlaf- und Ruheräumen.
  4. Rechtssicherheit für pädagogische Fachkräfte: Leitungen und Mitarbeitende benötigen eine klare gesetzliche Grundlage, um im Sinne des Kindeswohls handeln zu können.
  5. Klimaangepasste Bauvorgaben für neue Einrichtungen: Verpflichtende Standards für Sonnenschutz, Außenbeschattung, nachhaltige Bauweise, hitzereduzierende Architektur, ausreichende Grün- und Schattenflächen.
  6. Gesundheits- und Arbeitsschutz für Mitarbeitende: Pädagogische Fachkräfte benötigen ebenso sichere und gesundheitsgerechte Arbeitsbedingungen.

Kindeswohl ist keine freiwillige Entscheidung – sondern eine gesetzliche Pflicht.

Für gesunde Kinder. Für sichere Arbeitsbedingungen. Für verantwortungsvolle Bildungseinrichtungen. Für ein modernes und menschenwürdiges Betreuungssystem.

Schütze mit uns gemeinsam Kita-Kinder in NRW vor Hitze:

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Admir KadricPetitionsstarter*in

Die Entscheidungsträger*innen

Verena Schäffer
Verena Schäffer
Ministerin für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration in NRW

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