#NotJustToys: Für die Bezuschussung von Hilfsmitteln zur Masturbation durch Krankenkassen


#NotJustToys: Für die Bezuschussung von Hilfsmitteln zur Masturbation durch Krankenkassen
Das Problem
Schmerzlinderung, Stressabbau, verbesserter Schlaf - die Fülle an positiven Auswirkungen von Praktiken der Selbstbefriedigung auf die Gesundheit ist nicht nur den deutschen Krankenkassen selbst seit Jahren bekannt [1.1], sondern auch ein wachsendes Feld medizinischer Forschung.
„Es gibt immer noch Themen, die gerne verschwiegen werden, obwohl sie die allermeisten Menschen betreffen“ - Sprecher BARMER Krankenkasse [1.2]
Dass sich eine US-amerikanische Studie aus dem Jahr 2021 eindringlich für die ärztliche Verschreibung von Vibratoren ausspricht [2], oder eine norwegische Behörde schon seit 2015 kostenlos Hilfsmittel im Millionenwert an Bürger*innen verteilt [3], zeigt deutlich: das Schmuddel-Image von „Sexspielzeug" ist - zurecht! - überwunden. Unsere Forderung zielt somit auf einen längst überfälligen, ganzheitlichen Umgang mit - zum Teil kostspieligen - Masturbationshilfen zur Behandlung und Vorsorge.
Unsere Forderung:
Wir fordern, dass "Sexspielzeug" nicht mehr nur als Teil sexueller Aktivität betrachtet wird, sondern auch als ein gesundheitsförderndes Hilfsmittel von den Krankenkassen Anerkennung findet und entsprechend bezuschusst werden kann.
Laut Definition geht es bei Gesundheitsförderung vor allem darum, die Lebensbedingungen des Einzelnen zu verbessern. Somit ist die Gesundheitsförderung darauf ausgerichtet, die gesundheitlichen Ressourcen der Menschen zu stärken. Der Fokus liegt vermehrt auf der Unterstützung von Fähigkeiten und Möglichkeiten – sowohl von gesunden als auch kranken Personen. [4]
Die meisten Krankenkassen bezuschussen bereits präventive Sportkurse, Fitnesstracker, Naturarzneimittel u.ä.. Wir finden es ist höchste Zeit, dass auch Hilfsmittel zur Masturbation unter diese Kategorie fallen. Denn Masturbation hilft nicht nur bei einer Reihe von Krankheitssymptomen, sie dient der Erhaltung der allgemeinen Gesundheit. Norwegen hat das bereits erkannt. Hier werden seit 2015 pro Jahr Penispumpen und Vibratoren im zweistelligen Millionenwert auf Staatskosten verteilt. [5]
Warum Hilfsmittel zur Masturbation:
In einem aktuellen Artikel schreibt das Zentrum der Gesundheit, dass der Einsatz eines Vibrators die gesundheitliche Wirkung der Selbstbefriedigung noch verstärkt. [6] Darüber hinaus ist sie dank Hilfsmitteln allen zugänglich – also auch durch Alter oder körperliche Beeinträchtigung eingeschränkten Personen. [7] Bei vielen Symptomen ist es außerdem relevant, dass ein Orgasmus erlebt wird. Mit einem Hilfsmittel steigt die Wahrscheinlichkeit dafür: „Vibrationen, insbesondere an der Klitoris helfen (Frauen), leichter und zuverlässiger zum Orgasmus zu gelangen.“ so Laurie Mintz, Autorin und Professorin für Psychologie an der University of Florida. [8] 28 Prozent der Frauen, die einen Vibrator oder ähnliches verwenden, erleben bereits nach weniger als fünf Minuten einen Höhepunkt. Dahingegen schaffen es nur zehn Prozent der Frauen ohne zusätzliche Hilfe durch ein Sexspielzeug, innerhalb von fünf Minuten einen Orgasmus zu bekommen.
Und auch Männer sind hier alles andere als ausgenommen! App-gesteuerte Produkte werden bereits von Ärzten empfohlen, um Potenzstörungen sowie frühzeitigen oder gehemmten Samenerguss zu behandeln. [9] Hinzu kommen Anzeichen dafür, dass durch regelmäßige Selbstbefriedigung das Risiko von Prostatakrebs drastisch gesenkt wird, und andererseits sexuelle Dysfunktionen nach operativen Eingriffen therapiert werden kann.

Die gesundheitlichen Vorteile der Selbstbefriedigung:
Heute sind sich Expert*innen aus unterschiedlichsten Bereichen einig - die Verwendung von Vibratoren und Masturbatoren bringt Vorteile für die körperliche und mentale Gesundheit mit sich - und zwar bei jedem Geschlecht nahezu aller Altersklassen. Dazu gehören unter anderem:
- Verbesserung des Schlafs
- Abbau von Stress
- Linderung von (Perioden-)Schmerzen
- Stärkung des Beckenbodens und Schutz vor Inkontinenz
Einschlafhilfe:
Bei der Masturbation werden Hormone und Neurotransmitter freigesetzt, die Stress und Blutdruck senken und die Entspannung fördern, was das Einschlafen erleichtern kann. [10] Eine Studie aus dem Jahr 2019, bei der 778 Erwachsene befragt wurden, ergab, dass der Orgasmus eindeutig mit positiven Auswirkungen auf den Schlaf in Verbindung gebracht wird. Viele der Befragten waren der Meinung, dass Masturbation die Zeit bis zum Einschlafen verkürzt und die Schlafqualität verbessert. [11]
Auf die positive Auswirkung von Masturbation hat selbst die Barmer Krankenkasse bereits 2019 mit einem Facebook-Post aufmerksam gemacht: „Masturbation hilft beim Einschlafen […] leg einfach mal selbst Hand an, oder hol dir ein Spielzeug dazu, dann kommt der Schlaf ganz von alleine.“ Was hier noch etwas flapsig formuliert wurde, deutet auf ein gesamtgesellschaftliches Problem hin. Laut einer bundesweiten KKH-Studie sind über 1,2 Millionen Bürger*innen von Schlafstörungen betroffen, bei steigender Tendenz und hoher Dunkelziffer. [12] Eine Umfrage der Techniker Krankenkasse gibt an, dass in der Gruppe der 40- bis 60-Jährigen jeder Dritte klagt, er bekomme nicht genug Schlaf. Und in der Corona-Pandemie hat sich das Problem "schlechter Schlaf" offenbar in allen Altersschichten breit gemacht. [13]
Stressabbau:
Masturbieren kann als Entspannungsmethode bezeichnet werden. Dabei wird im Gehirn das Belohnungszentrum aktiviert und der entsprechende Botenstoff Dopamin gebildet. Zusätzlich wird das Glückshormon Serotonin ausgeschüttet. Beim Orgasmus werden zusätzlich Endorphine und das Hormon Oxytocin ausgeschüttet. Letzteres ist auch als Bindungshormon bekannt, und senkt gleichzeitig den Stresshormonspiegel (Cortisol). [14]
Laut einer Studie des Meinungsforschungsinstituts Penn Schoen Berland in Zusammenarbeit mit dem japanischen Sextoy-Hersteller Tenga aus dem Jahr 2020 liegt „Stressbewältigung“ sogar auf Platz 2 der Gründe, warum Menschen überhaupt masturbieren. Das gaben rund 50 Prozent der Deutschen an. [15] Somit stufen sie Masturbation als einen besseren Stresskiller als Sport, Meditation oder Lesen ein.
Stress ist außerdem immer mehr auf dem Vormarsch. Laut einer Studie der Techniker Krankenkasse steht jede*r Vierte Deutsche unter Stress. [16] Dass Stress auf Körper und Psyche schlägt, ist heute kein Geheimnis mehr. „Neben körperlichen Beschwerden wie zum Beispiel Rückenschmerzen, Kopfschmerzen und Magenbeschwerden kann Dauerstress auch (…) zu Erschöpfung und Depressionen (führen),“ erklärt der TK-Vorstandsvorsitzende Dr. Jens Baas.
Schmerzlinderung:
Die beim Orgasmus ausgeschütteten Endorphine gelten auch als natürliches Schmerzmittel, die bei unterschiedlichen Schmerzen lindernd wirken können.
In einer globalen Studie zu Periodenschmerzen sagten ganze 90 Prozent der 486 Teilnehmerinnen, dass sie Selbstbefriedigung weiterempfehlen würden. 31 Prozent gaben an, dass Masturbation die Intensität der Schmerzen stark reduziert hätte. [17] Zusätzlich zur Ausschüttung der Endorphine ziehen sich beim Orgasmus die Muskeln im Unterleib abwechselnd zusammen und entspannen sich, wodurch schmerzhafte Krämpfe gelöst werden können, so Dr. Andrea Burri, Psychosexologin, Gründerin des Institute for Sex Counseling and Sexual Sciences (ISCSS).
Sexspielzeuge, sogenannte Vaginaltrainer, werden sogar schon lange erfolgreich in der Sexualtherapie eingesetzt. Etwa bei Frauen, die sich vor Schmerzen bei der Penetration fürchten – so Lisa Rustige vom Institut für Sexualforschung des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf. [18]
Eine Studie aus dem Jahr 2013 ergab, dass sexuelle Aktivität zu einer teilweisen oder vollständigen Linderung von Migräne und einigen Clusterkopfschmerzen führt. 60 Prozent der befragten Migränepatient*innen berichteten, dass ihre Migräne deutlich besser wird bzw. ganz verschwindet, wenn sie währenddessen einen Orgasmus haben. [19]

Stärkung des Beckenbodens und Schutz vor Inkontinenz:
Wer regelmäßig einen Vibrator benutzt, stärkt den Beckenboden. Zu diesem Ergebnis kamen die Forscher*innen einer Meta-Studie des Journal of Urology aus dem Jahr 2022. [20] Gerade die Stärkung des Beckenbodens führt zu Verbesserungen einer Reihe von Beschwerden im Unterleib, wie etwa Harninkontinenz, Stuhlinkontinenz, Gebärmutter-, Blasen-, Enddarm- oder Scheidensenkung sowie Blasenentzündung. Aufgrund dieser und weiterer Vorteile, spricht sich das Team der US-Forscher klar für den Vibrator auf Rezept aus. [21]

1.281
Das Problem
Schmerzlinderung, Stressabbau, verbesserter Schlaf - die Fülle an positiven Auswirkungen von Praktiken der Selbstbefriedigung auf die Gesundheit ist nicht nur den deutschen Krankenkassen selbst seit Jahren bekannt [1.1], sondern auch ein wachsendes Feld medizinischer Forschung.
„Es gibt immer noch Themen, die gerne verschwiegen werden, obwohl sie die allermeisten Menschen betreffen“ - Sprecher BARMER Krankenkasse [1.2]
Dass sich eine US-amerikanische Studie aus dem Jahr 2021 eindringlich für die ärztliche Verschreibung von Vibratoren ausspricht [2], oder eine norwegische Behörde schon seit 2015 kostenlos Hilfsmittel im Millionenwert an Bürger*innen verteilt [3], zeigt deutlich: das Schmuddel-Image von „Sexspielzeug" ist - zurecht! - überwunden. Unsere Forderung zielt somit auf einen längst überfälligen, ganzheitlichen Umgang mit - zum Teil kostspieligen - Masturbationshilfen zur Behandlung und Vorsorge.
Unsere Forderung:
Wir fordern, dass "Sexspielzeug" nicht mehr nur als Teil sexueller Aktivität betrachtet wird, sondern auch als ein gesundheitsförderndes Hilfsmittel von den Krankenkassen Anerkennung findet und entsprechend bezuschusst werden kann.
Laut Definition geht es bei Gesundheitsförderung vor allem darum, die Lebensbedingungen des Einzelnen zu verbessern. Somit ist die Gesundheitsförderung darauf ausgerichtet, die gesundheitlichen Ressourcen der Menschen zu stärken. Der Fokus liegt vermehrt auf der Unterstützung von Fähigkeiten und Möglichkeiten – sowohl von gesunden als auch kranken Personen. [4]
Die meisten Krankenkassen bezuschussen bereits präventive Sportkurse, Fitnesstracker, Naturarzneimittel u.ä.. Wir finden es ist höchste Zeit, dass auch Hilfsmittel zur Masturbation unter diese Kategorie fallen. Denn Masturbation hilft nicht nur bei einer Reihe von Krankheitssymptomen, sie dient der Erhaltung der allgemeinen Gesundheit. Norwegen hat das bereits erkannt. Hier werden seit 2015 pro Jahr Penispumpen und Vibratoren im zweistelligen Millionenwert auf Staatskosten verteilt. [5]
Warum Hilfsmittel zur Masturbation:
In einem aktuellen Artikel schreibt das Zentrum der Gesundheit, dass der Einsatz eines Vibrators die gesundheitliche Wirkung der Selbstbefriedigung noch verstärkt. [6] Darüber hinaus ist sie dank Hilfsmitteln allen zugänglich – also auch durch Alter oder körperliche Beeinträchtigung eingeschränkten Personen. [7] Bei vielen Symptomen ist es außerdem relevant, dass ein Orgasmus erlebt wird. Mit einem Hilfsmittel steigt die Wahrscheinlichkeit dafür: „Vibrationen, insbesondere an der Klitoris helfen (Frauen), leichter und zuverlässiger zum Orgasmus zu gelangen.“ so Laurie Mintz, Autorin und Professorin für Psychologie an der University of Florida. [8] 28 Prozent der Frauen, die einen Vibrator oder ähnliches verwenden, erleben bereits nach weniger als fünf Minuten einen Höhepunkt. Dahingegen schaffen es nur zehn Prozent der Frauen ohne zusätzliche Hilfe durch ein Sexspielzeug, innerhalb von fünf Minuten einen Orgasmus zu bekommen.
Und auch Männer sind hier alles andere als ausgenommen! App-gesteuerte Produkte werden bereits von Ärzten empfohlen, um Potenzstörungen sowie frühzeitigen oder gehemmten Samenerguss zu behandeln. [9] Hinzu kommen Anzeichen dafür, dass durch regelmäßige Selbstbefriedigung das Risiko von Prostatakrebs drastisch gesenkt wird, und andererseits sexuelle Dysfunktionen nach operativen Eingriffen therapiert werden kann.

Die gesundheitlichen Vorteile der Selbstbefriedigung:
Heute sind sich Expert*innen aus unterschiedlichsten Bereichen einig - die Verwendung von Vibratoren und Masturbatoren bringt Vorteile für die körperliche und mentale Gesundheit mit sich - und zwar bei jedem Geschlecht nahezu aller Altersklassen. Dazu gehören unter anderem:
- Verbesserung des Schlafs
- Abbau von Stress
- Linderung von (Perioden-)Schmerzen
- Stärkung des Beckenbodens und Schutz vor Inkontinenz
Einschlafhilfe:
Bei der Masturbation werden Hormone und Neurotransmitter freigesetzt, die Stress und Blutdruck senken und die Entspannung fördern, was das Einschlafen erleichtern kann. [10] Eine Studie aus dem Jahr 2019, bei der 778 Erwachsene befragt wurden, ergab, dass der Orgasmus eindeutig mit positiven Auswirkungen auf den Schlaf in Verbindung gebracht wird. Viele der Befragten waren der Meinung, dass Masturbation die Zeit bis zum Einschlafen verkürzt und die Schlafqualität verbessert. [11]
Auf die positive Auswirkung von Masturbation hat selbst die Barmer Krankenkasse bereits 2019 mit einem Facebook-Post aufmerksam gemacht: „Masturbation hilft beim Einschlafen […] leg einfach mal selbst Hand an, oder hol dir ein Spielzeug dazu, dann kommt der Schlaf ganz von alleine.“ Was hier noch etwas flapsig formuliert wurde, deutet auf ein gesamtgesellschaftliches Problem hin. Laut einer bundesweiten KKH-Studie sind über 1,2 Millionen Bürger*innen von Schlafstörungen betroffen, bei steigender Tendenz und hoher Dunkelziffer. [12] Eine Umfrage der Techniker Krankenkasse gibt an, dass in der Gruppe der 40- bis 60-Jährigen jeder Dritte klagt, er bekomme nicht genug Schlaf. Und in der Corona-Pandemie hat sich das Problem "schlechter Schlaf" offenbar in allen Altersschichten breit gemacht. [13]
Stressabbau:
Masturbieren kann als Entspannungsmethode bezeichnet werden. Dabei wird im Gehirn das Belohnungszentrum aktiviert und der entsprechende Botenstoff Dopamin gebildet. Zusätzlich wird das Glückshormon Serotonin ausgeschüttet. Beim Orgasmus werden zusätzlich Endorphine und das Hormon Oxytocin ausgeschüttet. Letzteres ist auch als Bindungshormon bekannt, und senkt gleichzeitig den Stresshormonspiegel (Cortisol). [14]
Laut einer Studie des Meinungsforschungsinstituts Penn Schoen Berland in Zusammenarbeit mit dem japanischen Sextoy-Hersteller Tenga aus dem Jahr 2020 liegt „Stressbewältigung“ sogar auf Platz 2 der Gründe, warum Menschen überhaupt masturbieren. Das gaben rund 50 Prozent der Deutschen an. [15] Somit stufen sie Masturbation als einen besseren Stresskiller als Sport, Meditation oder Lesen ein.
Stress ist außerdem immer mehr auf dem Vormarsch. Laut einer Studie der Techniker Krankenkasse steht jede*r Vierte Deutsche unter Stress. [16] Dass Stress auf Körper und Psyche schlägt, ist heute kein Geheimnis mehr. „Neben körperlichen Beschwerden wie zum Beispiel Rückenschmerzen, Kopfschmerzen und Magenbeschwerden kann Dauerstress auch (…) zu Erschöpfung und Depressionen (führen),“ erklärt der TK-Vorstandsvorsitzende Dr. Jens Baas.
Schmerzlinderung:
Die beim Orgasmus ausgeschütteten Endorphine gelten auch als natürliches Schmerzmittel, die bei unterschiedlichen Schmerzen lindernd wirken können.
In einer globalen Studie zu Periodenschmerzen sagten ganze 90 Prozent der 486 Teilnehmerinnen, dass sie Selbstbefriedigung weiterempfehlen würden. 31 Prozent gaben an, dass Masturbation die Intensität der Schmerzen stark reduziert hätte. [17] Zusätzlich zur Ausschüttung der Endorphine ziehen sich beim Orgasmus die Muskeln im Unterleib abwechselnd zusammen und entspannen sich, wodurch schmerzhafte Krämpfe gelöst werden können, so Dr. Andrea Burri, Psychosexologin, Gründerin des Institute for Sex Counseling and Sexual Sciences (ISCSS).
Sexspielzeuge, sogenannte Vaginaltrainer, werden sogar schon lange erfolgreich in der Sexualtherapie eingesetzt. Etwa bei Frauen, die sich vor Schmerzen bei der Penetration fürchten – so Lisa Rustige vom Institut für Sexualforschung des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf. [18]
Eine Studie aus dem Jahr 2013 ergab, dass sexuelle Aktivität zu einer teilweisen oder vollständigen Linderung von Migräne und einigen Clusterkopfschmerzen führt. 60 Prozent der befragten Migränepatient*innen berichteten, dass ihre Migräne deutlich besser wird bzw. ganz verschwindet, wenn sie währenddessen einen Orgasmus haben. [19]

Stärkung des Beckenbodens und Schutz vor Inkontinenz:
Wer regelmäßig einen Vibrator benutzt, stärkt den Beckenboden. Zu diesem Ergebnis kamen die Forscher*innen einer Meta-Studie des Journal of Urology aus dem Jahr 2022. [20] Gerade die Stärkung des Beckenbodens führt zu Verbesserungen einer Reihe von Beschwerden im Unterleib, wie etwa Harninkontinenz, Stuhlinkontinenz, Gebärmutter-, Blasen-, Enddarm- oder Scheidensenkung sowie Blasenentzündung. Aufgrund dieser und weiterer Vorteile, spricht sich das Team der US-Forscher klar für den Vibrator auf Rezept aus. [21]

1.281
Die Entscheidungsträger*innen

Neuigkeiten zur Petition
Diese Petition teilen
Petition am 16. Mai 2023 erstellt