署名活動についてのお知らせ#NoFracking: Keine neuen Terminals für Klimakiller-Gas!Weltweiter Aktionstag gegen fossiles Gas und Neuigkeiten aus Stade & Brunsbüttel
Lilli und Gustav und die Deutsche Umwelthilfe (DUH)
2020/12/14

Liebe Unterstützer*innen,

fünf Jahre ist es her, dass die Staatengemeinschaft zusammengekommen ist, um sich in Paris auf die Begrenzung der Erderhitzung auf deutlich unter 2° zu verständigen. Fünf Jahre, in denen viel zu wenig in Sachen Klimaschutz passiert ist. Als Folge der Untätigkeit der Regierungen hat sich am Freitag weltweiter Protest formiert. In Argentinien, Belgien, Irland, Kolumbien, Mexiko, den Niederlanden, in Spanien und an vielen weiteren Orten demonstrierten die Menschen gegen den weiteren Ausbau fossiler Infrastruktur, gegen Fracking und für eine Klimaschutzpolitik, die ihren Namen auch wirklich verdient. In Deutschland wurde u. a. an den Küstenstandorten Brunsbüttel, Greifswald, Jever, Kiel, Wilhelmshaven sowie in Berlin, Braunschweig und Hannover protestiert. Und auch im Rahmen der Fridays for Future Proteste kam es wieder zu Klimastreiks.

Dass diese Proteste auch fünf Jahre nach Verabschiedung des Pariser Klimaabkommens bitter nötig sind zeigt sich auch daran, dass die Pläne für die deutschen Fracking-LNG-Terminals immer noch weitergehen. In Stade hat der Betreiber klammheimlich das so genannte „Open Season“ verfahren gestartet, indem das Marktinteresse am fossilen Gas abgefragt wird. 2026 soll das Terminal dann an den Start gehen und mehr fossiles Gas nach Deutschland bringen – ganze 11 Jahre nach Paris. Dabei reden sich die Betreiber des angeblichen „Zero-Emission“-Terminals in Stade ein, mit ihrem Projekt zur Sicherheit und Diversifizierung der deutschen Energieversorgung beizutragen. Wir wissen es besser und sagen: sauberes Gas ist eine dreckige Lüge!

Auch in Brunsbüttel gehen die Planungen weiter. Hier wirbt der Investor derzeit sogar damit, dass das Projekt jetzt von der Tarif- und Netzzugangsregulierung, der ein solches Terminal normalerweise unterliegen würde, durch die Bundesnetzagentur ausgenommen wurde. Diese Entscheidung muss zwar noch von der Europäischen Kommission geprüft werden, aber das hält den Investor nicht davon ab, damit schon Mal Werbung für das Projekt zu machen!

Die fossile Industrie macht also weiter business as usual - sie ignoriert internationale Abkommen und setzt damit unser aller Zukunft aufs Spiel. Die Proteste von Freitag vergangener Woche zeigen aber auch: unser Widerstand wächst, er ist global und zunehmend vernetzt - und er wird noch umfassender werden, je weiter die Klimakrise voranschreitet. Lasst uns die Erdgasindustrie gemeinsam aus ihren fossilen Fieberträumen herausreißen. Wir bleiben weiter dran und werden auch 2021 erbittert gegen neue Erdgasinfrastruktur kämpfen. Und wir sind uns sicher: gemeinsam können wir Paris noch Wirklichkeit werden lassen.

Lilli, Gustav und
Constantin von der Deutschen Umwelthilfe (DUH)

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