Обновление к петиции#NoFracking: Keine neuen Terminals für Klimakiller-Gas!Aufgedeckt: wahre Kosten der LNG-Terminalpläne bisher verschwiegen!
Lilli und Gustav und die Deutsche Umwelthilfe (DUH)
2020/11/12

Liebe Unterstützer*innen,

trotz unseres großen Erfolgs in Wilhelmshaven vergangene Woche gehen die Planungen in Brunsbüttel und Stade weiter. Heute liefert die ZEIT einen weiteren Grund, weshalb auch diese Projekte unbedingt gestoppt werden müssen: die wahren Kosten der Terminals für die Verbraucher*innen sind um ein Vielfaches höher als bisher bekannt – rund 600 Millionen Euro an Mehrkosten wurden bisher verschwiegen. Das haben auch parallele Recherchen der DUH aufgedeckt - unterstützt uns mit einer Spende, damit wir weiter gegen diese sündhaft teuren Großprojekte vorgehen können!

Nachdem Uniper das LNG-Terminal in Wilhelmshaven aufgrund mangelnder Nachfrage vergangene Woche quasi abgesagt hat versetzte das Politiker*innen in Stade und Brunsbüttel in Hochstimmung: schließlich seien die Chancen für die LNG-Projekte an diesen Standorten jetzt enorm gestiegen! Kein Wort wurde dabei darüber verloren, dass die Absage des Projekts ja gerade erfolgt ist, weil es keine ausreichende Nachfrage nach dem Fracking-Gas seitens deutscher Unternehmen gab.

Die ZEIT liefert uns nun heute einen weiteren Grund, wieso auch die beiden verbleibenden Projekte stattdessen abgesagt werden sollten, denn die wahren Kosten der LNG-Terminals für die Verbraucher*innen sind um ein Vielfaches höher als bisher bekannt! Bisher wusste man nur, dass die Verbraucher*innen die Kosten für den Anschluss der Terminals an das Gasnetz tragen müssen.

Das ist aber nur die halbe Wahrheit, denn der Großteil der Kosten versteckt sich im Ausbau des bestehenden Gasnetzes: damit das zusätzliche Erdgas aus den geplanten LNG-Terminals auch aufgenommen werden kann müssen neue Pipelines verlegt, bestehende Pipelines erweitert und technische Anlagen nachgerüstet werden - und das ist teuer. Rund 600 Millionen Euro müssen die Gaskund*innen per Umlage auf den Gaspreis zahlen, wenn beide Terminals ans Netz gehen.

Aber auch die Kosten für den Anschluss der Terminals sind höher als bisher bekannt – statt der ca. 134 Millionen Euro, die das Bundeswirtschaftsministerium angegeben hat, betragen die Kosten hier ca. 200 Millionen! Das umfasst allerdings auch die Ausbaukosten für die Anschlussleitung zum Terminal Wilhelmshaven, das Uniper vergangene Woche abgesagt hat.

Die Verbraucher*innen sollen es also wieder richten. Trotz der mangelnden Nachfrage nach Fracking-Gas und dem Wissen um die Klimaschädlichkeit der Projekte sollen sie mit ihrem Geld ungefragt den Fortbestand einer sterbenden, klimaschädlichen Industrie sichern. Wir fragen uns: was wird uns eigentlich sonst noch so über diese Projekte vorenthalten?

Unsere Arbeit ist also noch längst nicht getan, aber die Recherchen geben uns noch mehr Argumente an die Hand, wieso diese klimaschädlichen Dinosaurierprojekte sofort zu beenden sind. Unterstützt uns jetzt mit einer Spende, damit wir auch weiterhin solche Skandale aufdecken können. Unterschreibt auch unsere Petition und leitet diesen Aufruf an Verwandte, Freund*innen, und Bekannte weiter!

Lilli, Gustav und
Constantin von der Deutschen Umwelthilfe (DUH)

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