Petition update#NoFracking: Keine neuen Terminals für Klimakiller-Gas!Uniper sagt LNG-Terminal Wilhelmshaven ab und kündigt Prüfung anderer Optionen für den Standort an!
Lilli und Gustav und die Deutsche Umwelthilfe (DUH)
6 Nov 2020

Liebe Unterstützer*innen,

wir haben lange gekämpft – und haben jetzt einen großen Sieg errungen. Uniper hat heute verkündet, das LNG-Terminal in Wilhelmshaven in seiner bisher geplanten Form nicht zu bauen! Das ist ein riesiger Erfolg, der ohne eure Unterstützung so nicht möglich gewesen wäre. Damit rücken jetzt Brunsbüttel und Stade wieder mehr in den Fokus – unterstützt uns jetzt mit einer Spende, damit wir gemeinsam auch diese Pläne verhindern können.

Es ist eine verrückte Woche. Inmitten der chaotischen US-Wahl erreichte uns heute eine sehr gute Nachricht: der Energiekonzern Uniper sagt seine Pläne für ein LNG-Terminal in Wilhelmshaven ab! Der Grund: zu viel Protest und zu wenige Unternehmen mit Interesse am Bezug von Fracking-Gas aus dem Projekt. Der Konzern prüft nun andere Möglichkeiten, wie der Standort genutzt werden kann.

Das müssen wir erst einmal sacken lassen. Wir haben zusammen mit euch monatelang gegen das Terminal protestiert, haben aufgeklärt über die negativen Klimafolgen des Projekts und knapp 144.000 Unterschriften gegen schmutziges Fracking-Gas gesammelt – und nun endlich zahlt sich diese Arbeit aus. Die fehlenden Interessensbekundungen zeigen, wie wenig die Gasindustrie selbst noch daran glaubt, dass sich neue fossile Infrastruktur noch lohnt. Das wäre so ohne unsere Arbeit und Eure Unterstützung nicht möglich gewesen. Wir sagen: DANKE! Das ist ein großer Schritt auf dem Weg zu einer klimagerechten Zukunft.

Aber: Auf diesem Erfolg können und wollen wir uns nicht ausruhen. Denn Uniper möchte an dem Standort festhalten, auch, wenn nun andere Optionen geprüft werden. Dabei liegt der Standort in unmittelbarer Nähe zu streng geschützten Naturräumen, zum Beispiel zum Nationalpark Wattenmeer. Hier werden wir auch in Zukunft genau hinschauen.

Vor allem werden die Planungen an den anderen Standorten nun wohl aber energischer denn je vorangetrieben. Die German LNG GmbH aus Brunsbüttel hat erst vorgestern verkündet, dass sie nach Gesprächen mit der Bundesnetzagentur einen Entwurf für eine Freistellung von der Tarif- und Netzzugangsregulierung erhalten hat – mit so einer Freistellung könnte der Investor langfristig Geld sparen und wäre einer finalen Investitionsentscheidung somit ein ganzes Stück näher. Auch in Stade gehen die Planungen aktuell weiter.

Unsere Arbeit ist also noch lange nicht vorbei. Die fossile Industrie weiß, dass es mit Gas um eine ihrer letzten Einnahmequellen geht – und kämpft energisch an allen Fronten daran, noch möglichst lange und viel Geld in diesem Geschäftsfeld verdienen zu können. Klimaschutz? Zweitrangig. Wir müssen deshalb jetzt alles daransetzen, auch die Pläne in Brunsbüttel und Stade aufzuhalten – und uns auch in Wilhelmshaven weiterhin jeglichen Versuchen der Gaslobby entgegenzustellen, das fossile Zeitalter weiter zu verlängern und wertvolle Naturräume zu zerstören. Dabei sind wir auf eure Unterstützung angewiesen – mithilfe eurer Spenden sind wir uns sicher, an diesen großen Erfolg sehr bald anknüpfen zu können. Lasst uns auch in Zukunft gemeinsam für eine klimagerechte Welt kämpfen – heute zeigt, dass sie Wirklichkeit werden kann.  

Lilli, Gustav und
Constantin von der Deutschen Umwelthilfe (DUH)

 

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