Freistellung von Tierquäler und Einstellung aller Tierversuche an der Universität Basel

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Freistellung von Tierquäler und Einstellung aller Tierversuche an der Universität Basel

Nach den bekannt gewordenen massiven Verstössen gegen das geltende Tierschutzgesetz, begangen durch eine verantwortliche Person der Tierversuchsabteilung, fordern wir deren umgehende Freistellung, sowie die Einstellung sämtlicher Tierversuche an der Uni Basel.

Ein verantwortlicher Versuchsleiter am Zentrum für Lehre und Forschung der Universität Basel soll bei Tierversuchen mit Labormäusen gegen das Tierschutzgesetz verstossen haben. Wie aus dem Strafbefehl hervorgeht, hat der 46-Jährige die Tiere nach Operationen nicht fachgerecht gepflegt und ihnen so unnötig Schmerzen zugefügt. So habe er einer operierten Maus die Nähte nicht wie vorgeschrieben nach zehn Tagen entfernt und einer anderen Maus eine klaffende Operationswunde nicht geschlossen. Zudem habe er nicht lange genug Schmerzmittel verabreicht und die Medikation nicht aufgezeichnet. Auch habe er es versäumt, ein Dokumentationsblatt zum Erfassen des Befindens der Tiere, ein sogenanntes Score-Sheet, auszufüllen. Für diese Vergehen, die das Veterinäramt im Rahmen einer unangekündigten Kontrolle am 16. August 2018 im Labor feststellte, wurde der Versuchsleiter per Strafbefehl wegen Tierquälerei und Widerhandlung gegen das Tierschutzgesetz zu einer Busse von CHF 5000.- verurteilt.

Wir fordern die Leitung der Universität Baselstadt dazu auf, umgehend Konsequenzen aus dem Fall zu ziehen und den betreffenden Versuchsleiter umgehend und ohne Aufschub freizustellen, sowie sämtliche Tierversuche per sofort einzustellen und sich noch im Tierlabor befindliche Tiere an den Tierschutz zu übergeben.

Quellenangaben: 20Min/Basellandschaftliche Zeitung BZ 2019