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Die Maghreb-Staaten sind #nichtsicher: Schickt Homosexuelle nicht zurück ins Dunkel!

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3 Jahre Gefängnis für einen Kuss. Unvorstellbar? Nicht in Ländern wie Marokko, Algerien und Tunesien, wo Homosexualität unter Strafe steht.

Doch jetzt hat der deutsche Bundestag beschlossen, genau diese Länder in die Liste der “sicheren Herkunftsstaaten” aufzunehmen. Asylanträge von Menschen aus diesen Staaten könnten somit künftig standardmäßig und im Schnellverfahren abgelehnt werden.

Dabei ist die Situation dort für viele Menschen alles andere als “sicher”: In allen drei Ländern werden Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans* Personen diskriminiert, strafrechtlich verfolgt und von ihren eigenen Familien, Nachbarn und Behörden geächtet.

Erst vor wenigen Wochen wurden zwei Männer in Marokko in ihrem eigenen Haus Opfer einer brutalen Messerattacke – und wurden anschließend selbst wegen “Unzucht” angeklagt. Die Mitglieder von All Out haben sich zwar mit Erfolg für die Freilassung der beiden Männer eingesetzt – aber sicher vor Verfolgung und Diskriminierung sind sie und Tausende andere Menschen in Marokko, Algerien und Tunesien weiterhin nicht.   

Die Bundesregierung kennt diese Fakten und ignoriert sie einfach. Sie setzt damit die Sicherheit der Menschen aufs Spiel, die am schutzbedürftigsten sind.

Doch es ist noch nicht zu spät: Noch muss der Bundesrat dem Gesetzentwurf zustimmen. Viele Bundesländer haben sich noch nicht festgelegt – insbesondere bei den Grün mitregierten Ländern wächst der Widerstand. Mit lautem Protest können wir diesen kritischen Stimmen Nachdruck verleihen und das Gesetz aufhalten.

Das Grundrecht auf Asyl ist ein Menschenrecht! Wir fordern von den Grün mitregierten Ländern im Bundesrat ihre Sperrminorität zu nutzen und die Einstufung von Marokko, Algerien und Tunesien als sichere Herkunftsländer zu verhindern und sicherzustellen, dass Anträge auf Schutz individuell geprüft werden.


Hier sind einige weitere Informationen zum Thema:

Maghrebstaaten sind keine sicheren Herkunftsstaaten!, Pro Asyl

Tunesien, Marokko und Algerien sind unsicher, LSVD

Grüne gegen Liste sicherer Herkunftsstaaten, Welt.de

All Out-Kampagne für zwei Männer in Marokko, die überfallen und wegen Homosexualität angeklagt wurden

All Out-Kampagne für einen Studenten aus Tunesien, der wegen SMS an einen anderen Mann verhaftet wurde



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