Nichtanrechnung des Prüfungsversuchs an der HAW Hamburg für iranische Studierende im WS256


Nichtanrechnung des Prüfungsversuchs an der HAW Hamburg für iranische Studierende im WS256
Das Problem
Sehr geehrte Damen und Herren,
wir, eine Gruppe iranischer Studierender dieser Hochschule, wenden uns mit diesem Schreiben an Sie, um auf eine außergewöhnliche humanitäre und psychische Ausnahmesituation aufmerksam zu machen, die aktuell einen erheblichen Teil der Studierendenschaft betrifft.
In den vergangenen Wochen hat sich die Lage im Iran dramatisch zugespitzt. Nach übereinstimmenden Berichten sind rund 18.000 Menschen ums Leben gekommen. Parallel dazu kommt es zu flächendeckenden Ausfällen von Internet- und Kommunikationsnetzen, wodurch die Studierende keinen Kontakt zu ihren Familien und Angehörigen halten können.
Diese Situation stellt eine erhebliche psychische Belastung dar und führt zu anhaltendem Stress, Angstzuständen, Konzentrationsstörungen sowie emotionaler Instabilität. Unter diesen Umständen ist eine gleichwertige, faire und chancengleiche Vorbereitung auf Prüfungen faktisch nicht gegeben.
Uns ist bewusst, dass die Durchführung der Prüfungen aus organisatorischen und rechtlichen Gründen vorgesehen ist und nicht zur Disposition steht.
Zur Wahrung des Gleichbehandlungsgrundsatzes gemäß Art. 3 Abs. 1 GG bitten wir jedoch nachdrücklich darum,
- dass die Teilnahme an Prüfungen in diesem Semester nicht als Prüfungsversuch im Sinne der Prüfungsordnung angerechnet wird, sodass den betroffenen Studierenden keine prüfungsrechtlichen Nachteile entstehen und insbesondere keine der maximal zulässigen drei Prüfungsversuche verbraucht werden.
Die aktuelle Situation stellt einen klaren Fall höherer Gewalt (force majeure) dar, der außerhalb des Einflussbereichs der Studierenden liegt. Eine Nichtanrechnung als Prüfungsversuch wäre daher eine verhältnismäßige, rechtlich saubere und menschlich angemessene Maßnahme.
Wir bitten die Hochschule, im Rahmen ihrer Möglichkeiten und unter Berücksichtigung der Fürsorgepflicht gegenüber den Studierenden eine entsprechende Entscheidung zu treffen.
Für Ihr Verständnis und Ihre Unterstützung danken wir Ihnen im Voraus.
Mit freundlichen Grüßen
Die unterzeichnenden iranischen Studierenden
934
Das Problem
Sehr geehrte Damen und Herren,
wir, eine Gruppe iranischer Studierender dieser Hochschule, wenden uns mit diesem Schreiben an Sie, um auf eine außergewöhnliche humanitäre und psychische Ausnahmesituation aufmerksam zu machen, die aktuell einen erheblichen Teil der Studierendenschaft betrifft.
In den vergangenen Wochen hat sich die Lage im Iran dramatisch zugespitzt. Nach übereinstimmenden Berichten sind rund 18.000 Menschen ums Leben gekommen. Parallel dazu kommt es zu flächendeckenden Ausfällen von Internet- und Kommunikationsnetzen, wodurch die Studierende keinen Kontakt zu ihren Familien und Angehörigen halten können.
Diese Situation stellt eine erhebliche psychische Belastung dar und führt zu anhaltendem Stress, Angstzuständen, Konzentrationsstörungen sowie emotionaler Instabilität. Unter diesen Umständen ist eine gleichwertige, faire und chancengleiche Vorbereitung auf Prüfungen faktisch nicht gegeben.
Uns ist bewusst, dass die Durchführung der Prüfungen aus organisatorischen und rechtlichen Gründen vorgesehen ist und nicht zur Disposition steht.
Zur Wahrung des Gleichbehandlungsgrundsatzes gemäß Art. 3 Abs. 1 GG bitten wir jedoch nachdrücklich darum,
- dass die Teilnahme an Prüfungen in diesem Semester nicht als Prüfungsversuch im Sinne der Prüfungsordnung angerechnet wird, sodass den betroffenen Studierenden keine prüfungsrechtlichen Nachteile entstehen und insbesondere keine der maximal zulässigen drei Prüfungsversuche verbraucht werden.
Die aktuelle Situation stellt einen klaren Fall höherer Gewalt (force majeure) dar, der außerhalb des Einflussbereichs der Studierenden liegt. Eine Nichtanrechnung als Prüfungsversuch wäre daher eine verhältnismäßige, rechtlich saubere und menschlich angemessene Maßnahme.
Wir bitten die Hochschule, im Rahmen ihrer Möglichkeiten und unter Berücksichtigung der Fürsorgepflicht gegenüber den Studierenden eine entsprechende Entscheidung zu treffen.
Für Ihr Verständnis und Ihre Unterstützung danken wir Ihnen im Voraus.
Mit freundlichen Grüßen
Die unterzeichnenden iranischen Studierenden
934
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Petition am 21. Januar 2026 erstellt