Confirmed victory

Der französische Botschafter Maurice Gourdault-Montagne kündigte im April an, das Maison de France am Kurfürstendamm in Berlin zu schließen und das darin ansässige Institut français in die französische Botschaft umsiedeln zu wollen. Wir, das Personal des Institut francais, fordern den Erhalt des Maison de France an seinem ursprünglichen Ort. Bekannte Persönlichkeiten wie Wim Wenders, Alfred Grosser, Barbara Thalheim, Marek Janowski und Alexander Graf Lambsdorff unterstützen uns bereits mit ihrer Unterschrift.

Das denkmalgeschützte Haus ist ein symbol- und geschichtsträchtiger Ort, welcher die Berliner Nachkriegszeit und das Aufkommen der deutsch-französischen Beziehungen prägte.

Das Maison de France ist aber noch viel mehr: es ist ein „lebendiges" Haus, welches intensiv von der Berliner Bevölkerung genutzt wird. Die Besucherzahlen steigen stetig: so können die angebotenen Sprachkurse seit 2008 einen Zuwachs von mehr als +35% aufweisen, die Bibliothek-Mediathek zählt heute mehr als 85.000 Ausleihen/Jahr (50.000 in 2008), das Cinéma Paris ist eine Berliner Institution für anspruchsvolles Autoren-Kino und mit der Eröffnung des Restaurants „Brasserie de Paris" im Jahr 2011 hat das Haus einen weiteren Publikumsmagnet hinzugewonnen. Das Haus ist somit auf dem besten Weg, sich selbst zu finanzieren. Der Kurfürstendamm erwacht zu neuem Leben, der Berliner Pracht-Boulevard zählt stündlich Tausende von Passanten, neue Geschäfte siedeln sich an. Es wäre schade, wenn Frankreich sich gerade jetzt aus einem Bezirk zurückzieht, der wieder im Kommen ist.

Zudem müssten die durch den Verkauf erzielten Einkünfte für umfangreiche notwendige Renovierungsarbeiten und Umbaumaßnahmen der französischen Botschaft aufgewendet werden. Es ist bislang keineswegs erwiesen, dass eine Schließung des Hauses und ein Umzug des Institut français letzten Endes nicht teurer werden könnte als das Aufrechterhalten des jetzigen Standorts.

Der Verkaufspreis wird derzeit auf lediglich 10 bis 20 Millionen € geschätzt, obwohl das Gebäude 1991 für 60 Millionen DM bzw. (umgerechnet ca. 43 Millionen €) erworben wurde. Dieser geplante Verkauf ist finanziell nicht sinnvoll. Des Weiteren beunruhigt die Perspektive, in ein Botschaftsgebäude umzuziehen, das Publikum unseres Hauses. Zahlreiche Fragen bzgl. der Sicherheitsauflagen und der Raumkapazitäten sind noch gänzlich ungeklärt.

Als Betriebsrat geht es uns nicht in erster Linie um die Problematik der geographischen Ansiedlung oder das Umfeld unserer Arbeitsplätze. Wir sind vielmehr der festen Überzeugung, dass es sich hier um eine falsche Entscheidung handelt, welche die Zukunft des Institut français gefährdet. Die Zahl der Besucher wird drastisch sinken und somit auch die Einnahmen. Die Schließung des Maison de France könnte auch die Schließung des Institut français in Berlin bedeuten. Wir denken zudem, dass es einem Skandal gleichkommt, diesen historischen Standort aufzugeben. 

Gerade im 50. Jubiläumsjahr des Elysee-Vertrages wollen wir die Entscheidungsträger beider Länder auf diese unglückliche und unzumutbare Entscheidung und die unnötige Gefährdung der deutsch-französischen Zusammenarbeit in Berlin aufmerksam machen.

Im September fällt die Entscheidung, ob das Maison de France verkauft wird. Es bleibt nicht mehr viel Zeit, die Entscheidungsträger zu erreichen. Bitte setzen Sie ein Zeichen für die Deutsch-Französische Freundschaft und unterschreiben Sie jetzt.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Facebook Seite.

Le personnel de l´institut francais lance une pétition contre la vente de la Maison de France à Berlin- plus d´infos sur notre page facebook- Aidez nous à sauver le symbole de l´amitié franco-allemande! Merci. Plus d'information sur notre page Facebook.

Letter to
Ministre des Affaires étrangères Monsieur Laurent Fabius
Monsieur le Ministre des Affaires étrangères, ne vendez pas la Maison de France à Berlin !
Cette Maison qui abrite l’Institut français mais aussi le cinéma Le Paris, la brasserie Le Petit Paris et une importante agence artistique, n’est pas qu’un symbole de l’amitié franco-allemande : c’est une « entreprise culturelle » qui marche, et de mieux en mieux ! Sa vente serait une erreur, l’année où on célèbre les 50 ans du Traité de l’Elysée et il suffit de lire les commentaires laissés sur notre pétition pour comprendre qu’elle est perçue comme tel par les Allemands dans leur ensemble et pas seulement les Berlinois. On sacrifierait dans la précipitation un outil historique de promotion culturelle et linguistique, outil unique au monde, dont le potentiel demeure exceptionnel à Berlin, au moment même où son quartier d’implantation connait dans tous les domaines (mode, commerce, immobilier, culture) un boom spectaculaire. Dans ce contexte, quelle image la France choisit-elle d’envoyer, pour un maigre et provisoire profit financier, à ses partenaires allemands, et même à l’Europe entière ?