Daniel Shuminov wurde aufgrund seiner Rolle als Sprecher des Palästina-Camps „Hind’s Garden“ an der Goethe-Universität Frankfurt von seiner Tätigkeit als Guide und Publikumsbetreuer im Historischen Museum Frankfurt suspendiert.
Das Protestcamp „Hind’s Garden“ fand vom 20. bis zum 26. Mai 2024 an der Universität Frankfurt satt. Es wurde benannt nach dem sechsjährigen palästinensischen Mädchen Hind Rajab, das bei der Flucht aus Gaza durch das israelische Militär getötet wurde. Die Leitung der Universität Frankfurt wollte das Protestcamp verbieten, aber das wurde gerichtlich verhindert. Das Protestcamp wurde vielfach als angeblich antisemitisch angefeindet, aber das war es nicht. Es ist eigentlich die Pflicht eines jeden Menschen mit Mitgefühl, humanistischer und demokratischer Einstellung, gegen solchen Völkermord seine Stimme zu erheben.
Das Historische-Museum Frankfurt hat gegenüber Daniel Shuminov das einseitige Beenden aller Aufträge verkündet und die Hans-Böckler-Stiftung, das Forschungs- und Studienförderungswerk des Deutschen Gewerkschaftsbundes, hat ihm das Stipendiat gekündigt.
Daniel war vier Jahre lang als Führer im Historischen Museum für die Vermittlung der Geschichte des Faschismus in Frankfurt tätig, leistete Aufklärung über die Verbrechen des Faschismus und engagierte sich gegen Antisemitismus und heutige faschistische Propaganda. Soll eine Aufklärung über den Holocaust nur noch von jenen durchgeführt werden könne, die die israelischen Kriegsverbrechen an der palästinensischen Bevölkerung billigen? Nein. Das Gedenken an die Verbrechen des deutschen Faschismus schließt den Einsatz gegen Verbrechen der heutigen Zeit ein.
Die Berufsverbote haben in Deutschland eine verhängnisvolle Geschichte. In den 70er Jahren wurden viele 1000 Lehrer, Beschäftigte an Hochschulen und des öffentlichen Diensts mit der Argumentation der „Zweifel an ihrer Verfassungstreue“ entlassen. Daniel ist nun der Erste, den es wegen Engagement gegen den Völkermord in Gaza trifft. Das darf nicht geduldet werden, das geht jeden an.
Der Vorgang zeigt, wie wichtig unsere Petition Nein zur Rechtsentwicklung und Militarisierung in Schulen, Hochschulen und Kultureinrichtungen im Namen der „Kriegstüchtigkeit“! ist. Solidarisiert euch mit Daniel Shuminov und unterschreibt:
Link zu Petition zur Unterstützung von Daniel Shuminov
Kein neues Berufsverbot! Weiterbeschäftigung von Daniel Shuminov durch das Historische Museum Frankfurt!
Rücknahme der Kündigung des Stipendiums durch die Hans-Böckler-Stiftung!