
Viele von uns fühlen sich durch die aktuelle Vielzahl an deprimierenden Nachrichten verunsichert und machtlos. Gerade vor diesem Hintergrund freut es uns umso mehr positive Neuigkeiten in Bezug auf unser Anliegen für eine nachhaltige Zusammenarbeit zwischen Archäologie und Sondengängern in Bayern verkünden zu können.
Konstruktiver Austausch mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege (BLfD)
Letzte Woche hatten Sebastian Aringer aus Aschau am Chiemsee und ich (David Arnold) aus Nürnberg auf unseren Wunsch hin einen ersten sehr konstruktiven, freundlichen und lösungsorientierten Austausch mit dem BLfD in München. Wir haben uns gegenseitig zugehört, die Sorgen und Bedenken der beiden Seiten angerissen, erste Schritte vereinbart und den nächsten Termin eines längeren Austauschs festgelegt. Allen Beteiligten ist bewusst, dass wir keine sofortige Lösung für alle Herausforderungen zum Thema Sondengehen und Archäologie finden können. Im Laufe der Gespräche wollen wir weitere Beteiligte einbinden und abschließend – im Idealfall – gemeinsam eine für alle bestmögliche Lösung erarbeiten.
Folgende Punkte haben wir bereits vereinbaren können:
- Durchführung einer anonymen Umfrage unter Bayerischen Sondengängern bis zum Mai diesen Jahres, was sie von der Meldung von Funden abhält und wie man die Motivation zur Fundmeldung maximal – wie z.B. in Dänemark - fördern könnte. Durch das BLfD erfuhren wir von einer ähnlichen Umfrage, die bereits 2023 erfolgreich von Manuel Pölzl in Österreich durchgeführt wurde. Wir werden in den nächsten Wochen unsere davon inspirierte Umfrage für Bayern starten und bis dahin die Fragen ausarbeiten. Seit 2024 läuft in Österreich als Ergebnis der dortigen Umfrage ein Pilotprojekt mit Sondengängern. Das Projekt wird durch das dortige Landesamt für Denkmalpflege finanziert. Die Ergebnisse der Umfrage konnten in dem Pilotprojekt bestätigt werden. Die Studie ist hier zu finden.
- Unser Vernetzungsangebot für einen Austausch mit den zuständigen hochrangigen Fachleuten aus England und Dänemark (zu denen wir gute Kontakte haben) ist sehr positiv aufgenommen worden und die ersten Vorbereitungen sind dafür bereits begonnen worden.
- Der Vorschlag, dass das BLfD mit mir an der Konferenz des Europäischen Fundmeldenetzwerks in Wien teilnimmt, wurde auch dankend angenommen. Auf dieser Veranstaltung werde ich neben Ergebnissen aus der geplanten Umfrage auch unser ehrenamtliches Projekt „Ja zum bürgernahen Denkmalschutz“ vorstellen.
Diese Vereinbarungen beweisen einmal mehr, dass man es sich mit der Klage – „Ich bin ein kleines Licht und ich kann sowieso nichts ausrichten.“ – zu einfach macht. Die Welt wurde noch nie besser gemeckert, sondern nur besser gemacht. Mit den richtigen Argumenten, Engagement, einer guten Portion Humor, freundlich-bestimmter Hartnäckigkeit und mit passenden Lösungsvorschlägen ist es möglich positive Veränderungen für unsere Gesellschaft anzustoßen. Manchmal reicht auch schon eine Mail aus um etwas zu bewirken. Wie 2023 unsere Anregung Kinder und Jugendliche für die Archäologie zu begeistern. Hierzu werden wir demnächst gesondert berichten.
Auf Grund dieser positiven Erfahrungen bitten wir euch:
Lasst uns alle zusammen lösungsorientiert dieses Thema anpacken, um die Entscheidungsträger heute und zukünftig in die Lage versetzen zu können, eine für die Allgemeinheit optimale Anpassung der Rahmenbedingungen vornehmen zu können.
PS: Über Hinweise und Unterstützung sind wir sehr dankbar.