Nein zum „Generationenkapital“ von Herrn Lindner


Nein zum „Generationenkapital“ von Herrn Lindner
Das Problem
Der Vorschlag, am Kapitalmarkt Geld anzulegen und mit den Erträgen die Renten zu sichern, hört sich gut an, ist aber Unsinn. Warum?
- Das Geld dafür muss geliehen werden. Das bedeutet, es werden Zinsen und später Tilgung fällig. Die Rendite aus dem Fond muss so hoch sein, dass die Zinsen bedient werden können und noch etwas übrigbleibt, das dann in die Rentenkasse eingezahlt werden kann. Sehr unwahrscheinlich. Kurz: Man kann ohne Geld zu besitzen kein weiteres Geld machen.
- Das hat die Regierung schon einmal so ähnlich gemacht. Der KENFO der Fond zur Kerntechnischen Entsorgung wirft keinesfalls genug Geld für die Entsorgung der Brennelemente ab. Warum soll das denn mit dem Generationenkapital von Lindner anders sein?
- Die Norweger und Schweden machen es doch auch und bei denen funktioniert das. Warum soll das bei uns nicht funktionieren? Die Norweger haben die Einnahmen aus Ihrem Öl über viele Jahre hinweg in diesen Fond für die staatliche Rente gesteckt. Sie mussten sich kein Geld leihen, um den Fond aufzulegen. In Schweden zahlt jeder Arbeitnehmer einen kleinen Betrag in den schwedischen Rentenfond ein. Das ist Geld aus Erwerbsarbeit, das verdient wurde. Als der Fond nicht so gut lief, gab es in Schweden auch Rentenkürzungen, nämlich 2010, 2011 und 2014.
- In den USA machen die das doch auch so. Warum hier nicht? Ja, in den USA leben seit der Lehman-Pleite auch viele Leute in Armut oder auf der Straße, deren gesamte Rente einfach weg ist.
Kurz, was Herr Lindner vorhat, ist risikoreich. Sollte das geplante „Generationenkapital“ nicht genug Geld abwerfen, müssen die Schulden trotzdem bedient werden, und zwar von uns allen.
Was könnte man stattdessen Besseres machen?
Dafür gibt es viele Vorschläge - und jeder weitere Vorschlag ist willkommen. Fast alle dieser Vorschläge würden sicheres Geld einbringen und viele sogar mehr Geld als das „Generationenkapital“.
- A. Abschaffung des Dienstwagenprivilegs und aller Essens- und sonstigen Gutscheine. Warum bringt das mehr Geld in die Rentenkasse? Wenn die Leute Ihren Dienstwagen nicht mehr privat nutzen dürfen, werden sie auf den Dienstwagen verzichten und sich ein eigenes Auto kaufen. Dafür brauchen sie mehr Lohn. Mehr Lohn bedeutet mehr Geld in den Rentenkassen. Die ganzen Dienstwagen und Essens-Gutscheine entziehen unserem System Geld, weil die als Betriebsausgaben gebucht werden dürfen, auf die natürlich keine Rentenbeiträge und keine Krankenkassenbeiträge gezahlt werden, nicht einmal Steuern. Das kostet die Unternehmen nur die Hälfte von „mehr Lohn“.
- B. Auch Selbständige zahlen in die Rentenkasse ein. Sehr unpopulär, aber effektiv. Beamte könnten auch einzahlen, aber das bringt nicht so viel Geld ein, weil Beamte ja sowieso Ihr Leben lang vom Staat alimentiert werden und bis auf wenige Spitzenbeamte nicht so gut verdienen. Kurz: Beamte bekommen zwar mehr Rente als angestellte Arbeitnehmer, aber während sie arbeiten, verdienen sie weniger Geld als sie in der Wirtschaft verdienen könnten. Dafür haben sie am Ende eine sichere Rente. Das ist der Deal mit dem Staat. Wenn Beamte auch einzahlen sollen, müsste das ganze System umgestellt werden und dann wird die Verwaltung insgesamt teurer. Aber das ginge natürlich auch. Dafür müsste man an mehreren Schrauben drehen.
- C. Wir brauchen hier mehr Menschen in Arbeit, und wir haben eine Menge Leute, die sich hier gerne etwas aufbauen wollen. Lassen wir die ran. Wir lösen das Rentenproblem und den Fachkräftemangel zusammen.
Jeder der Punkte A bis C würde mehr Geld in die Rentenkassen bringen als das Generationenkapital.
Hier noch ein Zusatzvorschlag: Herr Lindner könnte sich mit einer echten Reform der Riesterrente unsterblich machen. Die Lindner-Rente und die brächte etwas, für die, die sie abschließen. Das wäre mal etwas.
Wenn wirklich viele Unterschriften zusammenkommen, werde ich die gerne dem Finanzausschuss des Bundestages übergeben.
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Das Problem
Der Vorschlag, am Kapitalmarkt Geld anzulegen und mit den Erträgen die Renten zu sichern, hört sich gut an, ist aber Unsinn. Warum?
- Das Geld dafür muss geliehen werden. Das bedeutet, es werden Zinsen und später Tilgung fällig. Die Rendite aus dem Fond muss so hoch sein, dass die Zinsen bedient werden können und noch etwas übrigbleibt, das dann in die Rentenkasse eingezahlt werden kann. Sehr unwahrscheinlich. Kurz: Man kann ohne Geld zu besitzen kein weiteres Geld machen.
- Das hat die Regierung schon einmal so ähnlich gemacht. Der KENFO der Fond zur Kerntechnischen Entsorgung wirft keinesfalls genug Geld für die Entsorgung der Brennelemente ab. Warum soll das denn mit dem Generationenkapital von Lindner anders sein?
- Die Norweger und Schweden machen es doch auch und bei denen funktioniert das. Warum soll das bei uns nicht funktionieren? Die Norweger haben die Einnahmen aus Ihrem Öl über viele Jahre hinweg in diesen Fond für die staatliche Rente gesteckt. Sie mussten sich kein Geld leihen, um den Fond aufzulegen. In Schweden zahlt jeder Arbeitnehmer einen kleinen Betrag in den schwedischen Rentenfond ein. Das ist Geld aus Erwerbsarbeit, das verdient wurde. Als der Fond nicht so gut lief, gab es in Schweden auch Rentenkürzungen, nämlich 2010, 2011 und 2014.
- In den USA machen die das doch auch so. Warum hier nicht? Ja, in den USA leben seit der Lehman-Pleite auch viele Leute in Armut oder auf der Straße, deren gesamte Rente einfach weg ist.
Kurz, was Herr Lindner vorhat, ist risikoreich. Sollte das geplante „Generationenkapital“ nicht genug Geld abwerfen, müssen die Schulden trotzdem bedient werden, und zwar von uns allen.
Was könnte man stattdessen Besseres machen?
Dafür gibt es viele Vorschläge - und jeder weitere Vorschlag ist willkommen. Fast alle dieser Vorschläge würden sicheres Geld einbringen und viele sogar mehr Geld als das „Generationenkapital“.
- A. Abschaffung des Dienstwagenprivilegs und aller Essens- und sonstigen Gutscheine. Warum bringt das mehr Geld in die Rentenkasse? Wenn die Leute Ihren Dienstwagen nicht mehr privat nutzen dürfen, werden sie auf den Dienstwagen verzichten und sich ein eigenes Auto kaufen. Dafür brauchen sie mehr Lohn. Mehr Lohn bedeutet mehr Geld in den Rentenkassen. Die ganzen Dienstwagen und Essens-Gutscheine entziehen unserem System Geld, weil die als Betriebsausgaben gebucht werden dürfen, auf die natürlich keine Rentenbeiträge und keine Krankenkassenbeiträge gezahlt werden, nicht einmal Steuern. Das kostet die Unternehmen nur die Hälfte von „mehr Lohn“.
- B. Auch Selbständige zahlen in die Rentenkasse ein. Sehr unpopulär, aber effektiv. Beamte könnten auch einzahlen, aber das bringt nicht so viel Geld ein, weil Beamte ja sowieso Ihr Leben lang vom Staat alimentiert werden und bis auf wenige Spitzenbeamte nicht so gut verdienen. Kurz: Beamte bekommen zwar mehr Rente als angestellte Arbeitnehmer, aber während sie arbeiten, verdienen sie weniger Geld als sie in der Wirtschaft verdienen könnten. Dafür haben sie am Ende eine sichere Rente. Das ist der Deal mit dem Staat. Wenn Beamte auch einzahlen sollen, müsste das ganze System umgestellt werden und dann wird die Verwaltung insgesamt teurer. Aber das ginge natürlich auch. Dafür müsste man an mehreren Schrauben drehen.
- C. Wir brauchen hier mehr Menschen in Arbeit, und wir haben eine Menge Leute, die sich hier gerne etwas aufbauen wollen. Lassen wir die ran. Wir lösen das Rentenproblem und den Fachkräftemangel zusammen.
Jeder der Punkte A bis C würde mehr Geld in die Rentenkassen bringen als das Generationenkapital.
Hier noch ein Zusatzvorschlag: Herr Lindner könnte sich mit einer echten Reform der Riesterrente unsterblich machen. Die Lindner-Rente und die brächte etwas, für die, die sie abschließen. Das wäre mal etwas.
Wenn wirklich viele Unterschriften zusammenkommen, werde ich die gerne dem Finanzausschuss des Bundestages übergeben.
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Petition am 7. März 2024 erstellt