
Liebe Community,
der Antrag zur Ächtung des N-Wortes wurde heute leider nicht verabschiedet.
Von den 40 Mitgliedern des Migrationsbeirats München waren bei der Vollversammlung erneut weniger als die Hälfte anwesend, was somit wieder zur Folge hatte, dass keine Beschlussfähigkeit erreicht werden konnte.
Ich danke allen anwesenden Mitgliedern der heutigen Sitzung für ihr Engagement und ihre Teilnahme.
Ich verstehe das eine Vollversammlung mitten in der Pandemie und Sommer-Urlaubszeit nicht unbedingt die besten Voraussetzungen mit sich bringt. Nichtsdestotrotz fällt es mir extrem schwer nachzuvollziehen wie ein Gremium, dass gegen Rassismus und Diskriminierung als auch für die politische Integration migrantisch-stämmiger Gruppen, Vereine und Initiativen einstehen soll, es zum wiederholten Mal nicht schafft eine absolute Mehrheit zu stellen.
Die ehrenamtlichen Mitglieder des Migrationsbeirats werden basisdemokratisch durch die migrantisch-stämmige Bevölkerung unserer Stadt gewählt und vertreten diese auf allen Ebenen.
Sie bilden eine immens wichtige Schnittstelle zur Stadtverwaltung und fungieren darüber hinaus als beratendes Gremium.
Mit dem Amt geht meiner Meinung nach ein hohes Maß an Verantwortungs- und Pflichtbewusstsein einher. Insbesondere in einer Zeit in der Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Islamfeindlichkeit und viele weitere Missstände unsere Gesellschaft fast täglich daran erinnern, wie häufig die hierzulande geschätzte Solidarität, Diversität & Toleranz in der Praxis einem Lippenbekenntnis gleicht.
Die erneute Abwesenheit so vieler Mitglieder (Zum Teilen unentschuldigt) wirkt auf mich als mangele es einigen an Moral und Bewusstsein für ihr wichtiges Amt.
Die nächste Vollversammlung des Migrationsbeirats findet am 29. September statt.
Falls sich vorab konkrete Möglichkeiten ergeben unser Anliegen direkt in den Stadtrat zu tragen, werde ich euch darüber informieren.
Bleibt gesund.
One Love,