

Initiatoren des Projektes Teleradiologie Ibbenbüren/Westerkappeln forderen dringende Zusammenarbeit zwischen Politik und Kassenärztlicher Vereinigung für die Region
Westerkappeln, 24.4.2024 - In einer jüngsten Entwicklung in der Debatte um die Einführung von Teleradiologie in Westerkappeln/Ibbenbüren hat die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) auf die Politik verwiesen und betont, dass sie nicht zuständig ist, Fördermöglichkeiten für Teleradiologie anzubieten. Diese Absage steht im Gegensatz zu den Aussagen des Gesundheitsministers, der wiederum auf die Kassenärztliche Vereinigung verweist. Dieses Hin und Her gefährdet den dringend benötigten Fortschritt in der Verbesserung der medizinischen Versorgung in der Region.
Als Initiatoren des Projektes fordern wir eine dringende Zusammenarbeit zwischen der Politik und der Kassenärztlichen Vereinigung, um eine Lösung für dieses drängende Problem zu finden. Über 22.000 Unterstützerunterschriften weisen auf das große Interesse der Bevölkerung hin. Es ist unerlässlich, dass Minister Laumann und die KVWL sich hier auf ein gemeinsames Leuchtturmprojekt einigen, das natürlich auch wissenschaftlich ausgewertet werden könnte, um den Nutzen oder Nichtnutzen von Teleradiologie in einer Hausarztpraxis zu belegen.
Die Teleradiologie hat das Potenzial, die medizinische Versorgung in Westerkappeln und Umgebung erheblich zu verbessern, insbesondere für Patienten, die möglicherweise Schwierigkeiten haben, Zugang zu entfernteren radiologischen Diensten zu erhalten. Durch eine wissenschaftliche Evaluation können Bedenken hinsichtlich der Umsetzung adressiert und die potenziellen Vorteile dieser Technologie für die Gemeinde klar dargestellt werden.
Es liegt in unser aller Interesse, dass Minister Laumann und die KVWL ihre Kompetenzdifferenzen überwinden und sich gemeinsam für die Einführung von Teleradiologie in Westerkappeln einsetzen. Wir fordern sie dazu auf, über ihre jeweiligen Zuständigkeiten hinauszugehen und im Sinne der Bürger von Westerkappeln und der Region zu handeln.
Wir stehen für weitere Informationen und Gespräche zur Verfügung und hoffen auf eine rasche und konstruktive Lösung dieses wichtigen Anliegens.
Dres. Michael Schlathöler und Steffen Grüner