Missstände im Kinderdorf Duisburg aufklären: Für eine sichere Zukunft aller Kinder!

Das Problem

Ehemaligen Bewohner*innen der Außenwohngruppe 1 (AWG1) erlitten zwischen 1999 und mindestens 2007 systematische Gewalt und Misshandlungen.

In dieser Zeit mussten sie schwere Missstände ertragen, die heute unter dem Begriff der „schwarzen Pädagogik“ laufen. Eine Kindheit geprägt von Bestrafungen, Erniedrigungen und körperlichen Übergriffen. Dabei wurden die Kindern bspw.  für das Sprechen nach der Schlafenszeit mit stundenlangem „Nachliegen“ am Wochenende bestraft. Essen wurde als Machtinstrument rationiert. Körperliche Gewalt, wie das Unterstellen unter der kalten Dusche, Einsperren oder das Erdrücken durch das Aufsitzen von Erzieher*innen, gehörte ebenso zum Alltag wie Zwangs- und Strafarbeiten. 

Diese traumatischen Erfahrungen tragen viele von den betroffenen bis heute noch in sich. Aber nicht nur die Betroffenen, sind von diesen Vorfällen betroffen: Auch das Kinderdorf Duisburg selbst, eine Institution, die Kindern und Jugendlichen Schutz und eine Zukunft bieten soll, leidet unter dem anhaltenden Schatten der Missstände. Statt Aufklärung herrschte bislang Schweigen und Verteidigung – zum Leidwesen all derjenigen, die Gerechtigkeit und Heilung suchen.

Wenn die Vorfälle nicht aufgearbeitet werden, wird das Leid der Betroffenen weiterhin ignoriert und eine gefährliche Kultur des Schweigens bleibt bestehen. Die Justiz hat bereits in der Vergangenheit versagt, und die damalige  Leitung des Kinderdorfs hat die Verantwortung für diese Misshandlungen nicht übernommen. Bisher wurde das Leid der Betroffenen nicht anerkannt und die notwendigen Lehren aus der Vergangenheit gezogen. Ohne eine transparente Aufarbeitung besteht die Gefahr, dass zukünftige Generationen von Kindern in ähnlichen Systemen erneut gefährdet werden.

Es ist uns wichtig zu betonen, dass das Kinderdorf Duisburg e.V. als Institution eine wertvolle Einrichtung ist, die vielen Kindern und Jugendlichen Schutz, Geborgenheit und eine Zukunftsperspektive bietet. Gerade deshalb dürfen die Taten der damaligen Erzieher*innen nicht weiterhin wie ein dunkler Schatten über dieser Einrichtung lasten. 

Deshalb fordern wir von der heutigen Geschäftsführung des Kinderdorfes Duisburg e.V.:

  • Eine lückenlose und transparente Aufarbeitung der Vorfälle in der AWG1.
  • Die Anerkennung des Leids, welchen den Betroffenen zugefügt wurde.
  • Die Einführung von konkreten Schutzmaßnahmen, um sicherzustellen, dass solche Missstände nie wieder vorkommen können.
  • Eine unabhängige Untersuchungskommission, die sich mit den damaligen Vorfällen und der Rolle der beteiligten Erzieher*innen auseinandersetzt.

    Forderungen an den Landtag NRW:

  • Einrichtung einer unabhängigen Untersuchungskommission:
    Der Landtag soll die Einrichtung einer unabhängigen Kommission veranlassen, die systematischen Misshandlungen im Kinderdorf Duisburg umfassend untersucht und die Rolle der damaligen Erzieher*innen sowie der Leitung klärt. Diese Kommission soll sicherstellen, dass die Untersuchung objektiv und ohne Einflussnahme stattfindet.
  • Transparente Aufarbeitung der Vorfälle:
    Der Landtag soll das Kinderdorf Duisburg e.V. verpflichten, eine vollständige und transparente Aufarbeitung der Missstände vorzunehmen. Dies soll in Zusammenarbeit mit Expert*innen für Kinderrechte und Traumaaufarbeitung erfolgen.
  • Anerkennung und Unterstützung der Betroffenen:
    Der Landtag soll Maßnahmen initiieren, die sicherstellen, dass das Leid der Betroffenen offiziell anerkannt wird. Dazu gehört auch die Bereitstellung von psychologischer Unterstützung und Entschädigungen für die Opfer.
  • Schaffung präventiver Schutzmechanismen:
    Es sollen gesetzliche Rahmenbedingungen und Standards verschärft werden um die Rechte von Heimkindern zu stärken.

Es ist an der Zeit Verantwortung zu übernehmen. Gemeinsam dafür sorgen, dass die Vergangenheit nicht vergessen wird und dass Kinder im Kinderdorf Duisburg den Schutz und die Sicherheit erhalten, die jedes Kind verdient.

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Kai Uwe DielPetitionsstarter*in

1.804

Das Problem

Ehemaligen Bewohner*innen der Außenwohngruppe 1 (AWG1) erlitten zwischen 1999 und mindestens 2007 systematische Gewalt und Misshandlungen.

In dieser Zeit mussten sie schwere Missstände ertragen, die heute unter dem Begriff der „schwarzen Pädagogik“ laufen. Eine Kindheit geprägt von Bestrafungen, Erniedrigungen und körperlichen Übergriffen. Dabei wurden die Kindern bspw.  für das Sprechen nach der Schlafenszeit mit stundenlangem „Nachliegen“ am Wochenende bestraft. Essen wurde als Machtinstrument rationiert. Körperliche Gewalt, wie das Unterstellen unter der kalten Dusche, Einsperren oder das Erdrücken durch das Aufsitzen von Erzieher*innen, gehörte ebenso zum Alltag wie Zwangs- und Strafarbeiten. 

Diese traumatischen Erfahrungen tragen viele von den betroffenen bis heute noch in sich. Aber nicht nur die Betroffenen, sind von diesen Vorfällen betroffen: Auch das Kinderdorf Duisburg selbst, eine Institution, die Kindern und Jugendlichen Schutz und eine Zukunft bieten soll, leidet unter dem anhaltenden Schatten der Missstände. Statt Aufklärung herrschte bislang Schweigen und Verteidigung – zum Leidwesen all derjenigen, die Gerechtigkeit und Heilung suchen.

Wenn die Vorfälle nicht aufgearbeitet werden, wird das Leid der Betroffenen weiterhin ignoriert und eine gefährliche Kultur des Schweigens bleibt bestehen. Die Justiz hat bereits in der Vergangenheit versagt, und die damalige  Leitung des Kinderdorfs hat die Verantwortung für diese Misshandlungen nicht übernommen. Bisher wurde das Leid der Betroffenen nicht anerkannt und die notwendigen Lehren aus der Vergangenheit gezogen. Ohne eine transparente Aufarbeitung besteht die Gefahr, dass zukünftige Generationen von Kindern in ähnlichen Systemen erneut gefährdet werden.

Es ist uns wichtig zu betonen, dass das Kinderdorf Duisburg e.V. als Institution eine wertvolle Einrichtung ist, die vielen Kindern und Jugendlichen Schutz, Geborgenheit und eine Zukunftsperspektive bietet. Gerade deshalb dürfen die Taten der damaligen Erzieher*innen nicht weiterhin wie ein dunkler Schatten über dieser Einrichtung lasten. 

Deshalb fordern wir von der heutigen Geschäftsführung des Kinderdorfes Duisburg e.V.:

  • Eine lückenlose und transparente Aufarbeitung der Vorfälle in der AWG1.
  • Die Anerkennung des Leids, welchen den Betroffenen zugefügt wurde.
  • Die Einführung von konkreten Schutzmaßnahmen, um sicherzustellen, dass solche Missstände nie wieder vorkommen können.
  • Eine unabhängige Untersuchungskommission, die sich mit den damaligen Vorfällen und der Rolle der beteiligten Erzieher*innen auseinandersetzt.

    Forderungen an den Landtag NRW:

  • Einrichtung einer unabhängigen Untersuchungskommission:
    Der Landtag soll die Einrichtung einer unabhängigen Kommission veranlassen, die systematischen Misshandlungen im Kinderdorf Duisburg umfassend untersucht und die Rolle der damaligen Erzieher*innen sowie der Leitung klärt. Diese Kommission soll sicherstellen, dass die Untersuchung objektiv und ohne Einflussnahme stattfindet.
  • Transparente Aufarbeitung der Vorfälle:
    Der Landtag soll das Kinderdorf Duisburg e.V. verpflichten, eine vollständige und transparente Aufarbeitung der Missstände vorzunehmen. Dies soll in Zusammenarbeit mit Expert*innen für Kinderrechte und Traumaaufarbeitung erfolgen.
  • Anerkennung und Unterstützung der Betroffenen:
    Der Landtag soll Maßnahmen initiieren, die sicherstellen, dass das Leid der Betroffenen offiziell anerkannt wird. Dazu gehört auch die Bereitstellung von psychologischer Unterstützung und Entschädigungen für die Opfer.
  • Schaffung präventiver Schutzmechanismen:
    Es sollen gesetzliche Rahmenbedingungen und Standards verschärft werden um die Rechte von Heimkindern zu stärken.

Es ist an der Zeit Verantwortung zu übernehmen. Gemeinsam dafür sorgen, dass die Vergangenheit nicht vergessen wird und dass Kinder im Kinderdorf Duisburg den Schutz und die Sicherheit erhalten, die jedes Kind verdient.

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Kai Uwe DielPetitionsstarter*in

Die Entscheidungsträger*innen

Landtag NRW
Landtag NRW
Petitionsausschuss
Kinderdorf Duisburg e.V.
Kinderdorf Duisburg e.V.
LVR-Landesjugendamt Rheinland
LVR-Landesjugendamt Rheinland
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