

Landesjägerschaft verliert Monopolstellung!
In unserer Petition change.org/seehunde kritisieren wir gemeinsam mit inzwischen über 84.000 Unterstützer*innen seit über 2 Jahren, dass die Seehundstation Friedrichskoog vom Landesjagdverband und der Gemeinde in Trägerschaft betrieben wird.
Nun beteiligen sich das Land und der Kreis Dithmarschen mit der Schutzstation Wattenmeer ebenfalls.
So entsteht die Rücknahme eines Teiles der Verantwortung für eine gesamte geschützte Tierart aus der Hand der Jägerschaft.
Wir begrüßen diesen Schritt, der bisher aber stark touristisch motiviert zu sein scheint.
Minister Albrecht - unsere neuer Ansprechpartner nach Robert Habeck, der bekannter Weise keinen einzigen Schritt auf uns zu tat - lobt die Station als „Leuchtturm der touristischen Landschaft hier im Land“.
Schon Habeck bestätigte die von uns kritisierte, ungünstige Lage der Station fernab der Fundorte der geschwächten Heuler und Seehunde, die einen Transport von bis zu 6 Stunden mit Autozug und Fähre und dem Auto bis Friedrichskoog vor sich haben.
Deshalb fordern wir weiterhin:
Zusätzliche dezentrale Auffangstationen entlang der Küsten!
Nur so wird die Kapazität der Therapieplätze erhöht und eine schnelle Hilfe ermöglicht!
Im letzten Jahr fielen erstmals über 650 Heuler und Seehunde den weiterhin allein über Leben und Tod entscheidenden Seehundjägern zum Opfer.
Nur rund 300 Tiere wurden überhaupt in die immer noch einzige Seehundstation nach Friedrichskoog transportiert.
Außerdem fordern wir, dass kein Seehund ohne tierärztliche Untersuchung erschossen wird und orientieren uns hier an dem lang bewährten Seehundmanagement Hollands.
Hier wird nicht EIN Heuler erschossen und von allen Seehunden in Not können nach kurzer Zeit über 90% fit und gesund ausgewildert werden.
An diesen Zahlen wird sich Minister Albrecht messen lassen müssen!Es gibt also noch viel zu tun!
Wir bleiben dran!
Bisher haben wir trotz mehrerer sehr freundlicher Telefonate und einem regen Mailverkehr keinen Termin für ein erstes Treffen mit dem neuen Grünen Umweltminister genannt bekommen.