Petition updateMinister Habeck, Minister Albrecht, beweisen Sie sich JETZT! Stoppen Sie die Seehundjäger!Tierversuche mit Seehunden, deren Erkenntnisse für Tourismus und Wirtschaft ignoriert werden!
Bettina JungWenzendorf, Germany
Jun 10, 2017
***Partyschiff-Tour durch Weltnaturerbe Wattenmeer genehmigt durch Minister Habeck unterstellte Ämter, die Seehundjäger berufen und stellen*** Das, obwohl das vom Ministerium hoch geschätzte und zitierte ITAW (Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung) Hör-Versuche mit Kegelrobben und Seehunden durchführt und ihnen ein immens sensibles Hörvermögen attestiert! Diese Erkenntnisse MÜSSEN zum Schutz der Tiere dienen und Einfluss auf die Bewilligungen derartiger touristischer Attraktionen nehmen! Am 3. Juni verließ das Partyschiff MS Koi den Hafen Föhrs unter ohrenbetäubender Party-Musik. Das wäre für uns weniger ein Problem, wenn dieses Event nicht ausgerechnet in der Hochphase der Seehund-Geburtensaison stattgefunden hätte. Die durch die Fauna-und-Flora-Habitats-Richtlinie besonders geschützten und auf der Roten Liste befindlichen Seehunde werden im Weltnaturerbe Wattenmeer einer besonderen Geräuschbelastung ausgesetzt, die den normalen Schiffslärm deutlich übersteigt. Die Flucht davor ist unnötig kräftebaubend. Zur Aufklärung des Sachverhaltes schrieben wir umgehend sowohl die ausrichtende Reederei als auch Umweltminister Dr. Robert Habeck an. Von Dr. Robert Habeck und seinen angeschriebenen Büros liegen uns bis zur Veröffentlichung keine Stellungnahmen vor. Die Reederei allerdings antworte bereits am 8. Juni mit einer freundlichen sowie besorgten Mail: Sehr geehrte Frau Jung, hiermit bestätigen wir Ihnen den Erhalt Ihrer Nachricht. Wir können Ihre Besorgnis in jedem Fall verstehen und auch wir sind uns der Bedeutung der Seehunde natürlich bewusst und sind bestrebt die Tiere so wenig wie möglich zu stören. Jedoch besteht unseres Wissen keine nachhaltige und nachweisliche Schädigung oder eine Gefahr der Seehunde durch unsere 4stündige Fahrt mit der MS KOI am vergangenen Samstag ab Föhr und Amrum. Unsere – dem Nationalparkamt bekannte – Fahrt, fand außerhalb der kenntlichen Schutzzonen statt und wir können Ihnen versichern, dass wir definitiv nicht in die Nähe der Seehundsbänke gefahren sind. Diese Fahrt findet maximal 1-2 Mal im Jahr statt und wird insbesondere von den Einheimischen fast jeder Generation, den Touristikern vor Ort und auch von Gästen sehr willkommen geheißen. Wir verstehen natürlich, dass diese Art von Veranstaltung etwas befremdlich wirkt, aber die MS KOI stellt mit diesen kurzen – sehr seltenen – Touren keine wirkliche Bedrohung für den Fortbestand der Seehunde oder anderer Tiere dar, jedenfalls ist uns kein kausaler Zusammenhang bekannt. Wir werden natürlich auch in der Zukunft mit der MS KOI die Ruheplätze der Seehunde meiden und darauf Rücksicht nehmen – das steht außer Frage! Viele Grüße von Sylt Adler-Schiffe GmbH & Co KG Es steht außerfrage, dass die Verantwortlichkeit nicht beim Veranstalter, wohl aber bei der als Behörde dem Ministerium unterstellten Nationalparkamt zu suchen ist. Die Nationalparkverwaltung ist laut Definition ein "Geschäftsbereich des LKN- SH (Landesbetreib für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein). Dieser untersteht dem schleswig-holsteinischen Umweltministerium". Hier ist dieses Event bekannt, wie die Reederei selbst schreibt. Weder das Nationnalparkamt noch der Umweltminister haben offensichtlich Probleme mit einer derartigen, ausschließlich touristisch motivierten Veranstaltung. Das, obwohl die definierte Aufgabe ist, den "Schutz der Natur mit den Interessen von Einheimischen und Urlaubern, Landwirten und Seglern....in Einklang zu bringen". Aufklärung und Umweltbildung liegen ebenfalls in seiner Verantwortung. Am gleichen Tag des Startes des Partyschiffes vor 2 Jahren veröffentliche das Nationalparkamt eine Meldung:"Seehunde im Stress- Die Wurfzeit beginnt. Im Nationalpark Wattenmeer beginnt in diesen Tagen die Hauptgeburtszeit der Seehunde. Die Nationalparkverwaltung rechnet in den nächsten Wochen mit der Geburt von über 3000 Jungtieren auf den Stränden vor der schleswig-holsteinischen Westküste. Die Seehunde sind in dieser Zeit besonders störanfällig..." Weiter äußert sich Armin Jeß, aus der Nationalparkverwltung hnsichtlich der wichtigen Arbeit der Seehundjäger, an die man sich wenden solle, wenn man einen Heuler findet. Armin Jeß ist selbst Seehundjäger. Er war derjenige, der uns vor laufenden Kameras anlässlich der Pressekonferenz der Seehundjäger mit Minister Dr.Robert Habeck in Tönning (dem Sitz der Nationalparkverwaltung) die vermutete Anzahl von bis zu 500 erschossenen Seehunden jährlich bestätigte. Das eingangs zitierte Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) wird vom Umweltministerium unter der Leitung Dr.Robert Habecks u.a. für die nicht verpflichtenden Schulungsangebote für die Seehundjäger beauftragt. Dieses führt Forschungsreihen – wir können es auch Tierversuche nennen - hinsichtlich des Hörvermögens von Kegelrobben und Seehunden durch, wie auf den offiziellen Seiten des ITAW/TiHo zu lesen ist. In einer von der TiHo Hannover am 20.03.2014 veröffentlichten Pressemmitteilung heißt es: "Die Lärmbelastung im Meer nimmt immer mehr zu: Schiffsverkehr, Bauarbeiten im Meer, Sprengungen....belasten die Tiere. Es kann nicht sein, dass Tierversuche durchgeführt werden, deren Erkenntnisse nicht dem Schutz der Tiere zugute kommen! Die Stellungnahme unserer Mitstreiter von Project Blue Sea e.V. Dazu: Eigentlich wundern wir uns über kaum noch etwas, was in Schleswig-Holstein passiert. Die Umweltschutzpolitik im nördlichsten unserer Bundesländer steht in vielerlei Belangen in einem fragwürdigen Licht. So wundert man sich auch nur wenig, das mit Kenntnisnahme des Nationalparkamtes über Pfingsten inmitten des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer von Föhr und Amrum aus, ein Partyschiff mit mehreren Hundert Menschen an Bord zu einer Houseboat-Party mit DJ und bassbetonter Musik durch den Nationalpark schipperte. Das wir uns derzeit gerade inmitten der Brut- und Setzzeit befinden, in welcher Seevögel und Seehunde ihren Nachwuchs zur Welt bringen, scheint nicht weiter zu interessieren. Fleißig wird damit Werbung gemacht, dass das schleswig-holsteinische Wattenmeer als Biosphärenreservat und Weltnaturerbe der UNESCO anerkannt ist und es sich um ein Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung handelt. In der Praxis scheinen jedoch kommerzielle Interessen und Tourismusveranstaltungen immer öfter Vorrang vor dem Umwelt- und Tierschutzaspekt zu bekommen. Wir möchten nicht als Moralapostel gelten. Partys machen Spaß, Partys sollen sein... Es ist jedoch leider in den letzten Jahren ein großer und zu unserem Bedauern gesamteuropäischer Trend geworden, dass gerade in der Sommerzeit, die Freiluftaktivitäten oftmals mit dem Umwelt-/Tierschutz nicht konformgehen. Die Anzahl von Luftballon-Massenstarts beispielsweise sind ein Problem, welchem wir bei unseren regelmäßigen Cleanups an den Stränden immer wieder begegnen. Plastikluftballons enden, nachdem ihnen das Helium ausgeht als Plastikmüll in der Natur und zuhauf im Meer. Eine besondere Gefahr stellen dabei die an die Ballons befestigten Schnüre dar, weil Wildtiere sich in ihnen verheddern und oftmals daran verenden. Ein weiterer Trend, der sich in den letzten Jahren vervielfacht hat, ist die stark angestiegene Anzahl von Feuerwerken in den Sommermonaten. Zu fast allen größeren Events gehört es mittlerweile leider dazu, dass als krönender Abschluss des Abends ein Feuerwerk gezündet wird. Diese –früher nicht vorgekommenen- optischen und akustischen Reize belasten neben unseren Wildtieren natürlich auch zahlreiche Haustiere. Ganz zu schweigen von Menschen, die schon einmal einen Krieg mitgemacht haben. Wir denken dabei gerade an diejenigen Kinder, die erst vor Kurzem aus einem Kriegsgebiet zu uns gekommen sind... Liebe Party-People; nicht böse sein. Feiert und freut euch des Lebens – aber bitte mit Umsicht! Project Blue Sea e.V. Wir betonen noch einmal: Die Verantwortung liegt NICHT beim Veranstalter, sondern bei Minister Robert Habeck​ und der Nationalparkverwaltung, die als Behörde ihm unterstellt ist! Es ist ein Skandal, dass die durchgeführten Tierversuche NICHT den betroffenen Seehunden zugute kommen! Der ständige Bruch des Seehundschutzes durch das Umweltministerium und seine Behörden muss endlich ein´Ende haben. Von derartigen Veranstaltungen profitiert die Wirtschaft mit der Tourismus-Förderung auf Kosten des Seehundes, die Seehundjäger haben wieder mehr zu tun und Friedrichskoog bekommt neue Patienten, was wiederum dem Tourismus zugute kommt. Wir fordern: Endlich echten Seehundschutz vor rein wirtschaftlichem Tourismus-Interesse. Novellierung der Seehundrichtlinie in einen tierschutzgerechten Seehundschutz. ETHIA – LEBEN für die Seehunde - LEBEN in die Politik! #ETHIA #Seehunde #MSKoi #RobertHabeck #NationalparkSchleswigHolstein #Tierschutz #Naturschutz #Umweltschutz #Seehundjäger #ITAW #SeehundstationFriedrichskoog #Tierrechte #Heuler #Seehundschutz #WeltnaturerbeWattenmeer #MELUR #ProjectBlueSea
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