Petition updateMinister Habeck, Minister Albrecht, beweisen Sie sich JETZT! Stoppen Sie die Seehundjäger!Bericht Pressekonferenz Tönning

Bettina JungWenzendorf, Germany

Feb 5, 2017
Unser zusammenfassender Bericht der Pressekonferenz im Multimar/Tönning
nach dem konspirativen Treffen Robert Habecks mit den Seehundjägern
Wir nehmen den
Artikel der SHZ/ Flensburger Tageblatt vom 4.Febr. 2017
als Basis:
Vorweggeschickt sei der Auszug aus der Präambel der Menschen- und Tierrechtspartei ETHIA:
"ETHIA ist offen für alle, die Veränderung zum Wohl aller Lebewesen wollen und die konkret etwas dafür tun -
je nach ihren Möglichkeiten und in ihrem eigenen Tempo. Unser Umgang untereinander und mit Andersdenkenden ist respektvoll. Wir lehnen jegliche Gewalt, sowie jedes menschenfeindliche Gedankengut strikt ab."
Dem Artikel mit der Überschrift: "Seehundjäger im Internet angeprangert. -Die Vorwürfe wiegen schwer. Familien werden diffamiert. umweltminister Habeck schreitet ein; ist ein Foto mit Heuler vorangestellt mit namentlicher Erwähnung: Rolf Blädel, Seehundjäger, Helgoland!
So etwas wurde von Seiten der ETHIA niemals verfasst!
"Eigentlich war es nur ein turnusmäßiges Treffen der über 40 schleswig-holsteinischen Seehundjäger im Multimar Wattforum Tönning (Nordfriesland). „Aber es ist eines, das davon dominiert wird, dass Seehundjäger mit Namen und Bild im Internet diffamiert werden“, sagt Umweltminister Robert Habeck (Grüne), der sich vor die ehrenamtlichen Helfer an Nord- und Ostsee stellt. „Ohne sie würde das Seehundmanagement nicht funktionieren.“ Alle seien motiviert, ihren Job zu machen, es gebe auch keine Nachwuchssorgen, „aber für viele ist es schwierig, mit den Anfeindungen zu leben“, so Habeck. Das gehe bis zu persönlichen Diffamierungen, auch Familien einiger Ehrenamtler seien betroffen."
Vielleicht war es ein turnusmäßiges Treffen.
Der Anlass war jedoch offensichtlich die notwendige Einschwörung der Beteiligten des Seehundmanagements in Schleswig-Holstein nach unserer öffentlichkeitswirksamen Forderung nach tierschutzgerechter Abänderung der geltenden Seehundrichtlinie!
Von unser Seite sei klargestellt:
Wir haben es mit "vom Ministerium beauftragten Seehundjägern" zu tun. Diese sind entsprechend im öffentlichen Dienst unterwegs und müssten sich insofern auch verantworten können und in der Lage sein, sich offener Kritik stellen.
Wir selbst haben zu keinem Zeitpunkt einen Seehundjäger diffamiert, schon gar nicht namentlich. Einzig eine zur Verfügung gestellte Dokumentation wurde verwandt, die die öffentliche Agitation im Einverständnis mit dem betroffenen Seehundjäger zeigt, der in vollem Bewusstsein des Gefilmtwerdens vor mehreren Zeugen seine Tätigkeit stolz ausübte.
Jedem muss es erlaubt sein, sich zu dem völlig neutral gezeigten Material seine eigenen Gedanken zu machen.
Angemerkt sei auch, dass wir als Petenten mit offenen Namen und Adressen agieren und selbst hochgradig aggressive und gewaltandrohende Anrufte en mass erhalten.
Auch auf unserer Facebook- Seite haben wir es immer wieder auch mit offener Aggression von Jägerseite aus uns gegenüber zu tun, allerdings auch mit respektvollen Diskussionspartnern.
Wenn man öffentlich arbeitet, muss man Entsprechendes aushalten können.
Es wird von unserer Seite immer zur Mäßigung aufgerufen, sollte dies notwendig sein.
Gleichermaßen haben wir auch über positive Aktionen von Seehundjägern fair berichtet.
Das ist für uns eine menschliche Selbstverständlichkeit!
***In diesem Zuge möchten wir uns AUSDRÜCKLICH bei unseren außerordenlich couragierten Augenzeugen bedanken, die BILDLICH und MIT NAMEN UND WOHNORT in Videosequenzen unsere Forderungen unterstützende Aussagen tätigen, und die sich ebenfalls Angriffen ausgesetzt sind!
Diese verstecken sich jedoch NICHT, wie es die Seehundjäger getan haben, die wegen unseres Erscheinens die Pressekonferenz vollzählig (bis auf ihre offiziellen Sprecher) fluchtartig verlassen haben!***
Die Argumentation des Herrn Dr. Habeck ähnelt in diesem von der Presse beschriebenen Fall beeindruckend der Situation, die wir in Tübingen vorfinden.
Dort stellt sich der ebenfalls GRÜNE Oberbürgermeister Boris Palmer in nahezu identischer Weise vor die seit langem in der berechtigten Kritik stehenden Vivisektoren, die dort am MPI ihre unerträglichen Tierversuche an Affen durchführen und versucht, die angesichts der erschütternden und emotionalen Situation immer friedlich bleibenden Tierrechtler zu diffamieren und sie krampfhaft in ein aggressives Licht zu stellen.
"Den Seehundjägern wird vorgeworfen, dass sie mehrere hundert nicht überlebensfähige Tiere pro Jahr erschießen. Hintergrund der Angriffe ist offenbar eine Petition, die die Tierschutzpartei Ethia im Internet gestartet und dafür schon 75.000 Unterstützer gefunden hat. „Wir wollen, dass die Seehunde aus dem Jagdrecht herausgenommen werden, und dass es an der Küste mehr als nur die Seehundstation in Friedrichskoog gibt“, sagt die Ethia-Vorsitzende Bettina Jung, die ebenfalls in Tönning erscheint. Sie kritisiert die Ausbildung der Seehundjäger als unzureichend. Habeck sagt hingegen: „Die Seehundjäger werden von Tierärzten, Wissenschaftlern und Fachleuten der Tierärztlichen Hochschule Hannover, der Seehundstation Friedrichskoog und der Nationalparkverwaltung regelmäßig geschult.“ Bei Obduktionen von Tieren sei deutlich geworden, dass die Seehundjäger richtig entschieden hätten."
Hierzu stellen wir fest:
Wir hätten es fair gefunden, eingeladen zu werden, da es in Tönning zentral um die Auseinandersetzung mit unserer Petition change.org/seehunde ging.
Der Autor des zitierten Artikels Kay Müller selbst war in der Pressekonferenz zugegen und stellte mehrfach kritische Fragen zur Seehundjägerausbildung.
Er zeigte durch seine wiederholten Fragen, dass er mit den Antworten der Jägerseite und Minister Habecks nicht ausreichend zufrieden wer.
Denn auch er hörte die Aussagen, die mehr als nebulös blieben, von "Angeboten" und "Einladungen" und nie von "Verpflichtungen" sprachen.
Erweiternd stellte er die Frage, wie viele Stunden denn ein Seehundjäger verpflichtend an Fortbildung leisten müsse, um als solcher agieren zu dürfen.
Auch hierauf erhielt er keinerlei greifbare Antworten.
"Auch die Kapazität der Station im Kreis Dithmarschen reiche aus. Ethia verbreite Falschmeldungen, wenn sie erkläre, dass Seehunde dort nicht aufgenommen oder eingeschläfert würden, weil die Station voll sei. Und zu der Zahl der Unterstützer, sagt Habeck: „Ich habe mir angesehen wer das unterstützt, das sind Menschen aus aller Welt. Ich glaube nicht, dass alle überhaupt wissen, wo Schleswig-Holstein liegt.“ Ihm komme es eher auf Argumente an, und „deren Stoßrichtung teilen wir im Ministerium nicht“."
Stellungnahme ETHIA:
In unserer von jedem einsehbaren Petition change.org/seehunde heißt es: "Was passiert, wenn die Aufnahme-Kapazität in Friedrichskoog erschöpft ist? Auch hier gibt es Hinweise darauf, dass in diesen Fällen vermehrt getötet wird"
Wir stellen eine absolut berechtigte Frage verbunden mit Hinweisen, die wir von eben namentlich mit Wohnsitz veröffentlichten Augenzeugen bekamen, die uns Videobotschaften schickten, die den Verdacht der vermehrten Tötungen bei Auslastung der Seehundstation erhärten.
Außerdem muss jedem Interessierten klar sein - diesen Fakt sprachen wir auch in der Pressekonferenz an - dass eine einzige Station mit der Masse von bedürftigen Tieren überfordert sein MUSS, wenn man weiss, dass bei einer Sturmflut beispielsweise auch gleich einmal 50 Tiere und mehr in Not geraten können. Zur Verdeutlichung wurde die eigene Aussage Robert Habecks genutzt, der im Zuge der Danksagung an die Seehundjäger von manchmal 2000 toten und zu entsorgenden Kadavern sprach.
Hieran sieht man doch eindeutig die Größenordnungen, in denen die Seehunde bedürftig werden können!
Zu der wirklich dreisten Kritik des Ministers an unseren Unterstützern wollen wir feststellen, dass viele vorher auch Herrn Dr. Habeck nicht kannten - ihn spätestens JETZT aber kennen und zum Teil auch als Mitglieder der GRÜNEN durchaus von seiner Haltung entsetzt sind, wie man in unzähligen Kommentaren in der Petition sehen kann.
Auch bekamen wir entsprechend viele schockierte unterstützende Mails.
Selbstverständlich muss man nicht aus dem Inland sein oder in Schleswig-Holstein wohnen, um sich ein Bild der Situation zu machen.
Wir verwehren uns entschieden gegen die Unterstellung, unseren Unterstützern gegenüber, nicht selbst denken zu können (oder zu dürfen?)!
Auch in Deutschland ist man in der Lage, sich z.B. über die Wilderersituation in Afrika zu informieren, und eine entsprechende Petition gegen Trophäenhandel zu unterschreiben!
Und dies DARF man auch als mündiger Bürger, Herr Minister Dr. Habeck!
"Bettina Jung gibt sich nach dem Pressegespräch dialogbereit. Sie respektiere die Arbeit der Seehundjäger, wolle nur, dass ihnen die Entscheidung über Leben und Tod der Seehunde von einem Tierarzt abgenommen werde. Sogar mit einer Lösung wie in Dänemark, wo nicht überlebensfähige Tiere sich selbst überlassen werden, könne sie leben, so Jung – und damit offenbar auch, dass Tiere langsam verenden statt erschossen zu werden."
Wir stellen klar:
Unser Begehr war von Anfang an (und auch hier sprechen wir für fast 75.000 Unterstützer!) der Dialog!
In den seltensten Fällen reicht eine bestimmte Menge an Unterschriften allein aus, um etwas fundiert zu verändern!
Schon gar nicht eine betonierte Situation wie die Seehundrichtlinie!
Es ist auch längst nicht die erste Petition, die zu dieser Thematik gestellt wurde!
Deshalb wendeten wir uns schon zu Beginn an Umweltminister Dr. Robert Habeck. Dies in Form von Emails, die gleichzeitig an all seine bekannten Adressen gingen, auch an andere GRÜNE Vertreter, in direkten Kommentaren auf seiner Chronik und in unzähligen Privatnachrichten an seinen Account bei Facebook, auf die zum Teil sogar kurz und harsch reagiert wurde.
Ein Gespräch wurde uns nie eingeräumt - außer zur Petitionsübergabe, deren verschleppte Terminierung Habecks trotz unseres nach so vielen unbeantworteten Bemühungen gestellten Ultimatums erst zum Aufruf der Mailing-Aktion für unsere Unterstützer führte. Diese baten zusätzlich zu uns zur Nennung eines Übergabetermins, der uns dann endlich genannt wurde!
Gleichfalls zeigte ich (Bettina Jung) mich dauerhaft während - und nicht erst NACH der Pressekonferenz - dialogbereit, friedfertig und fair, die Leistungen der Seehundjäger betreffend, was bei den Jägervertretern zu überraschten Gesichtern führte.
Selbstverständlich ist deren Arbeit kostbar, was wir NIE in frage stellten - genausowenig wie die Arbeit der Seehundauffangstation in Friedrichskoog.
Und, ja: auch eine Lösung wie die Dänemarks wäre für uns akzeptabler als die jetzige, wobei wir das Konzept in Holland (kein Seehundjäger, mehrere Stationen, jedes Tier hat das Recht auf tierärztliche Behandlung) absolut präferieren.
Es gibt nämlich auch in Dänemark wie in Holland keine Seehundjäger, die mehr oder weniger willkürlich erschießen, wie hier in Deutschland.
Hier wird eindeutig Natur Natur sein gelassen. Nicht erschossen, aber auch nicht geholfen.
Das führt sicher auch zum Sterben totkranker Tiere, ermöglicht aber auch, dass erschöpfte Seehunde sich in Ruhe regenerieren dürfen und eben NICHT frühzeitig erschossen werden!
Dieses Konzept wird im Übrigen spannender Weise auch in uns vorliegenden Schreiben unterschiedlichster Fachleute präferiert, die sich damit ebenfalls gegen das in Deutschland praktizierte Konzept wenden!
Zu gegebenem Anlass werden wir diese veröffentlichen und in die Diskussion einbringen!
Das Seehundmanagement Schleswig-Holsteins wird von Minister Habeck in der Pressekonferenz übrigens persönlich als "KOMPROMISS" bezeichnet zwischen den Beispielen Hollands und Dänemarks, was es ja auch wirklich ist!
Er outet sich bezeichnender Weise selbst in seiner Begründung, die die Motivation für jedwedes Agieren zu sein scheint:
***Es sei den Touristen nicht zuzumuten, tote Tiere am Strand zu finden!***
Die Seehundrichtlinie ist also ein Konstrukt, das vor allem die Touristen "ruhigstellen" soll und nicht zentral das tatsächliche Wohl der Seehunde im Auge hat!
Wir werden in den nächsten Tagen Stück für Stück die Pressekonferenz im Bild aufarbeiten und die Aussagen der Vertreter mit unseren Forderungen zur Diskussion stellen!
Bettina Jung, Peter Hübner
ETHIA- LEBEN in die Politik!
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