Bettina JungWenzendorf, Germany
Jan 21, 2017
Diese interessante Mail erreichte uns nach der Petitionsübergabe zu Änderung der Seehundrichtlinie an Herrn Minister Dr. Robert Habeck mit der Erlaubnis zur Veröffentlichung. Danke an Jürgen Nelting - wir werden Kräfte bündeln! „Dass der Herr Minister Habeck sich nicht besonders für den Naturschutz einsetzt, ist hinlänglich gut bekannt. Aktivitäten in Sachen Artenschutz , die Erfüllung der EU Richtlinien, insbesondere zum Verschlechterungsverbot in Schutzgebieten, interessiert ihn herzlich wenig, wie leider in seiner bisherigen Amtszeit festzustellen ist. Dies ist nicht nur beim Artenschutz der Seehunde so, sondern auch bei den kurz vor der Ausrottung stehenden Trauerseeschwalben auf Eiderstedt . Der Trauerseeschwalbenbestand Eiderstedts war vor über 10 Jahren einer der ursächlichen Gründe zur Ausweisung der EU-Vogelschutzgebiete Eiderstedts. Erstaunlich, dass sich der Minister immer wieder bei Sachargumenten herausredet und sich darüber beschwert, dass man ihn nicht rechtzeitig kontaktiert bzw. informiert hat! Werter Herr Minister Habeck, dann sollten Sie sich mal die Aktenordner füllenden, an Sie persönlich gerichteten Briefe anschauen, die Sie, in Sachen Artenschutz, leider bisher nicht beantwortet haben! Selbst wenn Ihr, der im Interview genannte, Freund Arfst Wagner, der auch von uns angesprochen wurde, für uns bei Ihnen um Hilfe für die geschützten Arten bittet, reagieren Sie überhaupt nicht. Also bleiben Sie bitte bei der Wahrheit, Sie sind sehr wohl über die Problematik informiert. Aber vielleicht findet Herr Minister Habeck, nachdem seine Ambitionen für Berlin fehlgeschlagen sind, jetzt wieder Zeit sich endlich um die ihm anvertrauten Aufgaben in der Umweltpolitik und des Artenschutzes nach geltendem EU-Recht in Schleswig-Holstein zu kümmern. An dieser Stelle verweise ich auf das Urteil des OVG-Schleswig in Sachen Umweltschaden. In der Umweltschaden-Klage des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) gegen den Kreis Nordfriesland wegen des massiven Rückgangs der „Trauerseeschwalbe“ auf Eiderstedt wurde dem Grunde nach stattgegeben! Aber selbst nach solchen Gerichtsurteilen entwickelt Herr Minister Harbeck keine Aktivitäten. http://www.schleswig-holstein.de/DE/Justiz/OVG/Presse/PI_OVG/2016_07_11_Trauerseeschwalbe.html Des Ministers Umweltschutzbemühungen sollten sich nicht nur auf Energiewende und Industrialisierung der Landschaften mit Windkraftanlagen beschränken. Es wäre wünschenswert, wenn Herr Minister Habeck mit seinen brillant geschliffenen Reden auch die Umsetzung der ab dem 01.10.2016 geltenden Gülleverordnung durchsetzt, um Fauna, Flora, und speziell das Grundwasser im Land zu schützen. Herr Minister Habeck, zeigen Sie doch mal konkrete nachvollziehbare Ergebnisse, besonders als Umweltminister und nicht nur als Energiewendeminister. Führen Sie der Bevölkerung doch mal vor, was Sie im Artenschutz erreicht haben, dann würden Sie vielleicht auch wieder gewählt . Die Menschen in S.-H. sollen Sie doch als „Grünen Minister“ wählen. Sind Sie sicher, dass Sie mit den Stimmen der Lobbyisten Windkraft und Bauernverband Ihr Ziel besser erreichen werden? Gemeinsames konstruktives Handeln auch für den Natur- und Artenschutz würde zu einem Umweltminister besser passen. In diesem Sinne und besonders als Apell für die vom Aussterben bedrohte Trauerseeschwalbe auf Eiderstedt. Jürgen Nelting, Dipl.-Ing. für Umweltschutz und Verfahrenstechnik, Westerhever/Nordsee“
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