

Mini-Job Aus? Eine wirklich schlechte Idee!
Das Problem
Offener Brief gegen die Abschaffung der Minijobs
Sehr geehrter Herr Bundeskanzler Merz,
sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung,
haben Sie sich eigentlich schon einmal gefragt, wer die Menschen sind, die in einem Minijob arbeiten? Wenn nicht, möchte ich Ihnen diese Frage gerne beantworten.
Die meisten Menschen, die einen Minijob ausüben, tun dies nicht, weil sie keine Lust auf eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung haben. Im Gegenteil: Viele haben bereits einen Hauptberuf und verdienen sich mit einem Minijob etwas dazu. Andere sind Studierende, die damit ihren Lebensunterhalt finanzieren. Wieder andere sind Rentnerinnen und Rentner, die aktiv bleiben möchten oder ihre Rente aufbessern müssen, weil sie zum Leben nicht ausreicht.
Diese Menschen übernehmen Tätigkeiten, für die sich häufig kaum Vollzeitkräfte finden. Sie arbeiten in der Gastronomie, im Sicherheitsdienst, als Kurierfahrerinnen und Kurierfahrer, in der Pflege, in der Reinigung, in der Kinder- und Jugendhilfe, im Einzelhandel, in der Veranstaltungsbranche und in vielen weiteren Bereichen.
Sie sorgen dafür, dass unsere Gesellschaft gerade dann funktioniert, wenn andere Feierabend haben – abends, nachts, an Wochenenden und an Feiertagen. Sie übernehmen Nachtdienste in Jugend- und Pflegeeinrichtungen, sitzen samstagmorgens an der Supermarktkasse, unterstützen Kindertagesstätten bei Personalausfällen, reinigen Büros nach Geschäftsschluss, liefern Lebensmittel aus, fahren Taxi oder sorgen für einen reibungslosen Ablauf von Veranstaltungen.
Die Gründe, warum Menschen einen Minijob ausüben, sind vielfältig. Manche benötigen das zusätzliche Einkommen, um steigende Lebenshaltungskosten zu bewältigen. Andere können aufgrund der Pflege von Angehörigen oder familiärer Verpflichtungen nur flexibel arbeiten. Wieder andere möchten sich einen Urlaub leisten, Eigenkapital für ein Haus ansparen oder Geld für ihre Altersvorsorge zurücklegen.
Eines haben sie jedoch gemeinsam: Sie leisten einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Viele von ihnen arbeiten in Bereichen, die als systemrelevant gelten. Ohne sie würden zahlreiche Dienstleistungen und Angebote schlichtweg nicht funktionieren.
Eine Abschaffung der Minijobs würde deshalb nicht nur viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hart treffen, sondern auch Unternehmen und Einrichtungen vor erhebliche personelle Probleme stellen. Der wirtschaftliche und gesellschaftliche Schaden könnte deutlich größer sein, als derzeit angenommen wird.
Deshalb appelliere ich eindringlich an Sie: Stoppen Sie die Abschaffung der Minijobs. Nehmen Sie die berechtigte Kritik ernst und vermitteln Sie den Menschen nicht den Eindruck, diese Maßnahme diene in erster Linie der Bekämpfung von Altersarmut. Denn ein Großteil der Minijobber nutzt diese Beschäftigungsform nicht, um das Sozialsystem zu umgehen, sondern um sich mit ehrlicher Arbeit finanziell über Wasser zu halten oder sich ein kleines Stück Lebensqualität zu ermöglichen.
Ich fordere Sie auf, den Millionen Menschen, die einen Minijob als sinnvolle und notwendige Ergänzung zu ihrem Einkommen ausüben, eine nachvollziehbare Erklärung zu geben und ihre Lebensrealität endlich anzuerkennen.
Mit freundlichen Grüßen
Folgender offener Brief wurde an die Vertreter der CDU & SPD gesendet:
Petition gegen die geplante Abschaffung der Minijobs
Minijobs erhalten – Millionen Menschen nicht bestrafen
Geplante Abschaffung der Minijobs – Bitte verlieren Sie die Menschen dahinter nicht aus dem Blick
Sehr geehrter Herr Bundeskanzler Merz,
sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung,
wenn ich die aktuelle Diskussion über die Zukunft der Minijobs verfolge, frage ich mich, ob Sie eigentlich wissen, über wen Sie sprechen.
Denn in der öffentlichen Debatte entsteht der Eindruck, Minijobber seien Menschen, die keine Lust auf einen "richtigen" Job haben oder bewusst Sozialabgaben vermeiden möchten.
Ich lade Sie ein, einen Blick auf die Realität zu werfen.
Die Frau, die Samstagmorgen an der Supermarktkasse sitzt, hat vielleicht montags bis freitags bereits einen Vollzeitjob.
Der Student, der Ihnen am Wochenende im Restaurant das Essen serviert, finanziert damit sein Studium
Der Rentner, der nachts den Sicherheitsdienst übernimmt, möchte sich nach einem langen Arbeitsleben seine Rente aufbessern.
Die Mitarbeiterin in der Jugendhilfe übernimmt den Nachtdienst, damit Kinder und Jugendliche nicht alleine sind.
Die Reinigungskraft kommt erst dann, wenn alle anderen längst Feierabend haben.
Die Kurierfahrerin liefert Lebensmittel aus, wenn Menschen selbst nicht einkaufen können.
Diese Menschen fallen selten auf, aber sie fallen auf, wenn sie fehlen.
Dann bleiben Restaurants geschlossen.
Dann fehlen Betreuungskräfte.
Dann finden Veranstaltungen nicht statt.
Dann fehlen Kassiererinnen, Reinigungskräfte, Fahrer oder Servicepersonal.
Unsere Gesellschaft funktioniert nicht nur durch Menschen mit einem klassischen Vollzeitjob.
Sie funktioniert auch durch Millionen Menschen, die zusätzlich Verantwortung übernehmen.
Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit arbeiten rund 7,7 Millionen Menschen in Deutschland in einem Minijob. Fast die Hälfte von ihnen hat bereits einen sozialversicherungspflichtigen Hauptberuf.
Diese Menschen umgehen kein System. Sie arbeiten mehr, Sie übernehmen zusätzliche Schichten, Sie verzichten auf Freizeit, Sie tun das nicht, weil sie wollen – sondern weil sie oft müssen.
Weil die Miete steigt.
Weil Lebensmittel teurer geworden sind.
Weil das Leben insgesamt teurer geworden ist.
Oder weil sie sich trotz aller Belastungen einen kleinen Wunsch erfüllen möchten.
Ist es wirklich falsch, wenn jemand bereit ist, nach Feierabend oder am Wochenende zusätzlich arbeiten zu gehen?
Natürlich müssen wir über Altersvorsorge sprechen.
Natürlich müssen wir Altersarmut bekämpfen.
Aber nehmen wir den Menschen dafür wirklich die Möglichkeit, zusätzlich Geld zu verdienen? Viele Minijobber würden nicht automatisch mehr Stunden arbeiten können. Nicht, weil sie nicht möchten....
... Sondern weil sie Kinder betreuen.
Angehörige pflegen.
Studieren.
Oder bereits in Vollzeit beschäftigt sind.
Für viele wäre die Konsequenz deshalb nicht mehr sozialversicherungspflichtige Arbeit, sondern weniger Einkommen.
Und das in einer Zeit, in der ohnehin viele Menschen jeden Euro zweimal umdrehen müssen.
Ich wünsche mir, dass politische Entscheidungen nicht nur auf Statistiken beruhen. Ich wünsche mir, dass sie die Menschen sehen. Die Menschen hinter den Zahlen. Die Menschen, die morgens früh aufstehen. Die nach Feierabend noch einmal arbeiten gehen. Die an Wochenenden arbeiten, während andere ihre Freizeit genießen. Die unsere Gesellschaft Tag für Tag mittragen, ohne dafür große Aufmerksamkeit zu bekommen.
Bevor Sie über die Zukunft der Minijobs entscheiden, sprechen Sie mit diesen Menschen.
Hören Sie ihnen zu.
Sie werden feststellen, dass der Minijob für die meisten keine bequeme Lösung ist. Sondern eine notwendige.
Bitte treffen Sie keine Entscheidung über Millionen Menschen, ohne ihre Lebenswirklichkeit wirklich zu kennen.
Mit freundlichen Grüßen


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Das Problem
Offener Brief gegen die Abschaffung der Minijobs
Sehr geehrter Herr Bundeskanzler Merz,
sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung,
haben Sie sich eigentlich schon einmal gefragt, wer die Menschen sind, die in einem Minijob arbeiten? Wenn nicht, möchte ich Ihnen diese Frage gerne beantworten.
Die meisten Menschen, die einen Minijob ausüben, tun dies nicht, weil sie keine Lust auf eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung haben. Im Gegenteil: Viele haben bereits einen Hauptberuf und verdienen sich mit einem Minijob etwas dazu. Andere sind Studierende, die damit ihren Lebensunterhalt finanzieren. Wieder andere sind Rentnerinnen und Rentner, die aktiv bleiben möchten oder ihre Rente aufbessern müssen, weil sie zum Leben nicht ausreicht.
Diese Menschen übernehmen Tätigkeiten, für die sich häufig kaum Vollzeitkräfte finden. Sie arbeiten in der Gastronomie, im Sicherheitsdienst, als Kurierfahrerinnen und Kurierfahrer, in der Pflege, in der Reinigung, in der Kinder- und Jugendhilfe, im Einzelhandel, in der Veranstaltungsbranche und in vielen weiteren Bereichen.
Sie sorgen dafür, dass unsere Gesellschaft gerade dann funktioniert, wenn andere Feierabend haben – abends, nachts, an Wochenenden und an Feiertagen. Sie übernehmen Nachtdienste in Jugend- und Pflegeeinrichtungen, sitzen samstagmorgens an der Supermarktkasse, unterstützen Kindertagesstätten bei Personalausfällen, reinigen Büros nach Geschäftsschluss, liefern Lebensmittel aus, fahren Taxi oder sorgen für einen reibungslosen Ablauf von Veranstaltungen.
Die Gründe, warum Menschen einen Minijob ausüben, sind vielfältig. Manche benötigen das zusätzliche Einkommen, um steigende Lebenshaltungskosten zu bewältigen. Andere können aufgrund der Pflege von Angehörigen oder familiärer Verpflichtungen nur flexibel arbeiten. Wieder andere möchten sich einen Urlaub leisten, Eigenkapital für ein Haus ansparen oder Geld für ihre Altersvorsorge zurücklegen.
Eines haben sie jedoch gemeinsam: Sie leisten einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Viele von ihnen arbeiten in Bereichen, die als systemrelevant gelten. Ohne sie würden zahlreiche Dienstleistungen und Angebote schlichtweg nicht funktionieren.
Eine Abschaffung der Minijobs würde deshalb nicht nur viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hart treffen, sondern auch Unternehmen und Einrichtungen vor erhebliche personelle Probleme stellen. Der wirtschaftliche und gesellschaftliche Schaden könnte deutlich größer sein, als derzeit angenommen wird.
Deshalb appelliere ich eindringlich an Sie: Stoppen Sie die Abschaffung der Minijobs. Nehmen Sie die berechtigte Kritik ernst und vermitteln Sie den Menschen nicht den Eindruck, diese Maßnahme diene in erster Linie der Bekämpfung von Altersarmut. Denn ein Großteil der Minijobber nutzt diese Beschäftigungsform nicht, um das Sozialsystem zu umgehen, sondern um sich mit ehrlicher Arbeit finanziell über Wasser zu halten oder sich ein kleines Stück Lebensqualität zu ermöglichen.
Ich fordere Sie auf, den Millionen Menschen, die einen Minijob als sinnvolle und notwendige Ergänzung zu ihrem Einkommen ausüben, eine nachvollziehbare Erklärung zu geben und ihre Lebensrealität endlich anzuerkennen.
Mit freundlichen Grüßen
Folgender offener Brief wurde an die Vertreter der CDU & SPD gesendet:
Petition gegen die geplante Abschaffung der Minijobs
Minijobs erhalten – Millionen Menschen nicht bestrafen
Geplante Abschaffung der Minijobs – Bitte verlieren Sie die Menschen dahinter nicht aus dem Blick
Sehr geehrter Herr Bundeskanzler Merz,
sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung,
wenn ich die aktuelle Diskussion über die Zukunft der Minijobs verfolge, frage ich mich, ob Sie eigentlich wissen, über wen Sie sprechen.
Denn in der öffentlichen Debatte entsteht der Eindruck, Minijobber seien Menschen, die keine Lust auf einen "richtigen" Job haben oder bewusst Sozialabgaben vermeiden möchten.
Ich lade Sie ein, einen Blick auf die Realität zu werfen.
Die Frau, die Samstagmorgen an der Supermarktkasse sitzt, hat vielleicht montags bis freitags bereits einen Vollzeitjob.
Der Student, der Ihnen am Wochenende im Restaurant das Essen serviert, finanziert damit sein Studium
Der Rentner, der nachts den Sicherheitsdienst übernimmt, möchte sich nach einem langen Arbeitsleben seine Rente aufbessern.
Die Mitarbeiterin in der Jugendhilfe übernimmt den Nachtdienst, damit Kinder und Jugendliche nicht alleine sind.
Die Reinigungskraft kommt erst dann, wenn alle anderen längst Feierabend haben.
Die Kurierfahrerin liefert Lebensmittel aus, wenn Menschen selbst nicht einkaufen können.
Diese Menschen fallen selten auf, aber sie fallen auf, wenn sie fehlen.
Dann bleiben Restaurants geschlossen.
Dann fehlen Betreuungskräfte.
Dann finden Veranstaltungen nicht statt.
Dann fehlen Kassiererinnen, Reinigungskräfte, Fahrer oder Servicepersonal.
Unsere Gesellschaft funktioniert nicht nur durch Menschen mit einem klassischen Vollzeitjob.
Sie funktioniert auch durch Millionen Menschen, die zusätzlich Verantwortung übernehmen.
Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit arbeiten rund 7,7 Millionen Menschen in Deutschland in einem Minijob. Fast die Hälfte von ihnen hat bereits einen sozialversicherungspflichtigen Hauptberuf.
Diese Menschen umgehen kein System. Sie arbeiten mehr, Sie übernehmen zusätzliche Schichten, Sie verzichten auf Freizeit, Sie tun das nicht, weil sie wollen – sondern weil sie oft müssen.
Weil die Miete steigt.
Weil Lebensmittel teurer geworden sind.
Weil das Leben insgesamt teurer geworden ist.
Oder weil sie sich trotz aller Belastungen einen kleinen Wunsch erfüllen möchten.
Ist es wirklich falsch, wenn jemand bereit ist, nach Feierabend oder am Wochenende zusätzlich arbeiten zu gehen?
Natürlich müssen wir über Altersvorsorge sprechen.
Natürlich müssen wir Altersarmut bekämpfen.
Aber nehmen wir den Menschen dafür wirklich die Möglichkeit, zusätzlich Geld zu verdienen? Viele Minijobber würden nicht automatisch mehr Stunden arbeiten können. Nicht, weil sie nicht möchten....
... Sondern weil sie Kinder betreuen.
Angehörige pflegen.
Studieren.
Oder bereits in Vollzeit beschäftigt sind.
Für viele wäre die Konsequenz deshalb nicht mehr sozialversicherungspflichtige Arbeit, sondern weniger Einkommen.
Und das in einer Zeit, in der ohnehin viele Menschen jeden Euro zweimal umdrehen müssen.
Ich wünsche mir, dass politische Entscheidungen nicht nur auf Statistiken beruhen. Ich wünsche mir, dass sie die Menschen sehen. Die Menschen hinter den Zahlen. Die Menschen, die morgens früh aufstehen. Die nach Feierabend noch einmal arbeiten gehen. Die an Wochenenden arbeiten, während andere ihre Freizeit genießen. Die unsere Gesellschaft Tag für Tag mittragen, ohne dafür große Aufmerksamkeit zu bekommen.
Bevor Sie über die Zukunft der Minijobs entscheiden, sprechen Sie mit diesen Menschen.
Hören Sie ihnen zu.
Sie werden feststellen, dass der Minijob für die meisten keine bequeme Lösung ist. Sondern eine notwendige.
Bitte treffen Sie keine Entscheidung über Millionen Menschen, ohne ihre Lebenswirklichkeit wirklich zu kennen.
Mit freundlichen Grüßen


Die Entscheidungsträger*innen

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Petition am 26. Juni 2026 erstellt