Petition updateEndgültiges Pferdekutschenverbot für Berlin!Auf´s Maul geschaut #Pferdekutschenverbot #Freeatlast

Julia MaierGermany

Aug 14, 2017
Liebe Unterstützer/innen, Liebe Mitstreiter/innen,
zwischenzeitlich möchte ich an dieser Stelle noch auf ein weiteres Problem hinweisen, das bisher in der allgemeinen Berichterstattung keinen Anklang fand.
Wie wir alle wissen, kontrolliert das Veterinäramt (und vor kurzem der ADAC) mehr oder weniger regelmäßig am Brandenburger Tor.
Interessant ist hierbei, dass zwar immer wieder Verstöße hinsichtlich der nicht eingehaltenen Pausenzeiten vorliegen oder; wie vorletzte Woche, Hufe und Beschläge der Tiere beanstandet wurden aber noch nie eine Kontrolle durch das Amt das Zaumzeug der Tiere in Augenschein genommen hat.
Hierbei fällt nämlich pferdekundigen Menschen sofort eines auf:
Die Postkandaren, welche von vielen Kutschern mit im untersten Ring befestigten Leinen (größtmögliche Hebelwirkung) verwendet werden und viele der Stangen erschreckender Weise entweder zu lang oder zu kurz für das jeweilige Pferdemaul sind.
Ein Stück Metall im Pferdemaul ist immer Anlass für Diskussionen. Sinnvolle Unterstützung oder Schmerzgarant? Alleine durch ihre Verwendung und den punktuellen Druck auf die in den Schleimhäuten liegenden Nervenenden erzeugen sie Schmerzen an Unterkiefer und Zahnfleisch. Die Kinnketten (wie auch auf diesem Foto zu erkennen), lösen extrem starken Druck auf Nasenrücken und Unterkiefer der Tiere aus - Sogar der Unterkieferbruch ist durch ruckartiges Anziehen der Leinen, wenn ein Tier sich im Straßenverkehr erschrickt, möglich. Pferde werden so durch Schmerz kontrolliert. Die Kutscher Berlins argumentieren in der Presse immer wieder : "Wir setzen nur gelassene Pferde ein" - "Pferde sind unser Kapital" . Würden die Kutscher tatsächlich über das notwendige Wissen der Anatomie ihrer Pferde verfügen, wäre die scharf-gestellte Postkandare gar nicht im Einsatz!
(Für mich ein deutliches Zeichen dafür, dass die Kutscher Angst haben, die Kontrolle über die Pferde als Fluchttiere, die im Straßenverkehr leicht scheuen, zu verlieren.)
Wenn ein Pferd mit scharfen Gebissen gefahren wird, ist dies entweder ein Zeichen für mangelndes Wissen darüber, was dieser Gegenstand mit dem Körper und der Psyche eines Fluchttieres anrichtet oder sie besitzen dieses Wissen und fügen den Tieren bewusst die bekannten Schmerzen und Folgeschäden zu.
Warum erlaubt Berlin seinen Kutschern; abgesehen davon, dass wir natürlich das Verbot fordern, solche scharf gestellten und oft zu großen/zu kleinen Gebisse überhaupt zu verwenden?! Hat jemals ein Veterinäramt die Nasenriemen auf lockeren Sitz kontrolliert?
Wer sich am Pariser Platz lange genug aufhält, wird Zeuge davon zu sehen, wenn anfahrende Kutschen zum Stillstand gebracht werden, wie die Kutscher hemmungslos die Zügel "anreißen". Anmerkung: Wird der Hals des Pferdes so künstlich in eine angezogene Position gebracht, dann rutscht der Unterkiefer zurück, die Zähne liegen nicht mehr aufeinander. Im unnatürlichen Winkel reiben sich die Zähne ab - es bilden sich messerscharfe Kanten im Pferdemaul. Ebenso schließt sich in diesem Moment der Kehlkopfdeckel und das Pferd produziert extrem viel Speichel - was zu Kehlkopfentzündungen und/oder dem sogenannten Kehlkopfpfeifen führen kann.
Es geht hier also nicht um die Diskussion Gebiss ja oder nein - sondern um
Eingerissene Mundwinkel, schlechtsitzendes Zaumzeug, zu scharf gestellte Kandaren, Wundscheuern durch Riemen.... Es ist nur ein Bruchteil von dem, unter was die Berliner Kutschpferde leiden.... Dennoch ein weiteres, trauriges Puzzleteil im täglichen Bild dass sich uns bietet - hier inmitten der lärmenden Großstadt.
Eure Julia
Copy link
WhatsApp
Facebook
Nextdoor
Email
X