Stellen Sie das Anbringen von Taubenspikes unter Strafe!

Stellen Sie das Anbringen von Taubenspikes unter Strafe!

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In Berlin leben Schätzungen zufolge nur noch zehnttausend Stadttauben. Diese finden in der Stadt kaum artgerechtes Futter und sehen sich zahlreichen Anfeindungen von Bürgerinnen und Bürgern ausgesetzt. Damit nicht genug: In letzter Zeit ist vermehrt zu beobachten, dass die Stadttauben durch das Anbringen von sog. Taubenspikes ihrer letzten verbleibenden Sitzmöglichkeiten beraubt werden. Das Anbringen von Taubenspikes an Fassaden, Fensterbrettern und Dächern führt jedoch bei vielen Tauben zu erheblichen Verletzungen. Die Tauben müssen häufig mit verletzten Flügeln und aufgerissenen Körperteilen noch mehrere Wochen existieren, bis sie jämmerlich daran sterben. Des Weiteren werden Jungtiere, die flügge werden, nicht selten von den Spikes lebendig aufgespießt und sterben einen grausamen Tod, wobei die Taubeneltern dies hilflos mit ansehen müssen. In Berlin gibt es zahlreiche ehrenamtliche Tierschützer, die sich um die verletzten Tauben kümmern und die Behandlungskosten beim Tierarzt aus eigener Tasche bezahlen müssen.

Stadttauben sind keine Wildtiere, sondern verwilderte Haustiere und deren Nachkommen. Es sind Brief- oder Hochzeitstauben, die irgendwann einmal widerrechtlich ausgesetzt wurden oder den Weg nicht mehr zu ihren Besitzern zurückgefunden haben. Dass die Stadttauben nahezu ununterbrochen brüten müssen, ist das Ergebnis eines jahrhundertelangen Züchtungsprozesses dieser standorttreuen Tiere, so wie den Hühnern das ständige Eierlegen angezüchtet wurde. Da die Stadttaube von der Felsentaube abstammt, kann sie nicht in Bäumen brüten, sondern ist auf Nischen, Simsen oder Ecken angewiesen. Eine Stadt erscheint ihr wie ein riesiger Felsen.

Je mehr Menschen in Berlin leben und je mehr Bauvorhaben in der Stadt umgesetzt werden, desto weniger Plätze verbleiben für unsere Stadttauben. Mit den spitzstachligen Taubenspikes, welche billig zu erwerben sind, wollen jedoch Geschäfte, Firmen oder auch Privatpersonen die Tauben gewaltsam daran hindern, sich an Gebäuden oder Bahnhöfen niederzulassen.

Ich fordere Sie daher auf, das Anbringen von Taubenspikes in Berlin unter Strafe zu stellen, da es sich nach §17 TierSchG um Tierquälerei handelt. Auch das angebliche Nichtwissen, dass es sich um Tierquälerei handelt, kann nicht vor einer Strafe schützen.