
Eine Untersuchung bestätigt, dass Beamte im Alter deutlich besser versorgt sind als Angestellte. Die SPD will deshalb die betriebliche Altersvorsorge stärken.
Berlin Der Blick in die soziale Wirklichkeit bestätigt alte Vorurteile, was die privilegierte Stellung von Beamten und Freiberuflern in der deutschen Altersversorgung betrifft. Das ist das Ergebnis einer im Auftrag des Arbeitsministeriums und der Rentenversicherung erstellten repräsentativen Erhebung. Demnach sind Beamte im Alter deutlich besser versorgt als Angestellte.
Einige der zentralen Ergebnisse: Beamtinnen verfügen aktuell in Westdeutschland mit Anfang/Mitte 40 bereits über einen durchschnittlichen Versorgungsanspruch von mehr als 1.000 Euro im Monat. Die männlichen Beamten dieser Altersgruppe haben sich sogar bereits über 1.200 Euro „erdient“.
Dagegen sieht es bei den Angestellten, die 2016 zwischen 40 bis 44 Jahre alt waren, noch ziemlich mau aus. Frauen dieser Altersgruppe kommen auf einen mit Beiträgen erworbenem Rentenanspruch von nur 480 Euro, Männer auf 520 Euro im Monat. Dabei haben sie nicht selten bereits 25 Jahre Berufsleben hinter sich.
Die Angestellten in der Altersgruppe 55 bis 59 blicken zwar immerhin auf eine Rentenanwartschaft von 730 bzw. 1.000 Euro. Doch bei den Beamten im gleichen Alter sind es 2.120 bzw. über 2.200 Euro – also deutlich mehr als doppelt so viel.
10.01.2019
Quelle: