Aggiornamento sulla petizioneALTERSARMUT 43%Rente ist zu wenig !Änderung des GG 12a-wie es die AEMR in Art. 23 besagenInternationaler Frauentag - Gleicher Lohn für gleiche Arbeit?
Marko KielingAL, Germania
8 mar 2018
Immer mehr Frauen im Unterallgäu haben einen Job – doch immer noch können viele davon kaum leben. Im Unterallgäu sind immer mehr Frauen berufstätig: Die Beschäftigungsquote der Frauen ist von 45 Prozent im Jahr 2000 bis zur bislang letzten Erhebung 2014 auf 54,8 Prozent gestiegen. Die Männerquote kletterte im selben Zeitraum von 60,7 auf 67,2 Prozent. Was die Erhebung jedoch nicht zeigt: Durchschnittlich arbeiten nur vier von zehn Frauen in Vollzeit. Der weitaus größere Teil ist in Teilzeit tätig und jede Siebte arbeitet sogar weniger als 15 Wochenstunden und damit in Jobs, die nicht einmal die Existenz sichern können. Das kritisiert auch die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) Schwaben. „Frauen arbeiten überdurchschnittlich oft in prekären Jobs“, teilt NGG-Geschäftsführer Tim Lubecki in einer Pressemitteilung mit. So seien nach einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung zuletzt 85 Prozent aller Teilzeit-Beschäftigten im Unterallgäu Frauen gewesen. Und auch bei den Minijobs sei der Frauenanteil im Landkreis mit 63 Prozent hoch. Frauen verdienen oft immer noch weniger als Männer „Die Folgen davon bekommen viele Frauen spätestens im Rentenalter zu spüren. Wegen niedriger Einkünfte und Unterbrechungen im Erwerbsleben sind weibliche Beschäftigte besonders oft von Armutsrenten betroffen und dann auf Stütze vom Staat angewiesen. Aber auch bei Arbeitslosigkeit oder nach einer Scheidung steht ein Großteil der Frauen mit leeren Händen da“, so Lubecki. Das Modell des männlichen Hauptverdieners sei weiterhin stark verbreitet – und damit die finanzielle Abhängigkeit der Frauen. Diese tragen laut einer neuen OECD-Untersuchung in Deutschland gerade einmal 22,4 Prozent zum Familieneinkommen bei. Zum Internationalen Frauentag, der heute gefeiert wird, fordert die NGG Schwaben außerdem mehr Lohngerechtigkeit zwischen den Geschlechtern. Denn nach Angaben des Statistischen Bundesamts verdienen Frauen im Schnitt für dieselbe Tätigkeit noch immer sieben Prozent weniger als Männer – andere Faktoren wie niedrigere Arbeitszeiten nicht mitgerechnet. Nach Einschätzung von Lubecki ist der Lohnunterschied zwischen den Geschlechtern in vielen Branchen sogar noch deutlich größer. Die Gewerkschaft sieht deshalb dringenden Handlungsbedarf bei der Politik. „Das geplante Gesetz zur Lohntransparenz reicht nicht aus“, sagt Lubecki. Denn danach sollen nur Mitarbeiterinnen in Unternehmen mit mehr als 200 Beschränken einen Anspruch darauf haben, zu erfahren, was Männer in vergleichbaren Tätigkeiten im Durchschnitt verdienen. „Für den Großteil der Hotels, Gaststätten oder Bäckereien im Kreis Unterallgäu greift das Gesetz damit zu kurz“, so der Gewerkschafter. Nötig sei stattdessen ein verbrieftes Recht auf die gleiche Bezahlung für die gleiche Tätigkeit. „Mann oder Frau – dieser Unterscheid darf in einer modernen Arbeitswelt keine Rolle mehr spielen.“ (mz, zds, baus) Quelle:augsburger-allgemeine https://www.augsburger-allgemeine.de/mindelheim/Gleicher-Lohn-fuer-gleiche-Arbeit-id40818851.html 08.03.2017
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