Petition updateALTERSARMUT 43%Rente ist zu wenig !Änderung des GG 12a-wie es die AEMR in Art. 23 besagenSozialfall nach 45 Arbeitsjahren Mindestlohn reicht nicht für Grundrente
Marko KielingAL, Germany
Oct 4, 2016
Sozialfall nach 45 Arbeitsjahren Mindestlohn reicht nicht für Grundrente Mit einem Einkommen auf Mindestlohn-Niveau reicht es nach 45 Beitragsjahren nicht für eine Rente oberhalb der Grundsicherung. Der Stundenlohn dafür müsste bei 11,68 Euro liegen, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken hervorgeht. Damit liegt der Mindestlohn von aktuell 8,50 Euro gut drei Euro unter der Schwelle, um eine Nettorente aus der gesetzlichen Rentenversicherung nach der ab Sommer geltenden Grundsicherung zu bekommen. Der durchschnittliche Bruttobedarf beträgt 788 Euro monatlich. Berechnungsgrundlage sind eine Wochenarbeitszeit von 38,5 Stunden und 45 Arbeitsjahre. Regierung verweist auf private Vorsorge Der Linken-Abgeordnete Klaus Ernst hatte die Frage gestellt. Er forderte eine deutliche Erhöhung des Mindeststundenlohns, der erst 2015 eingeführt worden ist: "Der Mindestlohn soll vor Armut schützen  - gerade auch im Alter. Doch mit 8,50 Euro wird dieses Ziel nicht annähernd erreicht", argumentiert Ernst. Nach 45 Arbeitsjahren bleibe nur Sozialhilfe. Das sei eine Blamage für den Sozialstaat. Das Bundessozialministerium betont in seiner Antwort, dass die vom Lohn abhängige gesetzliche Rente nicht der einzige Schutz vor Altersarmut sei. Neben der Basisrente gebe es für viele auch eine Betriebsrente und Möglichkeiten zur privaten Altersvorsorge, wie etwa die Riesterrente. Außerdem müssten weitere Einkommensmöglichkeiten berücksichtigt werden. 2017 soll Anpassung kommen Zuständig für die künftige Höhe der Lohnuntergrenze ist die Mindestlohnkommission. Vertreter von Arbeitgebern und Gewerkschaften sollen bis Mitte des Jahres eine Anpassung der Höhe beschließen, die dann Anfang 2017 kommen soll. Gewerkschaftsnahe Forscher plädieren für eine Erhöhung des Mindestlohns auf mindestens neun Euro. Dagegen sieht der Präsident des Ifo Instituts für Wirtschaftsforschung, Clemens Fuest, einen höheren Mindestlohn kritisch. Trotz der Rentenerhöhung zum 1. Juli dieses Jahres um 4,25 Prozent im Westen und 5,95 Prozent im Osten Deutschlands warnen Sozialverbände und Gewerkschaften vor zunehmender Altersarmut. Die Koalition plant, Kleinrenten aufzuwerten und Betriebsrenten zu verbreitern. Darüber hinaus diskutiert sie Reformen zugunsten der Riester-Rente, eine Stabilisierung des Rentenniveaus und eine Kopplung des Rentenalters an die steigende Lebenserwartung. Nahles kündigt Einstieg in "Flexi-Rente" an Im Streit um den künftigen Rentenbeginn hat Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles für ein flexibles Renteneintrittsalter geworben. Die SPD-Politikerin sagte der "Bild am Sonntag", jeder solle selbst bestimmen können, wann er in Rente gehe. Notwendig seien individuelle Lösungen mit entsprechenden Zu- oder Abschlägen. Es müsse die Möglichkeit geben, im Alter weniger zu arbeiten und eine Teilrente zu bekommen. Nahles kündigte noch für diese Jahr ein Modell der "Flexi"-Rente . Die von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble ins Spiel gebrachte Rente mit 70 lehnte Nahles ab. So lange sie Arbeits- und Sozialministerin sei, werde diese nicht kommen. Schäubles Vorschlag bezeichnete sie als "lebensfremd". Sie verwies darauf, dass man bereits heute länger arbeiten könne. Wer bis 68 oder 70 weiter mache, bekomme dafür Rentenpunkte gut geschrieben. http://www.mdr.de/nachrichten/politik/inland/mindestlohn-rente-grundsicherung-100.html Quelle: mdr Aktuell Nachrichten Zuletzt aktualisiert: 23. April 2016, 15:07 Uhr
Copy link
WhatsApp
Facebook
Nextdoor
Email
X