Menschenrechte für Menschenaffen

Das Problem

Wo die Grenze zwischen Mensch und Tier liegt, ist Gegenstand ungezählter philosophischer Debatten und weiß niemand so recht zu beantworten. Fakt ist jedoch, dass die Großen Menschenaffen (Orang Utans, Gorillas, Schimpansen und die Gattung Homo, deren letzter Vertreter der Mensch ist) sämtlich fähig sind zu fühlen, zu planen und komplexe soziale Systeme zu entwickeln. So gewaltig der qualitative Abstand dieser Primaten zur Hausstaubmilbe ist, so hauchdünn ist er zum Menschen; und dennoch werden sowohl Milbe als auch Schimpanse als Tiere begriffen, während der Mensch als gesonderte Kategorie gegenüber „dem Tier“ geführt wird.
Die Petition fordert daher, diese Grenzziehung aufzuweichen, indem sämtlichen großen Menschenaffen wesentliche Lebensrechte zugesichert werden.

Die konkrete Forderung:
Wir möchten, dass neun bedingungslose und unveräußerliche Grundrechte für sämtliche Großen Menschenaffen, also neben dem Homo Sapiens auch dem Gemeinen Schimpansen und Bonobo, dem Gorilla und Orang Utan in Österreich gelten und umgesetzt werden.

 

An Persönlichkeitsrechten sind dies:

  • Recht auf Leben
  • Recht auf körperliche Unversehrtheit
  • Schutz vor Versuchen, vor Zwangssterilisation und Zwangskastration, Schutz vor Körperstrafen und Prügelstrafen sowie Schutz vor entwürdigender oder erniedrigender Behandlung

An Freiheitsrechten sind dies:

  • Recht auf Freiheit, Eigentum und Sicherheit der Person
  • Allgemeine, nur durch Gesetz beschränkte Handlungsfreiheit
  • Freiheit von willkürlichen Eingriffen in die Privatsphäre

An Justiziellen Rechten sind dies:

  • Wirksamer gerichtlicher Rechtsschutz
  • Recht auf ein faires Verfahren
  • Unschuldsvermutung

 

Als aufgeschlossenes Industrieland erwarten wir vom österreichischen Staat, dem Beispiel Neuseelands zu folgen und Grundrechte auch anderen Spezies als dem Menschen anzuerkennen. Dabei soll der erste Schritt sein, allen Menschenaffen diese Würde zuzugestehen anstatt nur einem ihrer Vertreter. Bei ausreichend hoher Beteiligung wird die Petition als Parlamentarische Bürgerinitiative bzw. Volksbegehren im Nationalrat vorbereitet.

Herzlichen Dank!

 



________________________________________________________

Für Interessierte sind im Folgenden einige Parallelen zwischen uns Vertretern des Homo Sapiens und anderen sogenannten Hominidae dargestellt, inklusive wissenschaftlichem Beleg sowie audiovisueller Veranschaulichung in der Fußnote und Verweis in eckigen Klammern im Text:

 

Genetik:
Wir Menschen teilen knapp 99% unserer Gene mit Schimpansen (sowohl mit dem Gemeinen Schimpansen als auch mit dem Bonobo, dem sog. Zwergschimpansen). Tatsächlich stehen sie uns im evolutionären Verwandtschaftsverhältnis am nächsten; das bedeutet: Schimpansen sind näher mit Menschen verwandt als mit Gorillas oder Orang-Utans oder sonst einer Spezies [1]. Nachdem jedoch der Prozentsatz an übereinstimmendem genetischem Material nicht zwangsläufig aussagekräftig sein muss, sei ergänzt, dass sogar Bluttransfusionen zwischen Menschen und Großen Menschenaffen möglich sind [2].

Sexualverhalten:
Bonobos (gehören zur Gattung Schimpanse) küssen mit Zunge, praktizieren Oralverkehr und kennen verschiedene Sexualstellungen [3]. Dies sind klare Hinweise darauf, dass auch sie emotionale Formen der Intimität kennen und diese im Liebesspiel umsetzen. Sexualpartner kann dabei quasi jeder sein; einzige Regel: Männchen nicht mit ihrer Mutter, Weibchen nicht mit ihrem Vater. Dabei wird eine enge Beziehung gefestigt, bevor es zum eigentlichen Geschlechtsverkehr kommt [4]. Zur Masturbation wurde bei Orang Utans gar der Gebrauch von Lianen und Ästen beobachtet [5].

Zuneigung:
Zwar unterscheiden sich die typischen Sozialstrukturen zwischen den Menschenaffen enorm. Doch zeichnen sich sämtliche Menschenaffen durch eine hohe Flexibilität an Sozialverhalten aus. Allen gemein ist es, in engen, vertrauensvollen sozialen Gruppen zusammenleben zu können und hochgradig sensible Beziehungsmuster auszubilden [6]. Dies äußert sich nicht nur im Umgang mit Artgenossen, sondern kann wie beim Menschen auch speziesübergreifend stattfinden. So wurde beobachtet, dass die in der öffentlichen Wahrnehmung oftmals fälschlicherweise als aggressiv empfundenen Gorillas sich mit geradezu mütterlicher Liebe neugeborenen Menschen zuwenden [A]. Koko, eine Gorilladame, die nach schwerer Krankheit als Baby von der Psychologin Francine Patterson aufgenommen wurde und 2018 im Alter von 46 Jahren starb, pflegte gar einen fürsorglichen Umgang mit ihren Kätzchen [B].

Sprache:
Sowohl bei Gorillas als auch Schimpansen wurden beachtliche Erfolge erzielt, ihnen Zeichensprache zu lehren. Dabei ging das Wortverständnis über einfaches Vokabellernen weit hinaus: Selbst Syntax (also die Regeln, die die Bedeutung je nach Reihenfolge der Wörter im Satz verändern) wurde verstanden, aktiv angewendet und sogar selbst entworfen. Koko konnte über 1000 Zeichen selbst produzieren und komplex kombinieren und verstand über 5000 solcher Zeichen [7]. Kognitiv scheint Sprache also durchaus im Fähigkeitsrepertoire von Menschenaffen zu liegen [z.B. 8]. Weswegen sprechen sie dann nicht in freier Wildbahn? Die Ursache ist in ihrer Trivialität geradezu schockierend: ihr Kehlkopf sitzt zu hoch. Dies verhindert, dass sie wie der Mensch eine Vielzahl unterschiedlicher Laute produzieren und ihnen Bedeutung zuweisen können. Der Grund für das Ausbleiben von Sprache ist somit kein kognitiver, sondern ein anatomischer [9]. Andere Erklärungsmuster konzentrieren sich hingegen z.B. darauf, dass lediglich hochgradig komplexe Welten, wie sie der Mensch vorfindet, die Ausbildung von Sprache verlangen.

Trauerverhalten:
Emotionales Sexualverhalten, intime Zuneigung und Sprache sind nicht die einzigen Hinweise auf das komplexe und sensitive Sozialverständnis bei Menschenaffen. Ihr Trauerverhalten ist in seiner Ausprägung und Intensität wohl nur mit dem von Delfinen oder Elefanten zu vergleichen. Mütter tragen ihre toten Kinder teils solange mit sich herum, bis ein mumifizierter Zustand einsetzt. Von einem Unverständnis über deren Tod ist dabei nicht auszugehen: Das Verhalten gegenüber lebendigen Kindern unterscheidet sich durch betont zärtlichen Umgang und im Bewegungsablauf verlangsamte Gesamtaktivität; die Mütter zeigen typische Merkmale tiefen psychischen Schmerzes [10]. Eine solche Trauer wird jedoch keinesfalls nur gegenüber Mitgliedern der eigenen Familie oder gar nur in der Mutter-Kind-Beziehung gezeigt. Selbst bei verstorbenen fremden Artgenossen nimmt die Gruppe Abschied: die geschlossenen Augen werden sanft berührt, das Fell des Toten gepflegt, die Arme gestreichelt. Dieses Ritual kann Stunden bis Tage in Anspruch nehmen; je enger die Beziehung war, desto intensiver und länger zeigen hinterbliebene Gorillas ihre Trauer [11].
Bemerkenswert ist, dass dieses Verhalten nicht nur keinen evolutionären Vorteil verschafft, sondern im Gegenteil die Verbreitung tödlicher Krankheiten sogar schürt.

Kulturelle Eigenheiten:
Als "Leaf clipping" wird das Knistern mit Blättern durch Affen beschrieben [C]. Dabei setzen unterschiedliche Schimpansen-Clans diese Form der Kommunikation unterschiedlich ein. Während es in der einen Kohorte lediglich von Jungtieren als Spiel verwendet wird, wird damit andernorts die Paarungsbereitschaft signalisiert [12]. Eine dritte Gruppe greift hierzu stattdessen auf das Knacken der Fingerknöchel zurück [13]. Die gleichen Verhaltensweisen haben an unterschiedlichen Orten andere Bedeutung und unterschiedliche Verhaltensweisen tragen an unterschiedlichen Orten dieselbe Bedeutung. Geradeso wie der ausgestreckte Daumen in Europa ein Signal für Zustimmung ist, während damit in manchen arabischen Ländern Missgunst ausgedrückt wird - wozu im deutschen Sprachraum meist der Mittelfinger dient.

Abstraktes Denken:
Koko erzielte in Intelligenztests für Kinder einen IQ von 70 bis 90; dies entspricht in etwa der Größenordnung eines zwar langsamen, aber intellektuell vollkommen gesunden Kindes [14]. Dabei gilt jedoch zu bedenken, dass die Intelligenz eines Gorillas durchaus so geartet sein kann, dass sie unzureichend in einem von Menschen auf den menschlichen Alltag konzipierten Test abgebildet wird. Selbst innerhalb der menschlichen Spezies ergeben sich interkulturelle Unterschiede an IQ-Ergebnissen; dies bedeutet jedoch nicht, dass Menschen unterschiedlicher Kulturen unterschiedlich intelligent sind, sondern ist ein Hinweis darauf, dass diese Tests aus einer westlichen Logik heraus für westliche Menschen erstellt wurden und sich diese entsprechend leichter in den gestellten Aufgaben orientieren können.
Doch die Abstraktion von Menschenaffen geht noch weiter. Mit der Frage konfrontiert, wie sich Koko den Tod vorstelle, antwortete sie mit drei Zeichen: Höhle, gemütlich, auf Wiedersehen [8].

Krieg & Frieden:
Gorillas, Schimpansen und Orang Utans als vollständig friedliche, im Einklang mit der Welt verbliebene Naturwesen zu verstehen, wäre eine unterkomplexe und romantisierende Vereinfachung. Die großen Menschenaffen sind in ihrem Charakter ebenso vielfältig und widersprüchlich, einfühlsam und schrecklich zugleich, wie es wir Menschen sind. Ein Beispiel für eben jene dunkle Seite unserer nächsten Verwandten bietet der Schimpansenkrieg von Gombe: über den Zeitraum von vier Jahren kam es in den 1970ern vermehrt zu organisierten Überfällen zwischen zwei verfeindeten Schimpansengruppen im Gombe-Stream-Nationalpark. Ursprünglich kleinere zwischen“menschliche“ Vorfälle innerhalb einer großen Gemeinschaft von Schimpansen führten letztlich zur Spaltung dieses Stammes. Die beiden nun verfeindeten Lager lauerten wechselseitig einzelnen Schimpansen der Rivalengruppe auf und prügelten so lange auf ihre Opfer ein, bis sie schließlich ihren Verletzungen erlagen. Der Krieg endete durch den Tod sämtlicher Männchen einer der beiden Stämme und der Übernahme des Territoriums durch die Siegergruppe [15]. Der Schimpansenkrieg von Gombe blieb nicht die einzige wissenschaftliche Beobachtung eines solchen Vorfalls, sondern konnte in anderen Kontexten in ähnlicher Form beobachtet werden [z.B. 16] [D]. Einen wesentlichen Unterschied zu herkömmlicher Aggression bzw. Jagdverhalten im Tierreich (z.B. dem effizienten finalen Todesbiss bei Raubkatzen) stellen die geradezu rituellen Praktiken während des Gombe-Krieges dar: so wurde nicht nur kannibalistische Kindstötung beobachtet, sondern ebenso, wie triumphierende Schimpansen das Blut ihrer Opfer tranken [17].
Dies alles mag nun nicht besonders sympathisch wirken, doch auch den Kriegstreibern und Verbrechern der heutigen Zeit stehen unverrückbare Grundrechte zu. Auch deren Würde ist und bleibt unantastbar. Und auch die Schimpansen von Gombe waren ihren Kindern gegenüber fürsorgliche Mütter und Väter.

Religion:
In Westafrika wurden von Schimpansen errichtete Steinhaufen gefunden, deren unmittelbare Funktion sich der Biologie nicht erschließt und an Schreine frühreligiöser menschlicher Aktivität erinnert. Diese rituellen Male finden sich dabei stets um bestimmte Bäume, gegen die die Schimpansen ferner mit Stöcken und Steinen schlagen und ritualisiertes Verhalten um die Bäume herum aufführen, das an Drohgebärden männlicher Schimpansen erinnert. Bemerkenswert ist dabei, dass stets dieselben Bäume hierzu aufgesucht werden und ein aggressiver Kontakt zwischen Artgenossen ausbleibt [18]. Auch eine Art „Regentanz“ wird mitunter bei Schimpansen beobachtet und als Machtdemonstration interpretiert, das Wetter zu beeinflussen [19]. Rituelles Verhalten, das von so manchem Forscher als spirituell motiviert verstanden wird, ist somit keine Seltenheit unter Menschenaffen und gewiss kein Alleinstellungsmerkmal des Homo Sapiens.

Humor:
Spaß und Spiel sind Bestandteil des Lebens vieler Tiere, hier stellen Menschenaffen keine Besonderheit dar [E]. Doch was zeichnet einen Witz aus? Die sog. Exposition (also das Ausbreiten einer bestimmten Situation) und die Pointe, die mit dieser Ausgangssituation auf unvorhergesehene Art und Weise bricht. Exakt solches Verhalten zeigt sich auch bei Menschenaffen; etwa, wenn ein Zaubertrick einen kleinen Orang-Utan im Zoo von Barcelona vor Lachen zum Umfallen bringt [F] oder wenn die zeichensprachbegabte Gorilladame Koko ihre Pflegerin bittet, eines ihrer Kätzchen auf ihren Kopf zu setzen [B]. Witze und humoristisches Verhalten werden häufig als eines der exklusiven Merkmale des Menschen verstanden, da sie hohe psychische Leistungen voraussetzen wie die geistige Vorwegnahme des Ausgangs einer Situation und das Inbeziehungsetzen abfolgender Handlungselemente. Andere Menschenaffen teilen dieses hohe kognitive und emotionale Abstraktionsvermögen mit uns.

 

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Audiovisuelle Veranschaulichung:

[A] Gorilla und Menschenbaby

[B] Humor bei Koko und ihren Kätzchen

[C]  Leaf-clipping 

[D] Brutalität bei Schimpansen

[E] Wasserpark bei Orang-Utans

[F] Zaubertrick vor einem Orang-Utan

 

Die Quellen:
[1] Prüfer, K., Munch, K., Hellmann, I. et al. The bonobo genome compared with the chimpanzee and human genomes. Nature 486, 527–531 (2012). https://doi.org/10.1038/nature11128
[2] Hahn A, Sturgeon G, Rossi J. Blood Product Transfusions in Great Apes: A retrospective Review of 12 Cases. J Zoo Wildl Med. 2017 Jun; 48(2):461-465. doi: 10.1638/2016-0178R3.1. PMID: 28749288.
[3] Manson, J.H., Perry S., Parish, A.R.: Nonconceptive Sexual Behavior in Bonobos and Capuchins. International Journal of Primatology (1997) 18 (5), s. 767-786
[4] Surbeck, M., Deschner, T. , Schubert, G., Weltring, A., Hohmann, G.: Mate competition, testosterone and intersexual relationships in bonobos (Pan paniscus). Animal Behaviour (2012) Bd. 83, Nr. 3, S. 659-669
[5] Rijksen, H.B.: A Fieldstudy on Sumatran Orang Utans. PhD thesis, Nature Conservation Department, Agricultural University Wageningen, 1978
[6] Thomas Geissmann: Vergleichende Primatologie. Springer, Berlin 2003, ISBN 3-540-43645-6, Kapitel 18: Hominidae. S. 287–312.
[7] Haviland, W. A.; Prins, H. E. L.; Walrath, D.; McBride, B. (2012-01-13). The Essence of Anthropology (3rd ed.). Cengage Learning, 2012. p. 178. ISBN 9781111833442.
[8] Patterson, FG. (1978). "The gestures of a gorilla: language acquisition in another pongid". Brain and Language. 5 (1): 72–97. doi:10.1016/0093-934X(78)90008-1. PMID 618570. S2CID 28826266.
[9] Lieberman, P., D.L. Klatt and W. A. Wilson, 1969. "Vocal tract limitations on the vowel repertoires of rhesus monkey and other nonhuman primates." Science 164: 1185-1187
[10] Cronin, K. A. & van Leeuwen E. J. C. (2011). Behavioral response of a chimpanzee mother toward her dead infant. American Journal of Primatology 73, 5: 415-421
[11] Porter A, Eckardt W, Vecellio V, Guschanski K, Niehoff PP, Ngobobo-As-Ibungu U, Nishuli Pekeyake R, Stoinski T, Caillaud D. 2019. Behavioral responses around conspecific corpses in adult eastern gorillas (Gorilla beringei spp.) PeerJ 7:e6655 https://doi.org/10.7717/peerj.6655
[12] Nishida, T.: The leaf-clipping display: a newly-discovered expressive gesture in wild chimpanzees. Journal of Human Evolution (1980) 9, S.117-128
[13] Boesch, C.: From material to symbolic cultures: CUlture in primates. The Oxford Handbook of Culture and Psychology. Oxford Library of Psychology 2012
[14] Patterson, F.G. (1979b). Linguistic capabilities of a lowland gorilla. Doctoral dissertation, Stanford University. Ann Arbor, MI: University Microfilms International
[15] Ian Morris: War! What Is It Good For? The Role of Conflict and the Progress of Civilisation from Primates to Robots. MacMillan, 2014, ISBN 978-1-84765-454-0
[16] Lincoln Park Zoo. (2014, September 17). Nature of war: Chimps inherently violent; Study disproves theory that 'chimpanzee wars' are sparked by human influence. ScienceDaily. Retrieved November 13, 2022 from www.sciencedaily.com/releases/2014/09/140917131816.htm
[17] Jane Goodall: Through a Window: My Thirty Years with the Chimpanzees of Gombe. Houghton Mifflin Harcourt, 2010, ISBN 978-0-547-48838-7
[18] Kühl, H., Kalan, A., Arandjelovic, M. et al. Chimpanzee accumulative stone throwing. Sci Rep 6, 22219 (2016). https://doi.org/10.1038/srep22219
[19] https://www.sueddeutsche.de/wissen/ursprung-der-religion-wo-der-kult-beginnt-1.2960264-2; abgerufen am 13.11.2022

 

PS: Wer sich nun noch nicht in Menschenaffen verliebt hat, dem empfehle ich diesen Zusammenschnitt süßer Orang Utans: https://www.youtube.com/watch?v=dOSbiVHUHF0 

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Janosch ErstlingPetitionsstarter*inFür die Armen nur Verachtung, für die Reichen stets Respekt. Für die Mittelschicht das Märchen eines Trickle-Down-Effekt.

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Das Problem

Wo die Grenze zwischen Mensch und Tier liegt, ist Gegenstand ungezählter philosophischer Debatten und weiß niemand so recht zu beantworten. Fakt ist jedoch, dass die Großen Menschenaffen (Orang Utans, Gorillas, Schimpansen und die Gattung Homo, deren letzter Vertreter der Mensch ist) sämtlich fähig sind zu fühlen, zu planen und komplexe soziale Systeme zu entwickeln. So gewaltig der qualitative Abstand dieser Primaten zur Hausstaubmilbe ist, so hauchdünn ist er zum Menschen; und dennoch werden sowohl Milbe als auch Schimpanse als Tiere begriffen, während der Mensch als gesonderte Kategorie gegenüber „dem Tier“ geführt wird.
Die Petition fordert daher, diese Grenzziehung aufzuweichen, indem sämtlichen großen Menschenaffen wesentliche Lebensrechte zugesichert werden.

Die konkrete Forderung:
Wir möchten, dass neun bedingungslose und unveräußerliche Grundrechte für sämtliche Großen Menschenaffen, also neben dem Homo Sapiens auch dem Gemeinen Schimpansen und Bonobo, dem Gorilla und Orang Utan in Österreich gelten und umgesetzt werden.

 

An Persönlichkeitsrechten sind dies:

  • Recht auf Leben
  • Recht auf körperliche Unversehrtheit
  • Schutz vor Versuchen, vor Zwangssterilisation und Zwangskastration, Schutz vor Körperstrafen und Prügelstrafen sowie Schutz vor entwürdigender oder erniedrigender Behandlung

An Freiheitsrechten sind dies:

  • Recht auf Freiheit, Eigentum und Sicherheit der Person
  • Allgemeine, nur durch Gesetz beschränkte Handlungsfreiheit
  • Freiheit von willkürlichen Eingriffen in die Privatsphäre

An Justiziellen Rechten sind dies:

  • Wirksamer gerichtlicher Rechtsschutz
  • Recht auf ein faires Verfahren
  • Unschuldsvermutung

 

Als aufgeschlossenes Industrieland erwarten wir vom österreichischen Staat, dem Beispiel Neuseelands zu folgen und Grundrechte auch anderen Spezies als dem Menschen anzuerkennen. Dabei soll der erste Schritt sein, allen Menschenaffen diese Würde zuzugestehen anstatt nur einem ihrer Vertreter. Bei ausreichend hoher Beteiligung wird die Petition als Parlamentarische Bürgerinitiative bzw. Volksbegehren im Nationalrat vorbereitet.

Herzlichen Dank!

 



________________________________________________________

Für Interessierte sind im Folgenden einige Parallelen zwischen uns Vertretern des Homo Sapiens und anderen sogenannten Hominidae dargestellt, inklusive wissenschaftlichem Beleg sowie audiovisueller Veranschaulichung in der Fußnote und Verweis in eckigen Klammern im Text:

 

Genetik:
Wir Menschen teilen knapp 99% unserer Gene mit Schimpansen (sowohl mit dem Gemeinen Schimpansen als auch mit dem Bonobo, dem sog. Zwergschimpansen). Tatsächlich stehen sie uns im evolutionären Verwandtschaftsverhältnis am nächsten; das bedeutet: Schimpansen sind näher mit Menschen verwandt als mit Gorillas oder Orang-Utans oder sonst einer Spezies [1]. Nachdem jedoch der Prozentsatz an übereinstimmendem genetischem Material nicht zwangsläufig aussagekräftig sein muss, sei ergänzt, dass sogar Bluttransfusionen zwischen Menschen und Großen Menschenaffen möglich sind [2].

Sexualverhalten:
Bonobos (gehören zur Gattung Schimpanse) küssen mit Zunge, praktizieren Oralverkehr und kennen verschiedene Sexualstellungen [3]. Dies sind klare Hinweise darauf, dass auch sie emotionale Formen der Intimität kennen und diese im Liebesspiel umsetzen. Sexualpartner kann dabei quasi jeder sein; einzige Regel: Männchen nicht mit ihrer Mutter, Weibchen nicht mit ihrem Vater. Dabei wird eine enge Beziehung gefestigt, bevor es zum eigentlichen Geschlechtsverkehr kommt [4]. Zur Masturbation wurde bei Orang Utans gar der Gebrauch von Lianen und Ästen beobachtet [5].

Zuneigung:
Zwar unterscheiden sich die typischen Sozialstrukturen zwischen den Menschenaffen enorm. Doch zeichnen sich sämtliche Menschenaffen durch eine hohe Flexibilität an Sozialverhalten aus. Allen gemein ist es, in engen, vertrauensvollen sozialen Gruppen zusammenleben zu können und hochgradig sensible Beziehungsmuster auszubilden [6]. Dies äußert sich nicht nur im Umgang mit Artgenossen, sondern kann wie beim Menschen auch speziesübergreifend stattfinden. So wurde beobachtet, dass die in der öffentlichen Wahrnehmung oftmals fälschlicherweise als aggressiv empfundenen Gorillas sich mit geradezu mütterlicher Liebe neugeborenen Menschen zuwenden [A]. Koko, eine Gorilladame, die nach schwerer Krankheit als Baby von der Psychologin Francine Patterson aufgenommen wurde und 2018 im Alter von 46 Jahren starb, pflegte gar einen fürsorglichen Umgang mit ihren Kätzchen [B].

Sprache:
Sowohl bei Gorillas als auch Schimpansen wurden beachtliche Erfolge erzielt, ihnen Zeichensprache zu lehren. Dabei ging das Wortverständnis über einfaches Vokabellernen weit hinaus: Selbst Syntax (also die Regeln, die die Bedeutung je nach Reihenfolge der Wörter im Satz verändern) wurde verstanden, aktiv angewendet und sogar selbst entworfen. Koko konnte über 1000 Zeichen selbst produzieren und komplex kombinieren und verstand über 5000 solcher Zeichen [7]. Kognitiv scheint Sprache also durchaus im Fähigkeitsrepertoire von Menschenaffen zu liegen [z.B. 8]. Weswegen sprechen sie dann nicht in freier Wildbahn? Die Ursache ist in ihrer Trivialität geradezu schockierend: ihr Kehlkopf sitzt zu hoch. Dies verhindert, dass sie wie der Mensch eine Vielzahl unterschiedlicher Laute produzieren und ihnen Bedeutung zuweisen können. Der Grund für das Ausbleiben von Sprache ist somit kein kognitiver, sondern ein anatomischer [9]. Andere Erklärungsmuster konzentrieren sich hingegen z.B. darauf, dass lediglich hochgradig komplexe Welten, wie sie der Mensch vorfindet, die Ausbildung von Sprache verlangen.

Trauerverhalten:
Emotionales Sexualverhalten, intime Zuneigung und Sprache sind nicht die einzigen Hinweise auf das komplexe und sensitive Sozialverständnis bei Menschenaffen. Ihr Trauerverhalten ist in seiner Ausprägung und Intensität wohl nur mit dem von Delfinen oder Elefanten zu vergleichen. Mütter tragen ihre toten Kinder teils solange mit sich herum, bis ein mumifizierter Zustand einsetzt. Von einem Unverständnis über deren Tod ist dabei nicht auszugehen: Das Verhalten gegenüber lebendigen Kindern unterscheidet sich durch betont zärtlichen Umgang und im Bewegungsablauf verlangsamte Gesamtaktivität; die Mütter zeigen typische Merkmale tiefen psychischen Schmerzes [10]. Eine solche Trauer wird jedoch keinesfalls nur gegenüber Mitgliedern der eigenen Familie oder gar nur in der Mutter-Kind-Beziehung gezeigt. Selbst bei verstorbenen fremden Artgenossen nimmt die Gruppe Abschied: die geschlossenen Augen werden sanft berührt, das Fell des Toten gepflegt, die Arme gestreichelt. Dieses Ritual kann Stunden bis Tage in Anspruch nehmen; je enger die Beziehung war, desto intensiver und länger zeigen hinterbliebene Gorillas ihre Trauer [11].
Bemerkenswert ist, dass dieses Verhalten nicht nur keinen evolutionären Vorteil verschafft, sondern im Gegenteil die Verbreitung tödlicher Krankheiten sogar schürt.

Kulturelle Eigenheiten:
Als "Leaf clipping" wird das Knistern mit Blättern durch Affen beschrieben [C]. Dabei setzen unterschiedliche Schimpansen-Clans diese Form der Kommunikation unterschiedlich ein. Während es in der einen Kohorte lediglich von Jungtieren als Spiel verwendet wird, wird damit andernorts die Paarungsbereitschaft signalisiert [12]. Eine dritte Gruppe greift hierzu stattdessen auf das Knacken der Fingerknöchel zurück [13]. Die gleichen Verhaltensweisen haben an unterschiedlichen Orten andere Bedeutung und unterschiedliche Verhaltensweisen tragen an unterschiedlichen Orten dieselbe Bedeutung. Geradeso wie der ausgestreckte Daumen in Europa ein Signal für Zustimmung ist, während damit in manchen arabischen Ländern Missgunst ausgedrückt wird - wozu im deutschen Sprachraum meist der Mittelfinger dient.

Abstraktes Denken:
Koko erzielte in Intelligenztests für Kinder einen IQ von 70 bis 90; dies entspricht in etwa der Größenordnung eines zwar langsamen, aber intellektuell vollkommen gesunden Kindes [14]. Dabei gilt jedoch zu bedenken, dass die Intelligenz eines Gorillas durchaus so geartet sein kann, dass sie unzureichend in einem von Menschen auf den menschlichen Alltag konzipierten Test abgebildet wird. Selbst innerhalb der menschlichen Spezies ergeben sich interkulturelle Unterschiede an IQ-Ergebnissen; dies bedeutet jedoch nicht, dass Menschen unterschiedlicher Kulturen unterschiedlich intelligent sind, sondern ist ein Hinweis darauf, dass diese Tests aus einer westlichen Logik heraus für westliche Menschen erstellt wurden und sich diese entsprechend leichter in den gestellten Aufgaben orientieren können.
Doch die Abstraktion von Menschenaffen geht noch weiter. Mit der Frage konfrontiert, wie sich Koko den Tod vorstelle, antwortete sie mit drei Zeichen: Höhle, gemütlich, auf Wiedersehen [8].

Krieg & Frieden:
Gorillas, Schimpansen und Orang Utans als vollständig friedliche, im Einklang mit der Welt verbliebene Naturwesen zu verstehen, wäre eine unterkomplexe und romantisierende Vereinfachung. Die großen Menschenaffen sind in ihrem Charakter ebenso vielfältig und widersprüchlich, einfühlsam und schrecklich zugleich, wie es wir Menschen sind. Ein Beispiel für eben jene dunkle Seite unserer nächsten Verwandten bietet der Schimpansenkrieg von Gombe: über den Zeitraum von vier Jahren kam es in den 1970ern vermehrt zu organisierten Überfällen zwischen zwei verfeindeten Schimpansengruppen im Gombe-Stream-Nationalpark. Ursprünglich kleinere zwischen“menschliche“ Vorfälle innerhalb einer großen Gemeinschaft von Schimpansen führten letztlich zur Spaltung dieses Stammes. Die beiden nun verfeindeten Lager lauerten wechselseitig einzelnen Schimpansen der Rivalengruppe auf und prügelten so lange auf ihre Opfer ein, bis sie schließlich ihren Verletzungen erlagen. Der Krieg endete durch den Tod sämtlicher Männchen einer der beiden Stämme und der Übernahme des Territoriums durch die Siegergruppe [15]. Der Schimpansenkrieg von Gombe blieb nicht die einzige wissenschaftliche Beobachtung eines solchen Vorfalls, sondern konnte in anderen Kontexten in ähnlicher Form beobachtet werden [z.B. 16] [D]. Einen wesentlichen Unterschied zu herkömmlicher Aggression bzw. Jagdverhalten im Tierreich (z.B. dem effizienten finalen Todesbiss bei Raubkatzen) stellen die geradezu rituellen Praktiken während des Gombe-Krieges dar: so wurde nicht nur kannibalistische Kindstötung beobachtet, sondern ebenso, wie triumphierende Schimpansen das Blut ihrer Opfer tranken [17].
Dies alles mag nun nicht besonders sympathisch wirken, doch auch den Kriegstreibern und Verbrechern der heutigen Zeit stehen unverrückbare Grundrechte zu. Auch deren Würde ist und bleibt unantastbar. Und auch die Schimpansen von Gombe waren ihren Kindern gegenüber fürsorgliche Mütter und Väter.

Religion:
In Westafrika wurden von Schimpansen errichtete Steinhaufen gefunden, deren unmittelbare Funktion sich der Biologie nicht erschließt und an Schreine frühreligiöser menschlicher Aktivität erinnert. Diese rituellen Male finden sich dabei stets um bestimmte Bäume, gegen die die Schimpansen ferner mit Stöcken und Steinen schlagen und ritualisiertes Verhalten um die Bäume herum aufführen, das an Drohgebärden männlicher Schimpansen erinnert. Bemerkenswert ist dabei, dass stets dieselben Bäume hierzu aufgesucht werden und ein aggressiver Kontakt zwischen Artgenossen ausbleibt [18]. Auch eine Art „Regentanz“ wird mitunter bei Schimpansen beobachtet und als Machtdemonstration interpretiert, das Wetter zu beeinflussen [19]. Rituelles Verhalten, das von so manchem Forscher als spirituell motiviert verstanden wird, ist somit keine Seltenheit unter Menschenaffen und gewiss kein Alleinstellungsmerkmal des Homo Sapiens.

Humor:
Spaß und Spiel sind Bestandteil des Lebens vieler Tiere, hier stellen Menschenaffen keine Besonderheit dar [E]. Doch was zeichnet einen Witz aus? Die sog. Exposition (also das Ausbreiten einer bestimmten Situation) und die Pointe, die mit dieser Ausgangssituation auf unvorhergesehene Art und Weise bricht. Exakt solches Verhalten zeigt sich auch bei Menschenaffen; etwa, wenn ein Zaubertrick einen kleinen Orang-Utan im Zoo von Barcelona vor Lachen zum Umfallen bringt [F] oder wenn die zeichensprachbegabte Gorilladame Koko ihre Pflegerin bittet, eines ihrer Kätzchen auf ihren Kopf zu setzen [B]. Witze und humoristisches Verhalten werden häufig als eines der exklusiven Merkmale des Menschen verstanden, da sie hohe psychische Leistungen voraussetzen wie die geistige Vorwegnahme des Ausgangs einer Situation und das Inbeziehungsetzen abfolgender Handlungselemente. Andere Menschenaffen teilen dieses hohe kognitive und emotionale Abstraktionsvermögen mit uns.

 

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Audiovisuelle Veranschaulichung:

[A] Gorilla und Menschenbaby

[B] Humor bei Koko und ihren Kätzchen

[C]  Leaf-clipping 

[D] Brutalität bei Schimpansen

[E] Wasserpark bei Orang-Utans

[F] Zaubertrick vor einem Orang-Utan

 

Die Quellen:
[1] Prüfer, K., Munch, K., Hellmann, I. et al. The bonobo genome compared with the chimpanzee and human genomes. Nature 486, 527–531 (2012). https://doi.org/10.1038/nature11128
[2] Hahn A, Sturgeon G, Rossi J. Blood Product Transfusions in Great Apes: A retrospective Review of 12 Cases. J Zoo Wildl Med. 2017 Jun; 48(2):461-465. doi: 10.1638/2016-0178R3.1. PMID: 28749288.
[3] Manson, J.H., Perry S., Parish, A.R.: Nonconceptive Sexual Behavior in Bonobos and Capuchins. International Journal of Primatology (1997) 18 (5), s. 767-786
[4] Surbeck, M., Deschner, T. , Schubert, G., Weltring, A., Hohmann, G.: Mate competition, testosterone and intersexual relationships in bonobos (Pan paniscus). Animal Behaviour (2012) Bd. 83, Nr. 3, S. 659-669
[5] Rijksen, H.B.: A Fieldstudy on Sumatran Orang Utans. PhD thesis, Nature Conservation Department, Agricultural University Wageningen, 1978
[6] Thomas Geissmann: Vergleichende Primatologie. Springer, Berlin 2003, ISBN 3-540-43645-6, Kapitel 18: Hominidae. S. 287–312.
[7] Haviland, W. A.; Prins, H. E. L.; Walrath, D.; McBride, B. (2012-01-13). The Essence of Anthropology (3rd ed.). Cengage Learning, 2012. p. 178. ISBN 9781111833442.
[8] Patterson, FG. (1978). "The gestures of a gorilla: language acquisition in another pongid". Brain and Language. 5 (1): 72–97. doi:10.1016/0093-934X(78)90008-1. PMID 618570. S2CID 28826266.
[9] Lieberman, P., D.L. Klatt and W. A. Wilson, 1969. "Vocal tract limitations on the vowel repertoires of rhesus monkey and other nonhuman primates." Science 164: 1185-1187
[10] Cronin, K. A. & van Leeuwen E. J. C. (2011). Behavioral response of a chimpanzee mother toward her dead infant. American Journal of Primatology 73, 5: 415-421
[11] Porter A, Eckardt W, Vecellio V, Guschanski K, Niehoff PP, Ngobobo-As-Ibungu U, Nishuli Pekeyake R, Stoinski T, Caillaud D. 2019. Behavioral responses around conspecific corpses in adult eastern gorillas (Gorilla beringei spp.) PeerJ 7:e6655 https://doi.org/10.7717/peerj.6655
[12] Nishida, T.: The leaf-clipping display: a newly-discovered expressive gesture in wild chimpanzees. Journal of Human Evolution (1980) 9, S.117-128
[13] Boesch, C.: From material to symbolic cultures: CUlture in primates. The Oxford Handbook of Culture and Psychology. Oxford Library of Psychology 2012
[14] Patterson, F.G. (1979b). Linguistic capabilities of a lowland gorilla. Doctoral dissertation, Stanford University. Ann Arbor, MI: University Microfilms International
[15] Ian Morris: War! What Is It Good For? The Role of Conflict and the Progress of Civilisation from Primates to Robots. MacMillan, 2014, ISBN 978-1-84765-454-0
[16] Lincoln Park Zoo. (2014, September 17). Nature of war: Chimps inherently violent; Study disproves theory that 'chimpanzee wars' are sparked by human influence. ScienceDaily. Retrieved November 13, 2022 from www.sciencedaily.com/releases/2014/09/140917131816.htm
[17] Jane Goodall: Through a Window: My Thirty Years with the Chimpanzees of Gombe. Houghton Mifflin Harcourt, 2010, ISBN 978-0-547-48838-7
[18] Kühl, H., Kalan, A., Arandjelovic, M. et al. Chimpanzee accumulative stone throwing. Sci Rep 6, 22219 (2016). https://doi.org/10.1038/srep22219
[19] https://www.sueddeutsche.de/wissen/ursprung-der-religion-wo-der-kult-beginnt-1.2960264-2; abgerufen am 13.11.2022

 

PS: Wer sich nun noch nicht in Menschenaffen verliebt hat, dem empfehle ich diesen Zusammenschnitt süßer Orang Utans: https://www.youtube.com/watch?v=dOSbiVHUHF0 

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Janosch ErstlingPetitionsstarter*inFür die Armen nur Verachtung, für die Reichen stets Respekt. Für die Mittelschicht das Märchen eines Trickle-Down-Effekt.

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Petition am 14. November 2022 erstellt