Mein Brief an Hubertus Heil: Lebensstandard-sichernde Rente statt Altersarmut!

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Sehr geehrter Hubertus Heil,

ich war – ich bin – ich werde nie ein Bedürftigkeitsrisiko! Doch etwas Bedrohliches geht um in unserem Land. Es ist schon da, die Zahl der Betroffenen noch überschaubar, noch wird es nicht ernst genommen. Aber es wächst, wird mehr und mehr: Die Armut im Alter.

Im Jahr 2033 werde ich, alles im allem, 51 Jahre lang gearbeitet haben. Über all die Jahre habe Ich meine Beiträge in die Rentenversicherung geleistet. Wenn sich an der jetzigen Rentengesetzgebung nichts ändert, liegt das Rentenniveau 2033 voraussichtlich bei 43%. Ich bin Jahrgang 1966 und muss dann meine Rente versteuern, hinzu kommen noch die Sozialabgaben. Bleibt unter dem Strich, eine gesetzliche Nettorente unter dem heutigen Grundsicherungssatz. Ein echtes Minus-Geschäft!

Ich werde nach einem langen Arbeitsleben in Altersarmut landen. Werde von meinen geleisteten Renteneinzahlungen null Cent bekommen. Man macht mich zu einem Bedürftigen, zu einem Mündel des Staates, der auf Fürsorge, Zuwendungen und Spenden angewiesen sein wird. Nach einem selbstbestimmten, in Unabhängigkeit geführten Leben, werde ich unfrei und muss mich in die Fügung Fremder begeben. DAS IST MENSCHENUNWÜRDIG! DAS IST BETRUG!

Wer in die Rentenkasse einzahlt, muss auch eine Rente, die für ein gutes Leben reicht, bekommen!

Und dieses Schicksal ereilt nicht mich allein, nein, Millionen Menschen werden es mit mir teilen. Schon heute ist klar, ändert sich nichts an der Rentenpolitik, wird ab dem Jahr 2030 jeder zweite Arbeitnehmer, der jetzt in Lohn und Brot ist, in Altersarmut und Bedürftigkeit landen.

Herr Heil, ich muss Ihnen hier nicht erklären, welche gesellschaftlichen Katastrophen unserem Land dann drohen.

Herr Heil, es bedarf einer sofortigen Abkehr von der jetzt geltenden Rentenpolitik. Sie ist ein Desaster! Die Riesterrente ist gescheitert. Bei 54% nicht tarifgebundener Unternehmen, kommt nur eine kleine Gruppe von Arbeitnehmer*innen in den Genuss einer Betriebsrente.

Machen sie aus unserer gesetzlichen Rentenversicherung das, wofür sie stehen sollte:

  • Den Menschen einen würdevollen und sorgenfreien Lebensabend zu ermöglichen.
  • Lebensstandardsicherung muss wieder Vorrang vor Beitragssatzstabilität haben.

Ich akzeptiere nicht und wehre mich dagegen, dass Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Alter ihr Leben in Armut und Bedürftigkeit fristen sollen.

Es ist an der Zeit, die Weichen neu zu stellen! Eine Gesellschaft frei von Angst und Sorge um das Morgen. Eine Gesellschaft des „Miteinander und Füreinander“.

Wagen sie es!



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