Mehr Kassenzulassungen für Psychotherapeuten/innen


Mehr Kassenzulassungen für Psychotherapeuten/innen
Das Problem
Es gibt viel zu wenig Plätze für Psychotherapie, die von den gesetzlichen Kassen bezahlt werden. Schon seit vielen Jahren übersteigt die Nachfrage bei Weitem das Angebot. Seit der Corona-Pandemie hat sich der Bedarf noch vergrößert. Wartezeiten von mehreren Wochen bis zu einem Jahr sind der traurige Normalfall. Da die meisten Menschen nicht die finanziellen Möglichkeiten haben, sich eine Therapie bei einem privaten Psychotherapeuten zu leisten, bei dem vielleicht noch ein Platz frei ist, sind die Folgen monatelanges unnötiges seelisches Leid von Patienten und Angehörigen bis hin zu Todesfällen (zum Beispiel erfolgreiche Selbstmordversuche bei depressiven Patienten). Oder Menschen wenden sich in ihrer Verzweiflung an unseriöse Anbieter, die schnelle Heilung versprechen, durch unprofessionelle Herangehensweise aber das Leiden des Patienten aber sogar noch verschlimmern können.
Das führt dazu, dass die zu Recht gefürchtete Methode der Triage mittlerweile an den psychiatrischen Kliniken angekommen zu sein scheint - diesen Eindruck haben zumindest meine Kollegen und ich bei unserer täglichen Arbeit an einer Schule für Kranke in Oberbayern. Waren vor der Corona-Pandemie die Einweisungsdiagnosen weit gestreut, so behandeln wir seit über einem Jahr fast nur noch akut selbstmordgefährdete Patient*innen oder solche mit lebensbedrohlichem Untergewicht bei uns.
Das müsste nicht so sein, denn es gibt etliche gut ausgebildete Psychotherapeuten, die ihre Dienste lediglich nicht über eine gesetzliche Krankenkasse abrechnen können, weil die Anzahl dieser so genannten Kassenzulassungen in Deutschland begrenzt ist. Diese Anzahl an Kassenzulassungen wurde von den dafür zuständigen politischen Gremien willkürlich festgelegt und liegt seit vielen Jahren weit unter dem tatsächlichen Bedarf. Argumentiert wird dabei natürlich mit der Beschränktheit der Gelder, die zur Verfügung stehen. Aber bei großen Krisen wie der Corona-Pandemie, Krieg oder Energieknappheit, oder auch jetzt beim G7-Gipfel auf Schloss Elmau, haben wir ja alle gesehen und sehen wir es jeden Tag, dass immer und sehr schnell genug Geld da ist für Ämter und Materialien, die den dafür zuständigen politischen Gremien gerade wichtig genug erscheinen.
Ich fordere, dass die Anzahl der Kassenzulassungen für Psychotherapie in Deutschland signifikant erhöht wird.

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Das Problem
Es gibt viel zu wenig Plätze für Psychotherapie, die von den gesetzlichen Kassen bezahlt werden. Schon seit vielen Jahren übersteigt die Nachfrage bei Weitem das Angebot. Seit der Corona-Pandemie hat sich der Bedarf noch vergrößert. Wartezeiten von mehreren Wochen bis zu einem Jahr sind der traurige Normalfall. Da die meisten Menschen nicht die finanziellen Möglichkeiten haben, sich eine Therapie bei einem privaten Psychotherapeuten zu leisten, bei dem vielleicht noch ein Platz frei ist, sind die Folgen monatelanges unnötiges seelisches Leid von Patienten und Angehörigen bis hin zu Todesfällen (zum Beispiel erfolgreiche Selbstmordversuche bei depressiven Patienten). Oder Menschen wenden sich in ihrer Verzweiflung an unseriöse Anbieter, die schnelle Heilung versprechen, durch unprofessionelle Herangehensweise aber das Leiden des Patienten aber sogar noch verschlimmern können.
Das führt dazu, dass die zu Recht gefürchtete Methode der Triage mittlerweile an den psychiatrischen Kliniken angekommen zu sein scheint - diesen Eindruck haben zumindest meine Kollegen und ich bei unserer täglichen Arbeit an einer Schule für Kranke in Oberbayern. Waren vor der Corona-Pandemie die Einweisungsdiagnosen weit gestreut, so behandeln wir seit über einem Jahr fast nur noch akut selbstmordgefährdete Patient*innen oder solche mit lebensbedrohlichem Untergewicht bei uns.
Das müsste nicht so sein, denn es gibt etliche gut ausgebildete Psychotherapeuten, die ihre Dienste lediglich nicht über eine gesetzliche Krankenkasse abrechnen können, weil die Anzahl dieser so genannten Kassenzulassungen in Deutschland begrenzt ist. Diese Anzahl an Kassenzulassungen wurde von den dafür zuständigen politischen Gremien willkürlich festgelegt und liegt seit vielen Jahren weit unter dem tatsächlichen Bedarf. Argumentiert wird dabei natürlich mit der Beschränktheit der Gelder, die zur Verfügung stehen. Aber bei großen Krisen wie der Corona-Pandemie, Krieg oder Energieknappheit, oder auch jetzt beim G7-Gipfel auf Schloss Elmau, haben wir ja alle gesehen und sehen wir es jeden Tag, dass immer und sehr schnell genug Geld da ist für Ämter und Materialien, die den dafür zuständigen politischen Gremien gerade wichtig genug erscheinen.
Ich fordere, dass die Anzahl der Kassenzulassungen für Psychotherapie in Deutschland signifikant erhöht wird.

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Die Entscheidungsträger*innen


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Petition am 30. Juni 2022 erstellt