Schutz des Amazonas-Regenwald

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Die Abholzung des brasilianischen Amazonas-Regenwaldes schreitet weiter massiv voran. So wurde zwischen Januar und April 2020 eine Fläche von 1202 Quadratkilometer Urwald vernichtet. Dies entspricht einer Zunahme von 55 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Diese Daten gab das brasilianische Institut für Weltraumforschung bekannt. Das der Amazonas mit seinem riesigen Artenreichtum auch einen sehr großen Einfluss auf das Weltklima hat dürfte unbestritten sein. Nicht umsonst wird er als "grüne Lunge" dieses Planeten bezeichnet.

Die Abholzung geht trotz internationaler Kritik weiter. Ein Faktor, welcher diese Entwicklung noch mehr verstärken dürfte, ist ein Gesetzesvorhaben, welches von Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro unterstützt wird und zu "weiterem Landraub" ermutige. "Das Gesetz würde die illegale Abholzung und unrechtmäßige Besetzung von öffentlichem Land vor 2018 - insgesamt 570.000 Quadratkilometer, mehr als die Fläche Spaniens - nachträglich legalisieren". (Quelle: SPIEGEL ONLINE) 

Dieser Entwicklung sehen die führenden britischen Supermarktketten sehr besorgt entgegen und haben mit einer Auslistung von Produkten aus dem südamerikanischen Land gedroht. So SPIEGEL ONLINE : "In einem offenen Brief an brasilianische Abgeordnete und Senatoren, aus dem die Nachrichtenagentur AFP zitiert, äußerten sich die Unternehmen "tief besorgt" über den Erlass 910, der die Landnahme von öffentlichen Flächen nachträglich legalisieren würde. Das Gesetz muss noch vom brasilianischen Kongress gebilligt werden. Unterzeichnet wurde der offene Brief unter anderem von den britischen Einzelhandelsriesen Tesco, Asda, Waitrose, J Sainsbury und Marks & Spencers, auch Unternehmen wie Burger King UK schlossen sich an. "Wir rufen die brasilianische Regierung auf, ihre Haltung zu überdenken und hoffen, auch weiterhin mit unseren Partnern in Brasilien zusammenarbeiten zu können." Wirtschaftliche Entwicklung und der Schutz der Umwelt müssten sich nicht gegenseitig ausschließen."

Wir fordern Sie hiermit auf, sich dem Aufruf Ihrer britischen Kollegen anzuschließen und ebenfalls aufzuzeigen, dass ihr Unternehmen Verantwortung für den Klima- und Naturschutz und letzten Endes für die Zukunft von uns Allen übernimmt. Nur massiver wirtschaftlicher Druck aus aller Welt wird die aktuelle brasilianische Regierung mit ihrem Präsidenten Jair Bolsonaro zum Einlenken bringen.