MANIFEST zum Paradigmenwechsel in Sachen Politik- und Demokratieverständnis

Das Problem

Da ich dieses Manifest zu dem unseren (alle Mitunterzeichner/innen) machen wollte, habe ich den Titel nochmals entsprechend angepasst.

 

P  R  O  L  O  G (2. Januar 2025)

Liebe Leserin und lieber Leser,

liebe Mitunterzeichner/innen,

womöglich wundert Sie/euch es, dass in dem folgenden "Manifest" keine zu verändernden Politikfelder/Handlungsfelder (Finanzen, Wirtschaft, Umwelt, Landwirtschaft, Verteidigung etc.) aufgeführt sind und es an konkreten Vorschlägen fehlt, und wie bekannte Defizite erfolgreich beseitigt werden können. Das geschah aber nicht etwa deshalb weil ich es womöglich "vergessen" habe, sondern weil ich der Überzeugung bin, dass sich als erster - allerdings gewaltiger - Schritt, das grundsätzliche Verständnis von "Politik" in den Köpfen sowohl der Politiker als auch der Bürger und Bürgerinnen ändern muss. "POLITIKER" darf kein Geschäftsmodell mehr sein, sondern das, was mit diesem Wort wirklich gemeint ist.

Die Begriffe "Politik" und "Demokratie" stammen von den alten Griechen des 5. Jahrhunderts vor unserer Zeitrechnung. Einen Staat "Griechenland" gab es da noch nicht. Jede Stadt war ihr eigener Staat. Die "Stadt" heißt auf griechisch "Polis" (πόλις), wovon die Begriffe "Politik und Politiker" und auch "Polizei" und "Metropole" abgeleitet sind.

Politiker war demnach jemand, der/die sich um das Wohl (!) aber auch um die Ordnung der Stadt (heute: Stadt oder Landkreis oder Bundesland oder Nation) kümmert. "Polis" bezeichnete im antiken Griechenland mehr als nur die Häuser, Mauern, Straßen innerhalb der Stadtmauern, und Verwaltung, Steuern und Abgaben, sondern alle diejenigen Tätigkeiten, Gegenstände und Fragestellungen, die des Gemeinwesens (heute: Stadt oder Landkreis oder Bundesland oder Nation) betrafen.

Also ging es in der ursprünglichen "Politik" nicht nur um das für den Menschen nötige Materielle und Physische, sondern eben auch die immateriellen Werte, das Psychische, das Soziale. Entsprechend ist die wörtliche Übersetzung von "politiká" anzugeben mit „Dinge, die die Stadt betreffen“.

Und eine Demokratie lebt bekanntlich von der signifikanten Beteiligung des Volkes an der Gestaltung der für ihn gültigen Politik. Nichts anderes bedeuten die griechischen Wörter "demos" und "kratos". Ohne diese täglich sich real auswirkende Beteiligung darf sich eine "Demokratie" nicht Demokratie nennen. Dass es da weltweit tatsächlich ein gewisses Defizit gibt, hat man 1992 in Rio de Janeiro erkannt und sich entschlossen, die "Agenda 21 / Eine Welt", die von einer starken Bürgerbeteiligung lebt, ins "Leben" zu rufen. Doch wie gesagt, reicht dies nicht aus.

Die Realität in der Bundesrepublik Deutschland sieht doch so aus. Zwar haben wir das große und nicht selbstverständliche Privileg, alle vier, fünf oder acht Jahre (je nachdem, was oder wer gewählt werden soll) in der Wahlkabine unser Kreuz oder unsere Kreuze zu machen ... das war es in der Regel dann aber auch. Auf das, was dann die Bundestags-, die Landtags-, die Kreistagsabgeordneten, die Gemeinderät/innen, die Landrät/innen und die (Ober)bürgermeister/innen tun und entscheiden, oder unterlassen, haben WIR DAS VOLK, real gesehen, keinen Einfluss mehr. Das ist der Nachteil der "Parlamentarischen Demokratie".

Deshalb ist die so genannte "Wahlverdrossenheit" zwischen Flensburg und Freiburg auch so groß. Die "Nichtwähler/Innen" erreichen bei Wahlen mehr als 30 Prozent, manchmal sind es sogar gegen 40 Prozent! Da helfen such die vom Bundestag eingeführten "Bürgerräte" nichts, denn sie werden letztlich immer noch von den Berufspolitikern kontrolliert und haben auch keinen wirklichen demokratischen Einfluss, der beim Bundesverfassungsgericht einklagbar wäre. 

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D - 88212 Ravensburg, am 29. Dezember 2024


Liebe Freunde, liebe Bekannte, liebe Mitstreiter/innen, liebe Leser/innen,

das vorliegende  MANIFEST zum Paradigmenwechsel in Sachen Politik- und Demokratieverständnis mir schon seit Längerem (November 2018 und August 2019) *) ein starkes Anliegen. Nun habe ich es noch einmal durchgesehen, überarbeitet und auch neu formuliert. Allerdings wurde es inhaltlich und von seiner Intention nicht wesentlich verändert.

Wenn Sie - die Sie in der Vergangenheit das Manifest bereits unterschrieben hatten, bzw. es heute tun, weil Sie sich (in beiden Fällen) mit dem Inhalt und der Formulierung identifizieren können, dann danke ich Ihnen im Namen der Demokratie und Menschlichkeit und es wird daraus unser gemeinsames Manifest!.

Und bitte teilen Sie diese Anliegen, wo immer es Ihnen möglich ist, danke!

Es ist aber technisch auch möglich, seine bereits erteilte Unterschrift zurückzuziehen (was ich in diesem Fall nicht hoffe).

*) Das Manifest trug zuvor den Namen "Ravensburg Manifest der Menschlichkeit".

Ich wünsche Ihnen und euch allen samt den Familien und Lieben ein gesegnetes und gesundes Jahr 2025 ❤ !

Mit bürgerfreundlichen Grüßen,

Stefan Weinert

 

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Ravensburg - Stefan Weinert, 2018 und 2024

Wenn es - wie ich meine - ganz zu Recht heißt, die deutsche Demokratie brauche eine "Reform", dann ist das aufgrund der derzeitigen Verhältnisse zwar nicht von der Hand zu weisen, dennoch aber entscheidend zu kurz gegriffen. Es braucht mehr, als nur eine Reform; wir müssen "back to the roots", zurück an die Wurzeln der Demokratie - im lateinischen Verständnis von "radikal" = gleich bis an die Wurzel gehend. 

In der Tat hat unser Grundgesetz ethisch und demokratisch gesehen zwar ganz hervorragende Aussagen, die aber leider von Beginn (1949) an entweder nur Sprechblasen waren und immer noch sind, oder aber eben nicht für alle gelten. 

Wenn man und frau genau hinschaut wird festgestellt werden müssen, dass die "Bundesrepublik Deutschland" vor und auch nach der Wiedervereinigung, eine "Monarchie im demokratischen Gewand" (Wolf im Schafspelz) ist. Denn angefangen vom Bürgermeister und seinen Stadträten, bis hin zu den Ministerpräsidenten und den Landtagen (je südlicher gelegen um so schlimmer) und letztlich hinein bis in den Bundestag - einschließlich der Mitglieder der jeweiligen Bundesregierung: sie alle benehmen sich nach ihrer Wahl durch das Volk genauso, wie es die Monarchen einst taten. Sie herrschen, anstatt zu dienen; sie sind unnahbar, anstatt zum Anfassen; sie präsidieren und residieren, anstatt verlängerter Arm des Volkes zu sein und es in seinem "Elend" aufzusuchen, sie verhalten sich wie Erwählte und nicht wie Gewählte.

Wir stehen kurz vor einer vorgezogenen Bundestagswahl, um die 21. Regierung der BRD zu wählen. Die Zeiten sind unübersichtlich, diffus und stehen auf Sturm. Nicht nur hierzulande, sondern weltweit. Sowohl Moskau als auch Washington versuchen, die Gespenster von damals - getarnt in Lila oder offen blau - in Deutschland auf die Bühne der Macht zu heben. Deshalb brauchen wir in Berlin einen Paradigmenwechsel, und nicht nur einen Wechsel von irgendwelchen Farbkonstellationen. 

Doch wenn man/frau sich die zur Wahl stehenden Parteien und die zur Wahl stehenden Politiker/innen mit ihren Überzeugungen und Vorhaben anschaut, dann muss der Glaube an ein solches Wunder fehlen. 

Denn zwei der zur Verfügung stehenden Parteien - die Faschisten und die Edelkommunisten - sind für einen Demokraten unankreuzbar. Scholz wird immer Scholz bleiben, und auch ein Merz wird keinen demokratischen Frühling ins Land bringen. Die FDP ist am "Westwall" gescheitert und die Linke glaubt selbst nur noch an das "Gregorianische" Gesangswunder. Robert Habeck aber, der Junge aus der Küche, ist leider in der falschen Partei.

So sieht die Realität aus. Und das alles spiegelt sich auch wider bei den vier Haupt-Kandidat/innen vor Ort (Wahlkreis 294), die dem Wähler für den Einzug ins Bundesparlament zur Verfügung stehen. Den gleich welcher Couleur - ob optisch oder politisch-weltanschaulicher und gesellschaftlich -, sie alle sind in den zurückliegenden drei Jahren blass geblieben. Sie wurden auch nicht etwa durch neue "Gesichter" ausgetauscht, sondern bleiben, weil sie scheinbar die Besten sind, was nichts Gutes verheißt. Mag sein, dass es woanders in anderen Wahlkreisen besser ist, vielleicht, womöglich, mag sein ...

Was uns fehlt, so meine ich, - vor Ort, im Landtag und im Bundestag - sind echte charismatische Führungspersönlichkeiten mit natürlich gewachsener Autorität aufgrund ihres authentischen glaubhaften Auftretens, dem Mut, einerseits gegen den Strom - auch in den eigenen Reihen - zu schwimmen und gemachte Fehler auch als solche zu benennen und zuzugeben.

Was wir brauchen, sind Frauen und Männer, welche sachbezogene und integre Informationen - die auch nachprüfbar sind - kommunizieren, anstatt solche, die ausschließlich von ihren eigenen Zwecken gelenkt sind. Die auf Propagierung von Wunschbildern verzichten, in denen Wahrheit und Phantasie zu Gunsten des kritischen Vermögens/Kritikfähigkeit vermischt werden.

Meiner Meinung nach benötigen wir Mitbürger/innen KEINE von vorn herein gegen die Vernunft getroffene Entscheidungen, die zwar einen kurzfristigen Erfolg verheißen, doch aber lang wirkende Schäden mit sich bringen. Vielmehr brauchen wir solche Entscheidungen, die den Gedanken der "Demokratie", mit all ihren Facetten und Auswirkungen, gegenüber den Gedanken von "Image", "Macht" und des "Wahlerfolges" - signifikant spürbar in den Vordergrund stellen.

Denn wir Menschen - Du und ich - sind keine Verwaltungsobjekte. Wir bestehen nicht aus Papier, einer Heftvorrichtung, ein paar Büroklammern und einem Pappdeckel, auf dessen Rücken „Leitz“ gedruckt ist; und wir bestehen auch nicht aus endlosen Zahlenreihen, in denen sich Nullen und Einser gefühllos die Hand geben und über den Bildschirm huschen. Wir sind Individuen und bestehen aus Haut und Haar. Wir können lieben und hassen, lachen und weinen, unterstützen und Hilfe versagen, wir empfinden Schmerz und Trauer, wir gewinnen und wir verlieren, wir hoffen und sind enttäusch, wir haben Hunger und Durst. Wir haben eine Seele, und auf unserer Stirn steht das Wort „Human".

Egal von welchem Kontinent wir kommen; egal welcher Ethnie wir angehören, welche Sprache wir sprechen oder noch nicht sprechen können, egal welcher Hautfarbe, welcher Religion und Weltanschauung, welcher sexuellen Orientierung wir sind: Wir sind Menschen. - Und egal welchen sozialen Ursprungs und welchen sozialen Standes wir sind: Wir sind Menschen. - Ob Kind, Jugendlicher, Erwachsener:  Wir sind Menschen! - Ob Frau oder Mann oder Drittes Geschlecht, ob Vater oder Mutter, ob Heterosexuelle, Schwule oder Lesben: Wir sind Menschen.

Wir sind womöglich Glaubende innerhalb unserer Religionen, Atheisten, Idealisten oder Realisten oder Humanisten, oder auch alles zusammen. Keinesfalls aber sind wir Ideologen, die ihre rassistischen, religiösen, gesellschaftlichen und politischen - sei es rechts oder links - Ziele und Ideen auf verbal-militante, handwerklich-militante, menschenverachtende und radikale Weise um- und durchsetzen wollen. Genau das lehnen wir strikt ab.

Wir wollen und werden auch nicht zusehen, wie die von uns Gewählten sich einen "Turm bis zum Himmel" bauen, noch werden wir uns daran beteiligen. Sondern wir benötigen ein würdiges „Dach über dem Kopf“, welches uns Trockenheit, Wärme und Geborgenheit garantiert. -  Wir wollen nicht "Brot und Spiele", die uns angesichts der Omnipotenz, angesichts leerer Versprechungen, Arroganz, Ignoranz und Kleptokratie „der Obrigkeit“ betäuben, bestechen, korrumpieren und zum Schweigen bringen. Sondern was wir benötigen, ist Nahrung für die Seele, Mitempfinden mit dem, was uns wirklich bewegt - und wir wollen ernstlich und gehört und verstanden werden.

Stefan Weinert, im Dezember 2024, 88212 Ravensburg

               

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Stefan WeinertPetitionsstarter*in

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Das Problem

Da ich dieses Manifest zu dem unseren (alle Mitunterzeichner/innen) machen wollte, habe ich den Titel nochmals entsprechend angepasst.

 

P  R  O  L  O  G (2. Januar 2025)

Liebe Leserin und lieber Leser,

liebe Mitunterzeichner/innen,

womöglich wundert Sie/euch es, dass in dem folgenden "Manifest" keine zu verändernden Politikfelder/Handlungsfelder (Finanzen, Wirtschaft, Umwelt, Landwirtschaft, Verteidigung etc.) aufgeführt sind und es an konkreten Vorschlägen fehlt, und wie bekannte Defizite erfolgreich beseitigt werden können. Das geschah aber nicht etwa deshalb weil ich es womöglich "vergessen" habe, sondern weil ich der Überzeugung bin, dass sich als erster - allerdings gewaltiger - Schritt, das grundsätzliche Verständnis von "Politik" in den Köpfen sowohl der Politiker als auch der Bürger und Bürgerinnen ändern muss. "POLITIKER" darf kein Geschäftsmodell mehr sein, sondern das, was mit diesem Wort wirklich gemeint ist.

Die Begriffe "Politik" und "Demokratie" stammen von den alten Griechen des 5. Jahrhunderts vor unserer Zeitrechnung. Einen Staat "Griechenland" gab es da noch nicht. Jede Stadt war ihr eigener Staat. Die "Stadt" heißt auf griechisch "Polis" (πόλις), wovon die Begriffe "Politik und Politiker" und auch "Polizei" und "Metropole" abgeleitet sind.

Politiker war demnach jemand, der/die sich um das Wohl (!) aber auch um die Ordnung der Stadt (heute: Stadt oder Landkreis oder Bundesland oder Nation) kümmert. "Polis" bezeichnete im antiken Griechenland mehr als nur die Häuser, Mauern, Straßen innerhalb der Stadtmauern, und Verwaltung, Steuern und Abgaben, sondern alle diejenigen Tätigkeiten, Gegenstände und Fragestellungen, die des Gemeinwesens (heute: Stadt oder Landkreis oder Bundesland oder Nation) betrafen.

Also ging es in der ursprünglichen "Politik" nicht nur um das für den Menschen nötige Materielle und Physische, sondern eben auch die immateriellen Werte, das Psychische, das Soziale. Entsprechend ist die wörtliche Übersetzung von "politiká" anzugeben mit „Dinge, die die Stadt betreffen“.

Und eine Demokratie lebt bekanntlich von der signifikanten Beteiligung des Volkes an der Gestaltung der für ihn gültigen Politik. Nichts anderes bedeuten die griechischen Wörter "demos" und "kratos". Ohne diese täglich sich real auswirkende Beteiligung darf sich eine "Demokratie" nicht Demokratie nennen. Dass es da weltweit tatsächlich ein gewisses Defizit gibt, hat man 1992 in Rio de Janeiro erkannt und sich entschlossen, die "Agenda 21 / Eine Welt", die von einer starken Bürgerbeteiligung lebt, ins "Leben" zu rufen. Doch wie gesagt, reicht dies nicht aus.

Die Realität in der Bundesrepublik Deutschland sieht doch so aus. Zwar haben wir das große und nicht selbstverständliche Privileg, alle vier, fünf oder acht Jahre (je nachdem, was oder wer gewählt werden soll) in der Wahlkabine unser Kreuz oder unsere Kreuze zu machen ... das war es in der Regel dann aber auch. Auf das, was dann die Bundestags-, die Landtags-, die Kreistagsabgeordneten, die Gemeinderät/innen, die Landrät/innen und die (Ober)bürgermeister/innen tun und entscheiden, oder unterlassen, haben WIR DAS VOLK, real gesehen, keinen Einfluss mehr. Das ist der Nachteil der "Parlamentarischen Demokratie".

Deshalb ist die so genannte "Wahlverdrossenheit" zwischen Flensburg und Freiburg auch so groß. Die "Nichtwähler/Innen" erreichen bei Wahlen mehr als 30 Prozent, manchmal sind es sogar gegen 40 Prozent! Da helfen such die vom Bundestag eingeführten "Bürgerräte" nichts, denn sie werden letztlich immer noch von den Berufspolitikern kontrolliert und haben auch keinen wirklichen demokratischen Einfluss, der beim Bundesverfassungsgericht einklagbar wäre. 

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D - 88212 Ravensburg, am 29. Dezember 2024


Liebe Freunde, liebe Bekannte, liebe Mitstreiter/innen, liebe Leser/innen,

das vorliegende  MANIFEST zum Paradigmenwechsel in Sachen Politik- und Demokratieverständnis mir schon seit Längerem (November 2018 und August 2019) *) ein starkes Anliegen. Nun habe ich es noch einmal durchgesehen, überarbeitet und auch neu formuliert. Allerdings wurde es inhaltlich und von seiner Intention nicht wesentlich verändert.

Wenn Sie - die Sie in der Vergangenheit das Manifest bereits unterschrieben hatten, bzw. es heute tun, weil Sie sich (in beiden Fällen) mit dem Inhalt und der Formulierung identifizieren können, dann danke ich Ihnen im Namen der Demokratie und Menschlichkeit und es wird daraus unser gemeinsames Manifest!.

Und bitte teilen Sie diese Anliegen, wo immer es Ihnen möglich ist, danke!

Es ist aber technisch auch möglich, seine bereits erteilte Unterschrift zurückzuziehen (was ich in diesem Fall nicht hoffe).

*) Das Manifest trug zuvor den Namen "Ravensburg Manifest der Menschlichkeit".

Ich wünsche Ihnen und euch allen samt den Familien und Lieben ein gesegnetes und gesundes Jahr 2025 ❤ !

Mit bürgerfreundlichen Grüßen,

Stefan Weinert

 

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Ravensburg - Stefan Weinert, 2018 und 2024

Wenn es - wie ich meine - ganz zu Recht heißt, die deutsche Demokratie brauche eine "Reform", dann ist das aufgrund der derzeitigen Verhältnisse zwar nicht von der Hand zu weisen, dennoch aber entscheidend zu kurz gegriffen. Es braucht mehr, als nur eine Reform; wir müssen "back to the roots", zurück an die Wurzeln der Demokratie - im lateinischen Verständnis von "radikal" = gleich bis an die Wurzel gehend. 

In der Tat hat unser Grundgesetz ethisch und demokratisch gesehen zwar ganz hervorragende Aussagen, die aber leider von Beginn (1949) an entweder nur Sprechblasen waren und immer noch sind, oder aber eben nicht für alle gelten. 

Wenn man und frau genau hinschaut wird festgestellt werden müssen, dass die "Bundesrepublik Deutschland" vor und auch nach der Wiedervereinigung, eine "Monarchie im demokratischen Gewand" (Wolf im Schafspelz) ist. Denn angefangen vom Bürgermeister und seinen Stadträten, bis hin zu den Ministerpräsidenten und den Landtagen (je südlicher gelegen um so schlimmer) und letztlich hinein bis in den Bundestag - einschließlich der Mitglieder der jeweiligen Bundesregierung: sie alle benehmen sich nach ihrer Wahl durch das Volk genauso, wie es die Monarchen einst taten. Sie herrschen, anstatt zu dienen; sie sind unnahbar, anstatt zum Anfassen; sie präsidieren und residieren, anstatt verlängerter Arm des Volkes zu sein und es in seinem "Elend" aufzusuchen, sie verhalten sich wie Erwählte und nicht wie Gewählte.

Wir stehen kurz vor einer vorgezogenen Bundestagswahl, um die 21. Regierung der BRD zu wählen. Die Zeiten sind unübersichtlich, diffus und stehen auf Sturm. Nicht nur hierzulande, sondern weltweit. Sowohl Moskau als auch Washington versuchen, die Gespenster von damals - getarnt in Lila oder offen blau - in Deutschland auf die Bühne der Macht zu heben. Deshalb brauchen wir in Berlin einen Paradigmenwechsel, und nicht nur einen Wechsel von irgendwelchen Farbkonstellationen. 

Doch wenn man/frau sich die zur Wahl stehenden Parteien und die zur Wahl stehenden Politiker/innen mit ihren Überzeugungen und Vorhaben anschaut, dann muss der Glaube an ein solches Wunder fehlen. 

Denn zwei der zur Verfügung stehenden Parteien - die Faschisten und die Edelkommunisten - sind für einen Demokraten unankreuzbar. Scholz wird immer Scholz bleiben, und auch ein Merz wird keinen demokratischen Frühling ins Land bringen. Die FDP ist am "Westwall" gescheitert und die Linke glaubt selbst nur noch an das "Gregorianische" Gesangswunder. Robert Habeck aber, der Junge aus der Küche, ist leider in der falschen Partei.

So sieht die Realität aus. Und das alles spiegelt sich auch wider bei den vier Haupt-Kandidat/innen vor Ort (Wahlkreis 294), die dem Wähler für den Einzug ins Bundesparlament zur Verfügung stehen. Den gleich welcher Couleur - ob optisch oder politisch-weltanschaulicher und gesellschaftlich -, sie alle sind in den zurückliegenden drei Jahren blass geblieben. Sie wurden auch nicht etwa durch neue "Gesichter" ausgetauscht, sondern bleiben, weil sie scheinbar die Besten sind, was nichts Gutes verheißt. Mag sein, dass es woanders in anderen Wahlkreisen besser ist, vielleicht, womöglich, mag sein ...

Was uns fehlt, so meine ich, - vor Ort, im Landtag und im Bundestag - sind echte charismatische Führungspersönlichkeiten mit natürlich gewachsener Autorität aufgrund ihres authentischen glaubhaften Auftretens, dem Mut, einerseits gegen den Strom - auch in den eigenen Reihen - zu schwimmen und gemachte Fehler auch als solche zu benennen und zuzugeben.

Was wir brauchen, sind Frauen und Männer, welche sachbezogene und integre Informationen - die auch nachprüfbar sind - kommunizieren, anstatt solche, die ausschließlich von ihren eigenen Zwecken gelenkt sind. Die auf Propagierung von Wunschbildern verzichten, in denen Wahrheit und Phantasie zu Gunsten des kritischen Vermögens/Kritikfähigkeit vermischt werden.

Meiner Meinung nach benötigen wir Mitbürger/innen KEINE von vorn herein gegen die Vernunft getroffene Entscheidungen, die zwar einen kurzfristigen Erfolg verheißen, doch aber lang wirkende Schäden mit sich bringen. Vielmehr brauchen wir solche Entscheidungen, die den Gedanken der "Demokratie", mit all ihren Facetten und Auswirkungen, gegenüber den Gedanken von "Image", "Macht" und des "Wahlerfolges" - signifikant spürbar in den Vordergrund stellen.

Denn wir Menschen - Du und ich - sind keine Verwaltungsobjekte. Wir bestehen nicht aus Papier, einer Heftvorrichtung, ein paar Büroklammern und einem Pappdeckel, auf dessen Rücken „Leitz“ gedruckt ist; und wir bestehen auch nicht aus endlosen Zahlenreihen, in denen sich Nullen und Einser gefühllos die Hand geben und über den Bildschirm huschen. Wir sind Individuen und bestehen aus Haut und Haar. Wir können lieben und hassen, lachen und weinen, unterstützen und Hilfe versagen, wir empfinden Schmerz und Trauer, wir gewinnen und wir verlieren, wir hoffen und sind enttäusch, wir haben Hunger und Durst. Wir haben eine Seele, und auf unserer Stirn steht das Wort „Human".

Egal von welchem Kontinent wir kommen; egal welcher Ethnie wir angehören, welche Sprache wir sprechen oder noch nicht sprechen können, egal welcher Hautfarbe, welcher Religion und Weltanschauung, welcher sexuellen Orientierung wir sind: Wir sind Menschen. - Und egal welchen sozialen Ursprungs und welchen sozialen Standes wir sind: Wir sind Menschen. - Ob Kind, Jugendlicher, Erwachsener:  Wir sind Menschen! - Ob Frau oder Mann oder Drittes Geschlecht, ob Vater oder Mutter, ob Heterosexuelle, Schwule oder Lesben: Wir sind Menschen.

Wir sind womöglich Glaubende innerhalb unserer Religionen, Atheisten, Idealisten oder Realisten oder Humanisten, oder auch alles zusammen. Keinesfalls aber sind wir Ideologen, die ihre rassistischen, religiösen, gesellschaftlichen und politischen - sei es rechts oder links - Ziele und Ideen auf verbal-militante, handwerklich-militante, menschenverachtende und radikale Weise um- und durchsetzen wollen. Genau das lehnen wir strikt ab.

Wir wollen und werden auch nicht zusehen, wie die von uns Gewählten sich einen "Turm bis zum Himmel" bauen, noch werden wir uns daran beteiligen. Sondern wir benötigen ein würdiges „Dach über dem Kopf“, welches uns Trockenheit, Wärme und Geborgenheit garantiert. -  Wir wollen nicht "Brot und Spiele", die uns angesichts der Omnipotenz, angesichts leerer Versprechungen, Arroganz, Ignoranz und Kleptokratie „der Obrigkeit“ betäuben, bestechen, korrumpieren und zum Schweigen bringen. Sondern was wir benötigen, ist Nahrung für die Seele, Mitempfinden mit dem, was uns wirklich bewegt - und wir wollen ernstlich und gehört und verstanden werden.

Stefan Weinert, im Dezember 2024, 88212 Ravensburg

               

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