Liebe Deutsche Filmakademie: Lasst uns den Schmerz aller anerkennen, NEIN ZUM KRIEG!

Das Problem

Liebe deutsche Filmemacher*innen und Filmemacher*innen mit Wohnsitz in Deutschland, 

als Reaktion auf die klare und eindeutige Stellungnahme der Deutschen Filmakademie zum laufenden Krieg im Nahen Osten haben wir diesen offenen Brief an sie geschrieben, in dem wir sie auffordern, eine ausgewogenere Anti-Kriegs-Haltung einzunehmen.

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Sehr geehrte Deutsche Filmakademie,

in den vergangenen Wochen haben wir alle mit Schrecken die Ereignisse im Nahen Osten verfolgt. Dem beispiellos grausamen Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober folgt nun eine brutale Militärkampagne der israelischen Armee im Gazastreifen.


Die Filmakademie hat sich in dieser Zeit mehrfach öffentlich mit Israel und den jüdischen Opfern der Hamas solidarisiert und sich klar gegen den Antisemitismus positioniert, der im Zusammenhang mit diesem Konflikt auch in Deutschland wieder aufflammt. Es ist wichtig und gut, dass sie auch aufgrund der deutschen Geschichte stellvertretend für die hiesige Filmbranche diese Zeichen setzt. 


Allerdings wünschen die Unterzeichnenden dieses Briefes sich gerade angesichts dieser sichtbaren Solidarität mit den israelischen Opfern auch ein anderes Zeichen. Als Filmemacher*innen versetzen wir uns täglich in die Lage unterschiedlichster Protagonist*innen und laden auch das Publikum ein, Perspektiven einzunehmen, die nicht immer der eigenen entsprechen. Wir erzählen Geschichten mit dem Wissen, dass wir uns trotz unterschiedlicher Herkünfte, Religionen und Nationalitäten in unserer Menschlichkeit ähneln. Wir alle empfinden die gleiche Liebe für unsere Angehörigen und den gleichen Schmerz, wenn ihnen etwas zustößt. Daher können wir nicht anders, als jedes Opfer dieses Krieges nicht zuerst als Israeli*n oder Palästinenser*in, sondern als ein verlorenes Menschenleben zu sehen.


Als Geschichtenerzähler*innen empfinden wir gerade in einem komplexen Konflikt mit verhärteten Fronten eine Verantwortung, diese geteilte Menschlichkeit hochzuhalten. Deshalb wünschen wir uns neben der Solidarisierung mit Israel und den jüdischen Opfern auch eine klare Stellungnahme gegen den andauernden Krieg, in dem vor allem auf palästinensischer Seite weiter Zivilist*innen sterben und in dem sich die humanitäre Lage im Gazastreifen mit jedem Tag weiter zuspitzt. Die israelische Militärkampagne ist dabei nicht nur eine Reaktion auf die Angriffe vom 7. Oktober, sondern eine Fortführung und Verschärfung der langjährigen Belagerung und Menschenrechtsverletzungen der Bevölkerung des Gazastreifens.


Die Filmakademie hat mehrfach explizit Solidarität mit Israel bekundet und bisher nie ähnlich klar und ausführlich für die palästinensische Zivilbevölkerung Stellung bezogen, die seit Jahrzehnten unter illegaler Besatzung lebt. Wir sind überzeugt, dass wir den Terror der Hamas verurteilen und zugleich ein Ende des brutalen Vorgehens der Israelischen Armee aufrufen können.


Was wir fordern ist ausdrücklich nicht weniger Solidarität mit Opfern des Terrors oder des Antisemitismus. Jedes unschuldige Opfer verdient unser Mitgefühl – auf beiden Seiten. Jede Familie und jede Gemeinde, die ein Mitglied verloren hat, verdient es, dass wir alles in unserer Macht stehende tun, um diesen grausamen Krieg zu beenden. 

 

 

Erfolg
Diese Petition war mit 215 Unterstützer*innen erfolgreich!

Das Problem

Liebe deutsche Filmemacher*innen und Filmemacher*innen mit Wohnsitz in Deutschland, 

als Reaktion auf die klare und eindeutige Stellungnahme der Deutschen Filmakademie zum laufenden Krieg im Nahen Osten haben wir diesen offenen Brief an sie geschrieben, in dem wir sie auffordern, eine ausgewogenere Anti-Kriegs-Haltung einzunehmen.

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Sehr geehrte Deutsche Filmakademie,

in den vergangenen Wochen haben wir alle mit Schrecken die Ereignisse im Nahen Osten verfolgt. Dem beispiellos grausamen Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober folgt nun eine brutale Militärkampagne der israelischen Armee im Gazastreifen.


Die Filmakademie hat sich in dieser Zeit mehrfach öffentlich mit Israel und den jüdischen Opfern der Hamas solidarisiert und sich klar gegen den Antisemitismus positioniert, der im Zusammenhang mit diesem Konflikt auch in Deutschland wieder aufflammt. Es ist wichtig und gut, dass sie auch aufgrund der deutschen Geschichte stellvertretend für die hiesige Filmbranche diese Zeichen setzt. 


Allerdings wünschen die Unterzeichnenden dieses Briefes sich gerade angesichts dieser sichtbaren Solidarität mit den israelischen Opfern auch ein anderes Zeichen. Als Filmemacher*innen versetzen wir uns täglich in die Lage unterschiedlichster Protagonist*innen und laden auch das Publikum ein, Perspektiven einzunehmen, die nicht immer der eigenen entsprechen. Wir erzählen Geschichten mit dem Wissen, dass wir uns trotz unterschiedlicher Herkünfte, Religionen und Nationalitäten in unserer Menschlichkeit ähneln. Wir alle empfinden die gleiche Liebe für unsere Angehörigen und den gleichen Schmerz, wenn ihnen etwas zustößt. Daher können wir nicht anders, als jedes Opfer dieses Krieges nicht zuerst als Israeli*n oder Palästinenser*in, sondern als ein verlorenes Menschenleben zu sehen.


Als Geschichtenerzähler*innen empfinden wir gerade in einem komplexen Konflikt mit verhärteten Fronten eine Verantwortung, diese geteilte Menschlichkeit hochzuhalten. Deshalb wünschen wir uns neben der Solidarisierung mit Israel und den jüdischen Opfern auch eine klare Stellungnahme gegen den andauernden Krieg, in dem vor allem auf palästinensischer Seite weiter Zivilist*innen sterben und in dem sich die humanitäre Lage im Gazastreifen mit jedem Tag weiter zuspitzt. Die israelische Militärkampagne ist dabei nicht nur eine Reaktion auf die Angriffe vom 7. Oktober, sondern eine Fortführung und Verschärfung der langjährigen Belagerung und Menschenrechtsverletzungen der Bevölkerung des Gazastreifens.


Die Filmakademie hat mehrfach explizit Solidarität mit Israel bekundet und bisher nie ähnlich klar und ausführlich für die palästinensische Zivilbevölkerung Stellung bezogen, die seit Jahrzehnten unter illegaler Besatzung lebt. Wir sind überzeugt, dass wir den Terror der Hamas verurteilen und zugleich ein Ende des brutalen Vorgehens der Israelischen Armee aufrufen können.


Was wir fordern ist ausdrücklich nicht weniger Solidarität mit Opfern des Terrors oder des Antisemitismus. Jedes unschuldige Opfer verdient unser Mitgefühl – auf beiden Seiten. Jede Familie und jede Gemeinde, die ein Mitglied verloren hat, verdient es, dass wir alles in unserer Macht stehende tun, um diesen grausamen Krieg zu beenden. 

 

 

Erfolg

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Die Entscheidungsträger*innen

Maria Köpf
Maria Köpf
Deutsche Filmakademie
Beantwortet
Lieber Murad Abu-Eisheh, liebe Unterzeichner:innen der Petition! In unserem Statement auf Instagram am 12. Oktober, das kurz nach dem terroristischen Attentat der Hamas auf israelische Zivilisten erfolgte, bringen wir unsere Trauer und Bestürzung über die Ereignisse in Israel zum Ausdruck. Gleichzeitig sprechen wir unser Mitgefühl für die vielen zivilen palästinensischen Opfer im Gaza Streifen aus. Wir erkennen ausdrücklich das unermessliche Leid der Zivilist:innen auf beiden Seiten dieses Konfliktes an und bedauern dies zutiefst. Lieber Murad, wir kennen uns ja über First Steps und würden uns freuen, wenn wir in den persönlichen Austausch treten könnten. Mit vielen Grüßen Maria Köpf und Anne Leppin
Anne Leppin
Anne Leppin
Deutsche Filmakademie
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