Licht für Alle - Therapie für die seltene Lichtkrankheit EPP endlich zugänglich machen!

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Der ultra-seltene Gendefekt EPP (erythropoietische Protoporphyrie) bereitet massivste Verbrennungsschmerzen nach nur wenigen Minuten an der Sonne und sogar starken künstlichen Lichtquellen und zwingt die Betroffenen zu einem Leben im Dunkeln.

Die einzige wirksame Therapie, "Afamelanotid", die den Patienten ein fast normales Leben ermöglicht, ist vier Jahre nach der EU-Zulassung noch immer nicht für alle Betroffene in Deutschland erhältlich: Mit nur drei Behandlungszentren stehen zu wenige Therapieplätze zur Verfügung, Hilfe suchende Patienten müssen abgewiesen werden und bleiben in Dunkelheit und sozialer Isolation.

Link zu unserem Kampagnen-Video von Linda Richter: https://www.youtube.com/watch?v=ygBKjreMXOI

Deutschland wurde durch das Schicksal von Hannelore Kohl bewegt. Heute gäbe es eine Möglichkeit, die Lichtkrankheit EPP zu behandeln. Herr Spahn, bitte unterstützen Sie EPP-Patienten darin, endlich keine Angst mehr vor jedem Sonnenstrahl haben zu müssen.

Dr. Jasmin Barman-Aksözen

Vizepresidentin International Porphyria Patient Network (IPPN), Wissenschaftlicher Beirat Schweizerische Gesellschaft für Porphyrie und bis 2017 Wissenschaftlicher Beirat Selbsthilfe EPP e.V.

Weitere Informationen und Kontakt: science@porphyria.ch

Kurzfassung der Problematik: 

Die Auflagen der EMA (Europäische Arzneimittelagentur) verursachen bei jedem Behandlungstermin zusätzliche 3-4 Stunden Zeitaufwand, um all die Daten zu sammeln, die die Behörde verlangt. Kliniken haben aber nicht so viel Zeit und Kapazität für einen ambulanten Patienten. Daher gibt es nicht genügend Behandlungsplätze, und viele Betroffene bleiben ohne Möglichkeit für Zugang zur einzigen Therapie für diese massiv einschränkende und extrem schmerzhafte Lichtkrankheit.

Bei den meisten dieser Messwerte handelt es sich um zusätzliche Nachweise der Wirksamkeit von Afamelanotid (Scenesse ®) bei EPP. Dabei schreibt die EMA aber Methoden vor, die sie vorher im Zulassungsprozess als nicht geeignet zum Messen der Wirksamkeit beurteilt hat. Dagegen sind andere Methoden, mit denen der Nutzen während der klinischen Studien erfolgreich gemessen wurde, nicht länger erlaubt. Die neu gesammelten Daten entscheiden dann aber bei der jährlichen Überprüfung durch die EMA mit darüber, ob die Zulassung verlängert wird: Kann die Wirksamkeit nicht gezeigt werden, muss das Medikament komplett vom Markt genommen werden.

Dies sind die Details, die ich gerne irgendwann einmal mit Herr Spahn diskutieren würden, denn verantwortlich für die Auflagen der EMA ist das deutsche Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Dort und bei der EMA ignoriert man unsere Bedenken seit 2016 ...

Artikel im stern zur Wirkung der Therapie und den Konsequenzen der Auflagen: "Seltene Hauterkrankung EPP: Ninas Weg ins Licht" von Bernhard Albrecht (13. September 2017) https://www.stern.de/gesundheit/haut/seltene-hauterkrankung-epp--ninas-weg-ins-licht-7619264.html

Artikel zu den Auflagen von Afamelanotid in der Deutschen Apothekerzeitung: "Seltene Krankheit, seltene Behandlung" von Timo Stuckenberg (28. Februar 2017). https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2017/02/28/seltene-krankheit-seltene-behandlung

Weitere Informationen und Kontakt: science@porphyria.ch

Wir danken Daniel Aufdermauer herzlich für die Erlaubnis zur Verwendung seiner Photos (www.aufdermauer.photo). Die schönen Fotos im Video von den Protesten in London und Berlin stammen von Annie Gentil-Kraatz (www.anniegentilkraatz.com)

Petition gestartet in Zusammenarbeit mit der Selbsthilfe EPP e.V.



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