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Bonn: Väter als Geburtsbegleiter wieder zulassen.

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Jeden Tag werden in der Bundesstadt Bonn ca. 17 Kinder zur Welt gebracht. Davon der überwiegende Teil in einem der vier Krankenhäuser der Stadt. Wie schon vielfach in den Medien berichtet, verbieten jetzt ALLE Krankenhäuser in Bonn die Anwesenheit des Vaters während der Geburt.

Ich selber stehe kurz davor Vater eines Sohnes zu werden und kann diesen Moment möglicherweise nicht miterleben. Mit dieser Petition bitte ich den Oberbürgermeister der Stadt Bonn, Ashok Sridharan, zu erwirken, dass dieses Verbot aufgehoben wird und Väter wieder unter Auflagen im Kreißsaal zugelassen werden. Damit würde die Stadt Bonn den Empfehlungen der WHO, der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (Publikation DGGG) sowie anderen Bundesländern (u.a. Mecklenburg-Vorpommern und Bayern, Publikation MV , Publikation Bayern) folgen.

Begründet wird der Ausschluss mit dem Schutz des Personals, anderer Patienten, der Mutter und des Neugeborenen. Aus verschiedenen Gesichtspunkten kann ich dieser Begründung leider nicht zustimmen. 

  1. Schutz vor weiteren Infektionen: Andere Bundesländer empfehlen Schutzkleidung für den Vater, für den Fall das dieser infiziert sein sollte und noch keine Symptome zeigt. Ein Schutz der o.g. Gruppen wäre damit gewährleistet. 
  2. Unterstützung der Mutter während der Geburt: Dem Vater kommt während der Geburt eine tragende Rolle zu. Er steht seiner Frau mental und physisch in dieser Phase bei und unterstützt sie bei den vielen Entscheidungen, die bei der Geburt getroffen werden müssen. Durch ihn fühlt sich die Mutter nie alleine, wenn die Hebamme sich um andere werdende Mütter kümmern muss. 
  3. Bindung an das Neugeborene: Je nach körperlicher Verfassung der Mutter kann diese erst 4 Tage nach Entbindung das Krankenhaus verlassen. In dieser Zeit darf der Vater weder Mutter noch Kind im Krankenhaus besuchen. Durch die Anwesenheit bei der Geburt kann er den ersten Moment der Bindung an das Kind ausnutzen und ihm so die nötige Sicherheit auch durch den Vater vermitteln. 
  4. Schutz von Mutter und Neugeborenen: Leider bewirkt das Verbot genau das Gegenteil. Auch meine Frau versucht nun verzweifelt eine andere Klinik zu finden, die eine gemeinsame Geburt zulässt. Dafür ist sie sogar bereit lange Wege und Anfahrten auf sich zu nehmen um ein Krankenaus zu finden, das im zweifelsfrei bereit wäre beide Eltern zu akzeptieren.

Bitte helfen Sie mit Ihrer Stimme!



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