Wir wollen, dass das #LecktuchInDieLäden kommt!

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Und das ist verdammt wichtig, damit Oralsex endlich für alle safe ist!

Beim Blasen benutzt du ein Kondom, um dich vor Krankheiten zu schützen.

Was benutzt du beim Lecken …?

Ein Lecktuch (auch „Dental Dam“ oder „Oral Dam“) ist ein dünnes, elastisches, rechteckiges Tuch, welches über die Vulva oder den Anus gelegt wird und während des Oralverkehrs vor der Übertragung von Krankheitserregern und Keimen schützt. Also von der Wirkweise ziemlich ähnlich wie ein Kondom – nur ohne die Empfängnisverhütung.

Wenn es ums Lecken geht, ist diese Form des Schutzes beim Oralsex nicht nur für  lesbische (cis-) Frauen interessant, sondern für alle, die aktiven und passiven Cunnilingus (Oralverkehr mit Vulva) und Anilingus (Oralverkehr mit Anus) haben. Also fast alle heterosexuellen, bisexuellen und homosexuellen Menschen!

Viele wissen gar nicht, was beim ungeschützten Oralverkehr für Risiken bestehen, wenn sie und ihre Sexualpartner*innen sich aktuell nicht auf Geschlechtskrankheiten haben testen lassen. Über die Aufnahme von Vaginalflüssigkeit und Menstruationsblut können unter anderem Herpes-Viren, HPV, Hepatitis B-Viren, Chlamydien, Gonorrhoe-Bakterien, genitale Trichomoniasis-Erreger, Syphilis-Bakterien, Feigwarzen-Erreger und HIV (sehr geringes Risiko) übertragen werden. Beim Anilingus kann es außerdem zu einer Übertragung von Darmbakterien kommen. Und das kann je nach Fall unangenehm bis lebensbedrohlich enden.

So weit, so gut, dann kaufen wir doch einfach diese Lecktücher, wenn wir Safer Sex praktizieren wollen – wo ist das Problem?

  • Lecktücher sind so gut wie NIE im Einzelhandel erhältlich.
  • Drogerien führen sie nicht.
  • Apotheken führen sie kaum.
  • Nicht einmal im Sexshop gibt es eine Garantie, dass du Lecktücher kaufen kannst.
  • Wir können Lecktücher bisher fast ausschließlich online kaufen – und hier kostet eine Viererpackung bis zu 13,99 Euro!

Das heißt nicht nur, dass Lecktücher um ein Vielfaches teurer und sehr viel schwieriger erhältlich sind als Kondome, sondern auch, dass Minderjährige sie effektiv gar nicht erwerben können.

#LecktuchInDieLäden

Deshalb fordern wir die Geschäftsführer Erich Harsch von dm-drogerie markt, Dirk Roßmann von Rossmann und Günther Helm von Müller als marktführende Drogeriekonzerne auf: Nehmt Lecktücher dauerhaft in euer Standardsortiment auf! Verkauft sie zu einem erschwinglichen Preis! Macht Lecktücher für alle verfügbar – in einer Latex-Variante und in einer latexfreien Ausführung für Allergiker*innen! Stellt sie in jedem Laden in ausreichender Anzahl gut sichtbar zur Verfügung! Bewerbt Lecktücher auf euren Kanälen! Lecktücher müssen genauso leicht erhältlich werden wie Kondome.

Wir leben im Jahr 2019 und es ist immer noch für so viele Menschen nicht möglich, oralen Safer Sex zu praktizieren. Lecktücher kann man zwar aus Kondomen selber basteln, aber das ist eine Notlösung und es muss sich so schnell wie möglich etwas ändern! Nehmt eure Verantwortung wahr und geht für alle weiteren Drogerie- und Einzelhandelskonzerne mit bestem Beispiel voran! Es wird Leben retten! Wir unterstützen die Drogeriemärkte aller weiteren Handelskonzerne, die Lecktücher in ihr Sortiment aufnehmen, gerne dabei, Aufklärungskampagnen zu starten und sich mit Expert*innen zu vernetzen.

Wir fordern:

  • Lecktücher müssen in Läden kaufbar sein
  • Lecktücher müssen bezahlbar sein
  • Lecktücher muss es auch in latexfreien Alternativen geben

Unterstützt uns und teilt diese Petition!

#LecktuchInDieLäden - barrierearm und bezahlbar. Für lecker safer Sex!

Aktionsgruppe Lecktuch:

  • Twitter: @lecktuch
  • Instagram: @lecktuch

Die Petition in den Medien:

Informationen zum Thema #Lecktuch:

"Leck-WIE?", Jorinde Wiese, Blog: jorinde.ch (15.08.2019)

Tschuldigung haben Sie Lecktücher?“, Nadja Zander, ZEIT Campus (11.01.2018)

Leckt mich doch“, Jorinde Wiese, Blog: jorinde.ch (28.07.2019)

"Lecktuch selber Basteln Do It Yourself", Youtube (31.07.2019)

Was ist eigentlich ein Lecktuch?“, Sarah Bohme, Magazin Amorelie (26.06.2018)