Leben retten: Fahreignung medizinisch überprüfen

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Das Problem

Warum wird in Deutschland nach dem erstmaligen Erwerb des Führerscheins nicht regelmäßig überprüft, ob Personen, noch sicher Auto fahren können? Am 6. Juli 2026 erlebten wir in Bad Oeynhausen eine erschütternde Tragödie:  

Mein Vater (59) wurde als Fußgänger auf dem kleinen und sehr überschaubaren Parkplatz des Nordbahnhofs von einem Auto, welches beim rückwärts Ausparken beschleunigte und in einer Linkskurve über diesen Parkplatz raste, mit dem Heck erfasst, geschleudert und überrollt. Er erlitt ein Polytrauma und starb nach einem 9 Tage andauernden Kampf um sein Leben auf der Intensivstation an den multiplen schwersten Verletzungen, die ihm von Kopf bis Fuß zugefügt wurden.  

Die 86-jährige Unfallverursacherin hatte beim Ausparken offenbar die Kontrolle über ihr Fahrzeug verloren und stark beschleunigt. Mein Vater, der zuvor einen Parkschein gezogen hatte und zu seinem Fahrzeug  zurückkehren wollte, verhielt sich umsichtig mit ausreichendem Abstand zu den parkenden Fahrzeugen – hatte aber aufgrund dieses unfassbar unkontrollierten Ausparkmanövers nicht die geringste Chance auszuweichen. Der Unfallhergang wurde aufgezeichnet und ist gut dokumentiert. 

Diese tragische Erfahrung wirft eine wichtige Frage auf:  

Warum wird in Deutschland nach dem erstmaligen Erwerb des Führerscheins nicht regelmäßig überprüft, ob Personen, noch sicher Auto fahren können? Der TÜV überprüft im regelmäßigen Turnus Fahrzeuge aller Art, um ihre Verkehrssicherheit aus technischer Sicht zu gewährleisten, doch wer überprüft die Eignung der Menschen, die diese Fahrzeuge führen?  

Immer wieder gibt es Berichte über Unfälle, die durch Fahrer und Fahrerinnen im fortgeschrittenen Lebensalter verursacht werden. Die Fähigkeit zu konzentriertem Fahren und die Reaktionsgeschwindigkeit können im Laufe des Lebens auf verschiedensten Gründen abnehmen und somit die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen. Es ist wichtig, dass wir auch in Deutschland – analog den Regelungen in den meisten europäischen Ländern - präventive Maßnahmen ergreifen, um unsere Straßen sicherer zu machen und Menschenleben zu schützen. 

Ich schlage vor, dass die Überprüfung der Fahrtauglichkeit ab einem bestimmten Alter verpflichtend eingeführt wird. Diese Prüfung sollte vorrangig sicherstellen, dass ältere Autofahrer noch über die notwendigen Fähigkeiten und Reaktionsgeschwindigkeiten verfügen, um ein Fahrzeug sicher zu führen. Das ist keine Altersdiskriminierung. Auch dürfen zusätzlicher Bürokratieaufwand (Abbau an anderen Stellen denkbar) und eine drohende Überlastung des Gesundheitssystems keine Gegenargumente sein, wenn es um den Schutz von Leib und Leben geht.  

Um dies zu unterstützen, sollten zudem unbedingt staatliche Anreize für die freiwillige Rückgabe des Führerscheins geschaffen werden. Dies könnte in Form von Mobilitätsalternativen wie kostenlosen oder vergünstigten ÖPNV-Tickets, oder auch durch steuerliche Vorteile erfolgen.  

Was denken Sie? Welche Altersgrenze sollte es geben? Welche Tests wären nötig? Welche Anreize sollte die Bundesregierung schaffen? Lassen Sie es uns wissen!

Unser gemeinsames Ziel sollte es sein, Unfälle zu vermeiden und die Sicherheit auf unseren Straßen zu erhöhen, ohne dabei die Mobilität und Unabhängigkeit unserer Senioren zu beeinträchtigen.  

Mit einer solchen Maßnahme könnten wir künftigen Unfällen, wie dem, der meinem Vater sein Leben und unserer Familie die gemeinsame Zukunft gekostet hat, vorbeugen. 

Bitte unterstützen Sie diese Petition und helfen Sie dabei, unsere Straßen sicherer zu machen. Unterzeichnen Sie jetzt! 

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