

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
heute hat der Bundesminister für Gesundheit Jens Spahn zusammen mit Karl Lauterbach (MdB), Dr. Georg Nüßlein (MdB) und Petra Sitte (MdB) endlich den langersehnten Gesetzesentwurf zur Widerspruchslösung vorgestellt. Wir haben danach kurz mit Jens Spahn gesprochen. Schaut euch hier das Video an:
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Bitte teilt das Video, damit noch mehr Menschen von unserer Kampagne erfahren.
Euch allen, die bisher die Change.org-Petition zur “Einführung der Widerspruchslösung” unterzeichneten, sagte der Gesundheitsminister Spahn heute:
“Unser Ziel ist es, die Situation für diejenigen, die auf eine Organspende oft voller Hoffnung, voller Verzweiflung warten zu verbessern, dass wir mehr Organspende in Deutschland haben, dass wir damit Leid mindern und Leben schenken können als Gesellschaft und deshalb bin ich froh über jeden, der das Anliegen unterstützt, auch über jeden, der die Petition unterschreibt.”
Außerdem haben wir danach kurz mit Karl Lauterbach sprechen können, der erklärt hat wie genau das Register für die Organspendebereitschaft funktionieren soll:
„Jeder, der widersprechen möchte, kann sich in ein Register eintragen lassen. Das kann man z.B. jederzeit beim Arzt machen lassen und es wird weitere Möglichkeiten geben. Man kann dort auch dokumentieren, dass man unbedingt spenden möchte, wenn man in Frage kommt oder jemanden benennen, der stattdessen zu fragen ist. Wir fragen, wenn jemand verstirbt, zum Ende auch noch einmal die Angehörigen, ob etwas bekannt ist, dass derjenige nochmal seine Meinung geändert hat. [...] Das Register kann man immer ausfüllen, man kann auch immer seine Meinung ändern.“
Außerdem ist er darauf eingegangen, warum der Vorschlag von Annalena Baerbock, dass alle 10 Jahre beim Abholen des Personalausweis abgefragt werden soll, wer Organspender sein möchte, nicht funktionieren wird:
„Wenn ich z.B. in Prenzlauer Berg monatelang auf den Termin im Amt gewartet habe und dann stundenlang darauf warte, dass ich dran komme, will ich mich nicht zur Organspende äußern. Somit werden sich viele nicht erklären, es wird sich nicht viel ändern.“
Am Ende betonte er noch einmal wie wichtig der Druck der Öffentlichkeit und der Betroffenen jetzt ist, um die Widerspruchslösung wirklich durchzusetzen.
„Die Change.org Petition kann sehr hilfreich sein, weil wir wissen, dass ein großer Teil der Bevölkerung für eine solche Lösung ist, gerade wenn sie sich mit dem Thema beschäftigt haben. Wir müssen da mobil machen, weil der Bundestag zum Teil auch sehr konservativ aufgestellt ist, von daher ist jede Unterstützung der Bevölkerung sehr wichtig. Da wäre ich sehr dankbar.”
Bitte teilt die Petition noch heute mit mindestens 5 Personen, die ihr kennt und bittet sie zu unterschreiben: www.change.org/Widerspruchsloesung
Eine große Bitte an alle Betroffene – es gibt zu wenig positive Berichte, über Patienten die bereits seit vielen Jahren erfolgreich transplantiert sind. Auch die Stimme der Betroffenen, die derzeit auf ein Organ warten, kommt zu kurz. Deshalb würde es Sinn machen, wenn viele von Euch, ihre persönliche Geschichte veröffentlichen würden. Bitte meldet euch bei uns unter: widerspruchsloesung.brd@web.de
Es ist unsere letzte Chance – helft mit, dass die Widerspruchslösung endlich auch bei uns in Deutschland Gesetz wird.
Danke sagen Tom, Claudia, Susanne & Dagmar