Genehmigung für Hähnchenmastanlage verhindern >> nicht noch eine Tierfabrik!

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Auf der Gemarkung im mittelfränkischen Windsbach, kurz vor den Toren Wolframs-Eschenbachs, soll ein Hähnchenmastbetrieb für knapp 40.000 Tiere entstehen. Der Bauantrag sieht u.a. die Mast im Rein-Raus-Verfahren vor, bei dem Küken in nur 30 Tagen auf ein Schlachtgewicht von 1,6 kg gemästet werden. Ein Verlust von 3 % (entspricht ca. 1.200 toten Tieren pro Zyklus) ist dabei einkalkuliert.

Wir lehnen diese industrielle Form der Geflügelmast aus einer Vielzahl an Gründen ab, u.a:

  • Ethische Gründe (bis zu 23 Tiere/m² & Turbomast in nur 30 Tagen sind für uns Tierquälerei)
  • Umweltrisiken (z.B. Befürchtung einer langfristigen Verseuchung des Ansbacher & Windsbacher Trinkwassers im angrenzenden Schutzgebiet / Erhöhung der Nitratbelastung / Gülle mit Antibiotika)
  • Rechtliche Gründe (die Voraussetzungen für eine Genehmigung sind nach unserer Meinung nicht gegeben - z.B. keine Privilegierung, keine ausreichende Erschließung)
  • Finanzielle Gründe (für die Stadt Windsbach z.B. wegen notwendigem Ausbau der Feldweg-Zufahrt über 2 km, zusätzliche Kosten für Winterdienst etc.)

Wir sind der Auffassung, dass die Hähnchenmastanlage an dieser Stelle nicht genehmigt werden kann. Wir fordern das Landratsamt Ansbach als genehmigende Behörde daher auf, diesem Bauvorhaben die Genehmigung zu verweigern. Weiterhin fordern wir die Stadt Windsbach auf, das gemeindliche Einvernehmen zurückzunehmen und insbesondere keine Erschließungsmaßnahmen durchzuführen.

Wir fordern ferner:

  • Die Einholung von unabhängigen Sachverständigengutachten im Hinblick auf die Einhaltung sämtlicher Vorschriften & Gesetze im Genehmigungsverfahren (vor allem im Bezug auf Immissionen wie Lärm, Geruch, Keimbelastung)
  • Die Überprüfung der Flächenangaben des Betreibers insbesondere unter Beachtung der aktuellen Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts München 2019
  • Völlige Transparenz aller Zahlen & Fakten des Bauantrages vom Betreiber zu fordern
  • Die Einholung von unabhängigen Gutachten für Grundwasser, Bodenbelastung & Verkehr
  • Die Beachtung des Bürgerwillens bzgl. Nahrungserzeugung, Tierethik & Ökologie

Wir sind der Überzeugung, dass eine sachgerechte und kritische Überprüfung des Bauantrags nur eine Konsequenz haben kann: Ablehnung!

Dieses Bauvorhaben wäre eine weitere Investition in das landwirtschaftliche Konzept der Massentierhaltung, welches nach unserem Erachten tierethisch und ökologisch nicht vertretbar ist. Es ist an jedem Einzelnen von uns, die Zukunft der Nahrungsmittel-erzeugung in eine nachhaltige Richtung zu lenken.

Diese überparteiliche Petition wird inhaltlich von Markus Genser (Nürnberg), Johann Schlackl (Wolframs-Eschenbach) und Karin Lehner (Windsbach) initiiert. Dies tun wir auf Bitten einer Vielzahl unserer Mitmenschen.

Diese Petition ist keine Petition gegen die Landwirtschaft! Im Gegenteil: Nachhaltige Landwirtschaft mit guten Produkten begrüßen und unterstützen wir sehr! Den "Missbrauch" von Landwirten als Lohnmäster der Geflügelindustrie mit möglichen furchtbaren Folgen für Mensch, Tier und Umwelt hingegen lehnen wir ab.

Für den Fall einer Erteilung der Baugenehmigung fordern wir den BUND Naturschutz des Landkreises Ansbach auf, von seinem Verbandsklagerecht Gebrauch zu machen.

Bitte unterstütze unsere Petition zum Wohle von uns allen mit Deiner Unterschrift & sag es auch weiter! Jede Stimme zählt!

Vielen Dank!