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Keine Abschiebung des mittellosen minderjährigen Bruders von Duha Aline

Diese Petition hat 8.588 Unterschriften erreicht


Othmane ist verzweifelt, das Ausländeramt des Landkreises Cuxhaven verbot seiner Mutter Zohra zu ihm zu reisen. Sollte sie Deutschland verlassen, dürfe sie niemals zurück zu ihrem Baby und ihrem Ehemann in Hemmoor. Ihr Ehemann und das Baby hätten ohne Pass wiederum nicht mitreisen dürfen. Die palästinensiche Behörde stellt bis heute keine Pässe für beide aus, so dass beide im rechltichen Sinne als staatenlos gelten und nicht reisen können. Zohra war gefangen und konnte sich nicht um ihren Sohn Othmane kümmern. Eine unerträgliche Situation für eine Mutter.

In tiefer Sehnsucht nach seiner Mutter und in finanzieller Verzweifelung kam Othmane dann endlich auf eigene Faust nach Hemmor, nachdem er seine Mutter fast eineinhalb Jahre nicht gesehen hatte. Welch unendliches Glück für die Familie sich endlich wieder zu sehen. Und welche Freude für die Geschwister, die jetzt unzertrennlich sind. Nun soll das kurze Glück abrupt beendet werden

Dem minderjährigen Bruder (16) von Duha Aline wird kurz vor Weihnachten von den Behörden ein Aufenthaltsrecht verweigert. Er müsse ausreisen, obwohl völlig ungewiss wäre, wo er unterkommen könnte und wie sein Lebensunterhalt gesichert wäre. Wieder verstößt der Landrat damit in der Adventszeit gegen geltende europäische Menschenrechte. Unbegleitete Jugendliche dürfen nicht abgeschoben werden. Das bestätigt auch der aktuelle Erlass des zuständigen niedersächsischen Ministeriums.

Die Zohra die Mutter der beiden Kinder ist ratlos und verzweifelt. Wie kann Sie die drohende Abschiebung ihres minderjährigen Sohnes verhindern? Sie trägt die gesamte Verantwortung für das Schicksal ihres Sohnes nachdem ihr als Mutter das alleinige Sorgerecht übertragen wurde.

Eine unerträgliche Situation, auch für viele Hemmoorer. Othmane, der Bruder von Duha Aline ist schon nach kurzer Zeit sehr beliebt. Der Fußballtrainer will ihn wegen seines Talents der Landesliga vorstellen, alle halten ihn für sehr fleißig und verlässlich. Er selbst strebt eine Ausbildung als Mechatroniker oder Elektriker an. Sogar der Präsident der Handwerksammer setzt sich für Jungs, wie Othmane ein. Sie sollen hier in Deutschland eine Ausbildung machen dürfen.

 

Mein Name ist Angela Heinssen und ich habe die Familie im InCa kennen gelernt. Ich möchte den dreien, die in Deutschland keine Stimme haben, unter die Arme greifen. Ich komme selbst aus der Gegend, bin Juristin und bei den Grünen in Niedersachsen (Landesarbeitsgemeinschaft Europa und Internationales) aktiv.

Ich möchte mich mit meinem weiteren Engagement für Zohra und ihre Familie bei allen fast 67.000 UnterstützerInnen bedanken, die mit jeder Unterschrift immerhin seit Juni 2014 verhindert haben, dass ein Säugling abgeschoben wird.Die Unterstützer sind sich einig, dass nur die täglich neuen Unterschriften der Petition gegen die Abschiebung des Säuglings Duha Aline den Abschiebeprozess verlangsamen.

 

Unser Ziel: Der Abschiebeprozess von Othmane ist mit dem ersten Schreiben, des Ausländeramtes angestoßen. Die Behörde droht an, nach Aktenlage zu entscheiden und mißachtet wieder europäisches und internationales Recht. Wir kämpfen für eine schriftliche Bestätigung des Aufenthaltsrechts von Othmane dem Burder von Duha Aline. Bitte unterstützen Sie uns mit Ihrer Unterschrift und machen Sie Ihren Freundeskreis auf die Geschichte aufmerksam.

Jede einzelne Stimme ist ein Signal für mehr Menschlichkeit!

 

Hintergrund: Zohra die Mutter von Othmane, der 1997 geboren wurde, trennte sich vom Vater wegen seines Alkoholmissbrauchs und häuslicher Gewalt. Sie erhielt 2010 mit notarieller Urkunde das alleinige Sorgerecht. Als nunmehr alleinerziehende Mutter ging sie bald als Ernthelferin nach Spanien um sich und ihren Sohn irgendwie durchzubringen. Die Umstände für Erntehelferinnen in Spanien sind entwürdigend und giftig, dennoch blieb ihr keine andere Wahl. Nach der Wirtschaftskrise nahm zudem der Konkurrenzdruck um die wenigen Arbeitsplätze zu, so dass die Bedingungen und die Arbeitschancen sich weiter verschlechterten. Da Zohra eine befristete Aufenthaltsgenehmigung in Spanien hatte, konnte sie immerhin in Europa reisen. Eines Tages beschloss sie also, ihren Cousin in Hemmoor zu besuchen, der Sohn blieb bei Freunden. Während dieser Reise lernte sie auch Maher kennen und lieben. Die beiden beschlossen zu heiraten und ahnten nicht, in welche Schwierigkeiten sie damit  geraten würden, denn bald nach der Heirat kündigte sich Nachwuchs an. Die kleine Duha Aline.

Das Ehepaar war ratlos. Der Vater als staatenloser Palästinenser und seit 13 Jahren in Hemmoor durfte nicht reisen. Die schwangere Zohra wollte ihre Ehemann und Vater ihres Kindes nicht verlassen. Aber Ohtmane wartete in Spanien auf die Rückkehr seiner Mutter. Inzwischen schaltete sich der Landkreis Cuxhaven ein, der die hochschwangere Frau abschieben wollte. In buchstäblich letzter Sekunde konnte die Abschiebung der schwangeren Zohra verhindert werden. Sie war bereits im 8 Monat schwanger. Nach der Geburt der kleinen Duha Aline, war der Landkreis Cuxhaven sofort wieder zur Stelle. Zwei Wochen nach der Geburt kam eine Anhörung, in der dem Säugling die Abschiebung angedroht wurde.

Die erste Petition wurde gestartet und innerhalb weniger Tage waren 55.000 UnterstützerInnen gefunden. Welch Erfolg! Gemeinsam mit der Presse konnten Gesprächstermine mit den Behörden erzwungen werden. Danach gab es immerhin eine Duldung für wenige Monate. Währenddessen wartete Othmane weiter auf seine Mutter. Sie konnte nicht zu ihm, denn dann hätte sie nicht mehr zurück zu ihrem Ehemann nach Hemmoor gedurft, das drohte ihr der Landrat schriftlich an. Ihr Ehemann aber konnte mangels Pass und Existenzchancen nicht nach Marokko oder Spanien. Wie sollte er seine Familie dort ernähren, Arbeitschancen waren für ihn dort nicht ersichtlich. Er wollte nach 13 Jahren in Hemmoor schlicht mit seiner Familie dort bleiben und ein einfaches und glückliches Leben führen.

Endlich im Herbst 2014 erhielt Maher dann nach den vielen Phasen der kurzen Duldung die lang ersehnte längere Duldung für immerhin 18 Monate. Alles schien gut. Nun aber verboten die spanischen Behörden Ohtmane den weiteren Schulbesuch, da seine sorgeberechtigte Mutter nicht bei ihm sei. Die Freunde wollte ihn so nicht weiter betreuen, so entschloss er auf eigene Faust endlich zu seiner Mutter zu reisen. Nun wollen die deutschen Behörden ihn zwingen, wieder zu gehen. Er ist inzwischen 17 Jahre alt, aber immer noch minderjährig, keiner könnte sich in Spanien oder Marokko um ihn kümmern.

Das Bundesverfassungsgericht hat 2013 festgestellt, dass unter diesen Umständen keine Abschiebung erfolgen darf. Dennoch der Landrat schickt ihm am 19. Januar 2015 einen Bescheid, in dem das Aufenthaltsrecht für Othmane abgelehnt wird. Gleichzeitig erhält das 8 Monate alte Baby einen Bescheid mit der Ablehung des Aufenthaltsrechts. Die Familie ist ratlos, emotional und finanziell am Ende. Daher haben wir jetzt die Petition für Othame gestartet, während die Petition für Duha Aline weiter läuft und inzwischen von über 67.000 Menschen unterstützt wird.

https://www.change.org/p/landrat-kai-uwe-bielefeld-keine-abschiebung-des-s%C3%A4uglings-duha-aline

 

Spendenkonto "Duha Aline"

Wir haben ein Spendenkonto zugunsten von Duha Aline und Othmane eingerichtet, da sich der Landkreis Cuxhaven nun endgültig weigert, dass Aufenthaltsrecht anzuerkennen. Die beiden Ablehnungsbescheide vom 19. Januar 2015 sprechen eine deutliche Sprache der Ablehnung. Ausserdem wird die Prozesskostenhilfe verweigert, so dass die Familie den Rechtsanwalt bisher nur in kleinen Raten zahlen konnte. Jetzt werden zusätzliche Kosten für die Klageverfahren gegen die beiden Bescheide anfallen. Gleichzeitig wollen wir gerne noch andere spezialisierte Juristen um Hilfe bitten. Wir müssen jetzt sofort mit allen Mittel handeln. Wenn die beiden erstmal abgeschoben sind, ist es schwer bis unmöglich, sie zurückzuholen.

Daher wollen wir gerade jetzt unsere gesamte Kraft aufwenden für die kleine Duha Aline und ihre Halbbruder Othmane. Aber auch für die Mutter Zohra, die mit ihren Kräften und Emotionen am Ende ist. Und nicht zuletzt für den Vater Maher, der den Verlust seiner Familie nicht verkraften würde.

Bitte unterstützen Sie die Familie mit einer kleinen Spende, auch der kleinste Beitrag hilft.

Denn es geht nicht um viel Geld, aber inzwischen haben sich die Aufwendungen für den Anwalt und die Kosten für die vielen Fahrten zum Anwalt oder zur Behörde nach Cuxhaven summiert. Die Behörde zahlt nur das notwendigste und Arztkosten nicht für alle. Die vierköpfige Familie wohnt in einer sehr kleinen und renovierungsbedürftigen 1,5 Zimmerwohnung unter dem Dach. Unter diesen Umständen ist jeder Euro ein Segen.

Das Spendenkonto ist eingerichtet unter Duha Aline c/o Angela Heinssen, Volksbank Stade-Cuxhaven IBAN DE89241910153612625001 BIC GENODEF1SDE oder

über paypal: https://www.paypal.com/cgi-bin/webscr?cmd=_s-xclick&hosted_button_id=HZ46SJM3CT7R8

DANKE!



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