Naturschutzgebiet „Burgwald Dinklage“ in großer Gefahr

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Ein Unternehmer aus Dinklage wird durch den Neubau seines Gewerbebetriebes erhebliche Grundwasserabsenkung vornehmen, die sich zerstörend auf das Naturschutzgebiet „Burgwald Dinklage“ und andere umliegende Waldflächen auswirken könnte.

Pro Natura Landkreis Vechta e.V. sieht bei der Änderung des Flächennutzungsplanes /Bebauungsplan 103 „Östlich Dinklager Ring“ das Naturschutzgebiet „Burgwald Dinklage“ in großer Gefahr.

Mit der Ausweisung eines Gewerbegebietes an dieser Stelle wäre das ökologische Gleichgewicht, insbesondere das des Naturschutzgebietes „Burgwald Dinklage“, mehr als bedroht. Wälder sollen erhalten und so bewirtschaftet werden, dass sie langfristig ihre Funktion erfüllen. In besagtem Bereich haben wildlebende Tier- und Pflanzenarten ein Zuhause, zudem biete der Waldbereich Schutz vor Hochwasser. 

Bei dem FFH-Gebiet „Burgwald Dinklage“ handelt es sich um einen ca. 100-300 jährigen Mischwald, der aufgrund seines Alters und seiner Struktur eine sehr hohe ökologische Bedeutung aufweist und daher unter besonderen Schutz (Naturschutzgebiet) gestellt wurde.

Die zukünftig durch die Firma zu nutzende Fläche übernimmt in seiner heutigen Ausprägung die Funktion eines Trittsteinbiotopes innerhalb der bestehenden Biotopverbundachse zwischen Wald-und Gewässerbiotopen im Bereich des Dinklager Burgwaldes und des Bockhorster Moores und trägt zur Vielfalt des Landschaftsraumes bei.

Oberstes Ziel ist es daher, diese Fläche zu erhalten.

Bevor derartige Flächen für Gewerbezwecke überplant werden, muss nachgewiesen werden, dass eine zwingende Notwendigkeit besteht, diese Fläche in Anspruch zu nehmen und dass keine anderen, nicht geschützten Bereiche bauleitplanerisch für gewerbliche Zwecke zur Verfügung stehen. Aus Sicht des Naturschutzes stellt die Überplanung des o. a. Bereiches keine zwingende Notwendigkeit dar und ist zu vermeiden.

Daher sollte auf eine Ausweisung als Gewerbegebietes östlich der Umgehungsstraße aus naturschutzfachlicher Sicht verzichtet werden, da hier für das Naturschutzgebiet Dinklager Burgwald und den vorgelagerten und nachgelagerten Biotope (das ca. 6000m2 große Waldstück, welches gerodet werden sollte sowie die Erlenbruchwälder hinter dem ehemaligen Restaurant „Waldesruh“ an der Lohner Straße)

Auf Grund der Tatsache, dass der Bebauungsplan 103 „Östlicher Dinklager Ring“ nunmehr auf Antrag des Grundstückseigentümers und seines Steuerberaters nunmehr neu ausgelegt werden soll, stellt Pro Natura Landkreis Vechta e. V. in diesem Zusammenhang den Antrag, das bevorstehende hydrogeologische Gutachten, welches für den Dinklager Burgwald erstellt werden soll, auf diese Flächen mit auszuweiten.

Nach Auffassung von Pro Natura Landkreis Vechta e. V. wird es für unverzichtbar gehalten, wenn die o. a. Fläche des Bebauungsplanes Nr. 103 „Östlich Dinklager Ring“ nicht auch mit überprüft wird.

Es muss ausgeschlossen werden, dass eine Bebauung der o. a. Fläche als Gewerbegebiet negative Auswirkungen für das Naturschutz - und FFH-Gebiet Burgwald Dinklage und dessen Wasserhaushalt haben könnte.

Weiterhin sollte festgestellt werden, ob eine Bebauung der o. a. Fläche ebenfalls keine negativen Auswirkungen für das ca. 6000qm2 große Waldstück (welches ja Bestand haben soll) und für die vorgelagerten Erlenbruchwaldbiotope im Bereich der ehemaligen Gaststätte „Waldesruh“ hat.

Bei einer Bebauung der o. a. Fläche wird garantiert der Wasserhaushalt dort negativ beeinflusst. Der Grundwasserspiegel wird garantiert abgesenkt werden müssen.

Aus all diesen Gründen halten wir es in der heutigen Zeit für geboten, das hydrogeologische Gutachten neben dem Burgwald und seiner umliegenden Fläche auch für die Fläche „Östlich Dinklager Ring“ auszuweiten.

Auch fehlen sämtliche Angaben hinsichtlich der Flora des o. a. Bereiches, was selbstverständlich auch eingefordert wird.

Zur Berücksichtigung der Belange des Immissionsschutzes, ausgehend von Tierhaltungsanlagen, ist insbesondere auf die Emissionen der westlich in einem Abstand von ca. 300m gelegenen Tierhaltungsanlage einzugehen. Auch wurde die ca. 300m weiter östlich gelegene Tierhaltungsanlage nicht mit aufgenommen. Dieses wäre ebenfalls zwingend nachzuholen.

Auf Grund all dieser umweltrelevanten Faktoren hält es Pro Natura für mehr als geboten, eine Umweltverträglichkeitsprüfung nach dem UVPG und FFH-Verträglichkeitsprüfung für die o. a. Flächenplannutzungsänderung durchzuführen.

Mit Ihrer Unterschrift unterstützen Sie den Schutz des Naturschutzgebiets „Burgwald Dinklage“ und der Waldflächen/Naturflächen um zu. 

Danke!